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	<title>Finanzkommune</title>
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	<description>Informationensammelplatz</description>
	<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 11:12:21 +0000</pubDate>
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		<title>Rechtsschutzversicherung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 09:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Rechtsschutzversicherung ist kein absolutes Muss. Jedoch wird sie immer häufiger empfohlen, da mit einem Rechtsstreit erhebliche Kosten verbunden sind. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten, die bei einem Rechtsstreit anfallen, wie Anwalts- oder Gerichtskosten, Ausgaben für Gutachten oder für Zeugen.

Rechtsschutzversicherungs-Arten:
Rechtschutzversicherungen gibt es in vielen verschiedenen Bereichen, wie Privat-, Berufs-, Verkehr-, Mieter- oder Vermieterrechtschutz. Doch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Rechtsschutzversicherung ist kein absolutes Muss. Jedoch wird sie immer häufiger empfohlen, da mit einem Rechtsstreit erhebliche Kosten verbunden sind. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten, die bei einem Rechtsstreit anfallen, wie Anwalts- oder Gerichtskosten, Ausgaben für Gutachten oder für Zeugen.</em></p>
<p><em><span id="more-313"></span></em></p>
<h2>Rechtsschutzversicherungs-Arten:</h2>
<p>Rechtschutzversicherungen gibt es in vielen verschiedenen Bereichen, wie Privat-, Berufs-, Verkehr-, Mieter- oder Vermieterrechtschutz. Doch nicht alle Rechtsgebiete sind zwingend für einen notwendig. Es sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob eine Einzelpolice nicht ausreicht, da dies billiger ist.</p>
<p>Eine Rechtschutzversicherung greift nicht bei vorsätzlichen Straftaten wie Diebstahl, Raub oder Mord. Auch Kauf und Bau von Immobilien oder beim Erben gibt es keinen Schutz über diese Versicherung (<a href="http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/ratgeber_geld/541025/Rechtsschutz-Das-ist-wichtig.html">RP-online</a>) . Das gleiche gilt bei Scheidung und Unterhaltsstreitigkeiten.</p>
<h3><strong>Privatrechtsschutz: </strong></h3>
<p>Sie deckt etwa Straf- und Bußgeldverfahren ab, Streit mit Nachbarn, Streitigkeiten um Kauf- und Reparaturverträge, um Steuer- und Sozialrechtsangelegenheiten oder teilweise auch das Einklagen von Studienplätzen (<a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/rechtsschutz/leistungausschluesse_aid_12976.html">Focus</a>).</p>
<h3><strong>Verkehrsrechtschutz:</strong></h3>
<p>Dieser Versicherung ist ratsam für jeden, egal ob viel Auto gefahren wird oder nicht, da man selbst als Fußgänger in einen Unfall verwickelt sein kann. Abgesichert ist etwa der Prozess nach dem Unfall oder Streit nach dem Autokauf.</p>
<p>Auf einen Verkehrsrechtschutz kann verzichtet werden, wenn bereits eine Absicherung durch einen Auto-Club vorgenommen wurde. Oder wenn alle Autos immer noch auf die Eltern angemeldet sind, kann dieser ebenfalls Beitrag gespart werden.</p>
<h3><strong>Berufsrechtschutz:</strong></h3>
<blockquote><p>Anders als in anderen Rechtsgebieten, wo der Verlierer vor Gericht am Ende für die Anwaltskosten beider Parteien aufkommen muss, zahlt vor dem Arbeitsgericht zumindest in der ersten Instanz jede Seite für sich selbst, auch wenn der Prozess gewonnen wird.</p></blockquote>
<p>Gerade in Zeiten von Wirtschaftskrisen kann sich eine Berufsrechtsschutzpolice lohnen, da sie zum Beispiel Rechtsschutz beim Aufhebungsvertrag bietet. Dazu hin muss die Rechtsschutzversicherung auch für Rechtsberatung im Vorfeld einer Kündigung sorgen und nicht erst dann, wenn es bereits zur Kündigung gekommen ist (siehe <a href="http://www.swr.de/swr4/bw/ratgeber/geld/-/id=258178/nid=258178/did=4213726/v4etbb/">SWR</a>). Auch sind Verhandlungen über Abfindung, Zeugnis, Krankenkassendetails und Prozesskosten miteinbegriffen. Laut Finanztest gibt es den meisten Streit im Job. Aus diesem Grund sollte dieser Bereich abgesichert werden.</p>
<p><strong>Mieter- oder Vermieter-Rechtsschutz</strong><strong>:</strong></p>
<p>Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter stehen an zweiter Stelle auf der Liste der häufigsten Rechtsprobleme (<a href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/524542.phtml">WDR</a><a href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/524542.phtml"></a>). Einzeln seien diese Policen sehr teuer, als Zusatzschutz zu einer Privatrechtsschutzversicherung allerdings schon eher erschwinglich. Der WDR empfiehlt, über eine Mitgliedschaft etwa in einem Mieterverein nachzudenken, da so Geld gespart werden könne.</p>
<h2><strong>Checkliste</strong> (vgl. <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/rechtsschutz/rechtsschutz-nicht-ohne-diese-klauseln_aid_378497.html">Focus</a>):</h2>
<p>Auf bestimme Vertragsklauseln sollte geachtet werden, wie&#8230;..</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> <em>Schadenszeitpunkt:</em> Der Zeitpunkt des Schadensereignisses sollte maßgeblich sein. Ansonsten kann sich der Versicherer darauf berufen, dass die Ursache vor Vertragsbeginn lag und nicht zahlen.</li>
<li> <em>Wartezeit:</em> Abgesehen vom Verkehrs- und Strafrechtschutz springen Versicherer frühestens drei Monate nach Vertragsabschluss ein, viele erst nach einem halben Jahr. Je früher der Schutz greift, umso besser.</li>
<li> <em>Deckungssumme:</em> Diese Summe sollte bei ca. 250.000 EUR liegen</li>
<li> <em>Stichentscheid:</em> Gezahlt werden nur für Fälle, wenn auch tatsächliche Erfolgschancen bestehen. Ein Vertrag mit Stichentscheid ist meist für den Versicherungsnehmer positiv. „Winkt ein Versicherer ab, entscheidet im Zweifel der Anwalt, wie positiv die Erfolgsaussichten sind, und kein Schiedsgericht, das meist vom Versicherten gezahlt werden muss&#8221;.</li>
</ul>
<h2>Testergebnisse</h2>
<h3>Stiftung Warentest:</h3>
<h4>Allround-Produkte:</h4>
<p>Finanztest August 2009 hat die Policen auf Verbraucherfreundlichkeit geprüft, die Schutz im Arbeits-, Privat-, Verkehrs- und Mietrecht bieten. In diesem Fall lag die Selbstbeteiligung bei 150 EUR.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-322 aligncenter" src="http://finanzkommune.de/files/2009/09/rects1.jpg" alt="rects1" width="697" height="265" /></p>
<p>Wer wissen will, wie Anwälte die Versicherer sehen, kann dies auf der Seite <a href="http://www.rsv-blog.de/">www.rsv-blog.de</a> nachlesen. Hier tummeln sich vor allem Rechtsanwälte, die ihre Erfahrungen mit den Unternehmen.  Es gibt auch unter den Versicherern schwarze Schafe, von denen mal als Neukunde besser die Finger lässt. Nicht zu empfehlen seien daher Arag, Roland und Concordia</p>
<h4>Verkehrsrechtschutzversicherungen:</h4>
<p>Die Finanztestausgabe Juli 2007 empfiehlt für reine Verkehrsrechtschutzversicherung die Huk 24, Direkt Line, WGV, Deurag und Bruderhilfe.</p>
<h3>Deutsches Institut für Service und Qualität:</h3>
<p>Das <a href="http://www.disq.de/studien.html">Deutsche Institut für Service-Qualität</a> hat im Februar 2009 22 Versicherer untersucht, welche die Kombi  aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz anbieten. Die Selbstbeteiligung lag bei 150 EUR.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-328 aligncenter" src="http://finanzkommune.de/files/2009/09/rechst3.jpg" alt="rechst3" width="433" height="202" /></p>
<p>Die WGV wurde Gesamtsieger des Tests vor DMB und Allrecht. Rechtsschutz Union bot die beste Versicherungsausstattung.</p>
<h3>Morgen&amp;Morgen:</h3>
<p><a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/rechtsschutz/rechtsschutz-was-leistungsstarke-policen-kosten_aid_378499.html">Focus online</a> beruft sich auf die Aussagen von dem unabhängigen Analystenhaus Morgen&amp;Morgen und auf deren Empfehlungen.</p>
<p>Untersucht wurden die Beiträge und Leistungen für eine 30 jährigen Familienvater, im nicht öffentlichen Dienst beschäftigt. Die Versicherungssumme ist bei allen Fällen bei mindestens 300.000 EUR festgesetzt. Die Selbstbeteiligung liegt bei höchstens 250 EUR.</p>
<h4>Allroundschutz:</h4>
<p>Für den <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/rechtsschutz/rechtsschutz-was-leistungsstarke-policen-kosten_aid_378499.html?interface=table&amp;id=378499&amp;ao_id=124725">Allroundschutz</a> (Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtschutz sowie Wohnungs- und Grundstücks-Rechtschutz) sind Stichentscheid und Folge-Ereignis-Theorie mitversichert. Hier schnitt die WGV am billigsten ab (178 EUR), gefolgt von Deutscher Mieterbund Rechtsschutz Versicherung, Badische Rechtsschutzversicherung, D.A.S. und Asstel.</p>
<h4>Privat, Berufs und Verkehrsrechtschutz:</h4>
<p>Die besten Versicherer für <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/rechtsschutz/rechtsschutz-was-leistungsstarke-policen-kosten_aid_378499.html?interface=table&amp;id=378499&amp;ao_id=124740">Privat, Berufs und Verkehrsrechtschutz</a> mit einer Mitversicherung von Stichentscheid und Folge-Ereignis-Theorie seien die WGV (142 EUR), Badische Rechtsschutzversicherung, Concordia, Deutscher Mieterbund Rechtsschutz Versicherung und D.A.S.. Die WGV ist mit ihrem Beitragssatz von 142 EUR wieder der billigste Anbieter.</p>
<h4>Verkehrsschutz:</h4>
<p>Bei einer reinen <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/rechtsschutz/rechtsschutz-was-leistungsstarke-policen-kosten_aid_378499.html?interface=table&amp;id=378499&amp;ao_id=124742">Verkehrsrechtsschutzversicherung</a> empfehle Morgen&amp;Morgen die Versicherer Huk24, DEVK, Huk Coburg, Asstel und Jurapartner. Bei Huk24 lag die Jahresprämie bei 60 EUR und ist somit das günstigste Angebot.</p>
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		</item>
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		<title>Versicherungsguide für Absolventen:</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/08/versicherungsguide-fur-absolventen/</link>
		<comments>http://finanzkommune.de/2009/08/versicherungsguide-fur-absolventen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 15:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Sobald das Studium beendet wird, kommt auf den Absolvent die Frage zu, welche Versicherungen unbedingt abgeschlossen werden müssen. Die Versicherung über die Eltern ist mit der Exmatrikulation nicht mehr möglich. Mit dem Einstieg in das Berufsleben ist man zwar sozialversichert, aber das ist nicht mehr als eine Grundvorsorge. Daher lässt es sich nicht umgehen, zusätzliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sobald das Studium beendet wird, kommt auf den Absolvent die Frage zu, welche Versicherungen unbedingt abgeschlossen werden müssen. Die Versicherung über die Eltern ist mit der Exmatrikulation nicht mehr möglich. Mit dem Einstieg in das Berufsleben ist man zwar sozialversichert, aber das ist nicht mehr als eine Grundvorsorge. Daher lässt es sich nicht umgehen, zusätzliche Versicherungen abzuschließen und auch an die private Altersvorsorge zu denken.</em></p>
<p><span id="more-270"></span></p>
<h2>Einführung:</h2>
<p>Dieser Artikel gliedert sich in drei Bereiche:</p>
<p>1)      <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/versicherungsguide-fur-absolventen/#must">Unbedingt erforderliche Versicherungen:</a></p>
<p>2)      <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/versicherungsguide-fur-absolventen/#optional">Optionale Versicherungen:</a></p>
<p>3)      <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/versicherungsguide-fur-absolventen/#privat">Private Altersvorsorge:</a></p>
<p>Am Ende eines jeden Punktes wird eine Empfehlung abgegeben. Bei extrem wichtigen Versicherungen oder Altersvorsorgeprodukten werden fünf Plusse &#8220;+++++&#8221; vergeben, bei nicht empfehlenswerten ein Plus &#8220;+&#8221;.<br />
<a name="must"></a></p>
<h2><strong>„Must have&#8221; Versicherungen:</strong></h2>
<p>Die absolut notwendigen Versicherungen sind unter diesen Punkt beschrieben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Krankenversicherung:</strong></h3>
<p style="padding-left: 30px">Eine Krankenversicherung      bietet Schutz vor den Kosten, welche durch ärztliche Behandlung entstehen      können. Dabei können sich gewaltige Rechnungen summieren, die aus eigener      Hand gar nicht zu zahlen sind. Aus diesem Grund ist einen      Krankenversicherung, ob privat oder gesetzlich, ein Muss.</p>
<p style="padding-left: 30px">Absolvent: Wird das      Studium vor der Vollendung des 25. Lebensjahres abgeschlossen, ist eine      Mitversicherung über die Familie ab der Exmatrikulation nicht mehr möglich.      Falls man nach dem 25. Lebensjahr sein Studium abgeschlossen hat, fällt man      auch aus der studentischen Krankenversicherung. Somit muss auf jeden Fall      eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden.</p>
<p style="padding-left: 30px">Grundsätzlich stellt sich      die Frage, ob eine private Krankenversicherung (PKV) oder eine gesetzliche      Krankenversicherung (GKV) abgeschlossen werden soll. Um eine PKV      abschließen zu können, muss man jedoch 3 Jahre über 48.600 EUR/Jahr verdient      haben. Falls dies zutrifft, ist nach dem Studium ist eine PKV relativ      billig, jedoch wird diese Versicherung mit einer Familie teuer, da es hier      keine Familienversicherung wie bei GKV gibt. Ferner ist zu bedenken, dass      der Wechsel von einer PKV in eine GKV kaum möglich ist. Ein Kompromiss      wäre eine GKV mit einer Privaten Zusatzversicherung (Krankenhaus und      Zahnersatz).</p>
<h3><strong>Private Haftpflichtversicherung:</strong></h3>
<p style="padding-left: 30px">Eine private      Haftpflichtversicherung tritt dann ein, wenn Dritten unabsichtlich Schäden      zugefügt werden. Im Schadensfall haftet man nicht mit seinem eigenen      Vermögen, und aus diesem Grund ist die private Haftpflichtversicherung ein absolutes      „must have&#8221;.</p>
<p style="padding-left: 30px">Studenten sind normalerweise über die Eltern haftpflichtversichert. Bei den meisten Versicherungen ist der Schutz über die Eltern bis zum Ende der ersten Ausbildung möglich (bei einigen Versicherern begrenzt auf das 25. Lebensjahr). Jedoch erlischt dieser Schutz mit der Exmatrikulation.</p>
<p style="padding-left: 30px">Eine Private Haftpflichtversicherung mit sehr gutem Schutz können alleinstehende Absolventen schon für 50 EUR im Monat abschließen. Genaue Informationen, welche Klauseln die Versicherung beinhalten sollte, gibt es unter <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/private-haftpflichtversicherung/">Finanzkommune &#8220;Private Haftpflichtversicherung&#8221;</a>. Dort werden auch die besten Versicherer laut Finanztest genannt.</p>
<h3><strong>Berufsunfähigkeitsversicherung:</strong></h3>
<blockquote>
<p style="padding-left: 30px">Statistisch gesehen trifft eine Berufsunfähigkeit bis zum Alter von 65 Jahren 43% der heute 20-jährigen Männern und 38% der 20-jährigen Frauen (vgl. <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/28002/umfrage/wahrscheinlichkeit-der-berufsunfaehigkeit-bis-zur-rente-mit-65/">Statista</a>).</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 30px">Von staatlicher Seite wurde die Berufsunfähigkeits-Rente durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Die Erwerbsminderungsrente liegt im Höchstsatz bei 750 EUR, was zum Leben auf jeden Fall zu wenig ist. Um den Höchstsatz zu bekommen, muss man sich nicht mehr rühren können. Ansonsten wird verlangt, dass jede X-beliebige Arbeit ausgeführt wird, bevor die Erwerbsminderungsrente gezahlt wird. Übertragen auf den Absolvent heißt das, dass er nach einem Bandscheibenvorfall nicht mehr im Büro arbeiten kann, sondern als Nachtwächter sein Geld verdienen muss. Eine BU-Versicherung tritt mit dem Verzicht der Klausel „Abstrakte Verweisung&#8221; auch dann schon ein, wenn der bisher ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeführt werden kann.  Somit trägt eine BU-Versicherung dazu bei, den Lebensstandart einigermaßen halten zu können und ist daher ein „Must&#8221;. Der Absolvent hat sogar noch den Vorteil, dass er im Normalfall in die beste Risikoklasse kommt, und aufgrund der guten Berufschancen und eines niedrigen Verletzungsrisikos niedrige Beiträge zahlt.</p>
<p style="padding-left: 30px">Es wird empfohlen, eine BU-Versicherung über 70% des Nettoeinkommens abzuschließen, was bei Absolventen meist zwischen 1.500-2.000 EUR liegt. Ausführliche Informationen, was unbedingt in einem BU-Vertrag stehen muss, gibt es in dem weiterführenden Artikel <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/berufsunfaehigkeits-versicherung/">„Berufsunfähigkeit&#8221;</a>.</p>
<p style="padding-left: 30px">Bei einem Basisschutz von 2.ooo EUR mit Versicherungsnehmer-freundlichen Klauseln kostet eine BU-Versicherung für Männer um die 450 EUR im Jahr, Frauen legen nochmals 100 EUR drauf. Dies allerdings nur unter diesen Annahmen: Nichtrauchertarif, Schutz bis 65 Jahre, Abschlussalter 25 Jahre, angenommene kaufmännische Tätigkeit. Diese Angaben beruhen auf „Cosmos direkt&#8221;, welche meiner Meinung nach, die zurzeit günstigsten Angebote auf dem Markt hat. Testsieger von Stiftung Warentest gibt es ebenfalls im Artikel <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/berufsunfaehigkeits-versicherung/">„Berufsunfähigkeit&#8221;</a>.</p>
<p style="padding-left: 30px">
<p style="padding-left: 30px">
<p><a name="optional"></a></p>
<h2 style="padding-left: 30px">Optionale Versicherungen:</h2>
<h3>Risiko-Lebensversicherung:</h3>
<blockquote><p>Für Absolventen kommt die Risiko-Lebensversicherung vorerst wahrscheinlich nicht in Frage, außer es stehen konkrete Familienplanungen an. Das ist eine typische Versicherung, die sich auch noch mit 30-35 Jahren abschließen lässt, falls dann die Notwendigkeit eintritt.</p></blockquote>
<p>Eine Risiko-Lebensversicherung soll den Todesfall absichern und den Hinterbliebenen über das gröbste hinweghelfen. Diese Versicherung darf nicht mit einer Kapitalanlage verwechselt werden. Sie zahlt wirklich nur, wenn es zum Todesfall kommt. Eine Risiko-Lebensversicherung macht besonders dann Sinn, wenn es jemand es jemand zum Absichern gibt, wie ein Ehepartner und Kinder.</p>
<p>Es wird empfohlen, die Versicherungssumme auf das 4-5 fache des Jahresgehalts festzulegen. Der jährliche Beitrag (Versicherungssumme von 150.000 EUR, Versicherungsabschluss 35 Jahre, Nichtrauchertarif), liegt bei Männer bei ca. 250-300 EUR, bei Frauen ist dies leicht billiger. Mehr dazu unter <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/risikolebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/">Finanzkommune Risiko-Lebensversicherung</a>.</p>
<p><strong><em>Empfehlung Risiko-Lebensversicherung für alleinstehende Absolventen:</em> +</strong></p>
<p><strong><em>Empfehlung </em></strong><strong><em>Risiko-Lebensversicherung </em></strong><strong><em>sobald konkret Familie geplant ist:</em> ++++</strong></p>
<h3>Unfallversicherung:</h3>
<blockquote><p>Ca. 90% aller Fälle von Berufsunfähigkeit kommen nicht durch einen Unfall, sondern durch eine Krankheit zustande. Aus diesem Grund ist die Berufsunfähigkeits-Versicherung ein „Must&#8221; und nicht die Unfallversicherung (vgl. <a href="http://www.vorsorge-und-finanzen.de/Ratgeber-Berufsunfaehigkeit/070529-Unfallversicherung-gegen-Berufsunfaehigkeit.html">Vorsorge&amp;Finanzen</a>).</p></blockquote>
<p>Die Unfallversicherung tritt bei Unfällen ein, die eine bleibende Behinderung  zur Folge haben. Die Versicherung zahlt hierzu eine einmal Summe aus. Sinnvoll ist eine Unfallversicherung nur für Personen, die keine anerkannte Berufstätigkeit ausüben (Hausfrau, Student&#8230;). Diese Personengruppe hat keinen Anspruch auf eine gesetzliche Rente bzw. können aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung keine Rentenansprüche geltend machen (<a href="http://www.br-online.de/bayern3/ratgeber-und-geld/versicherungs-special-DID1217406118421/versicherung-unfall-unglueck-ID1195396243.xml">BR-online</a>). Für alle anderen, auch für Absolventen, ist eine Berufsunfähigkeits-Versicherung essentieller, weil sie neben dem Risiko Unfall auch das Risiko Krankheit abdeckt.</p>
<p><strong><em>Empfehlung Unfallversicherung:</em> +</strong></p>
<h3><strong><strong>Rechtschutzversicherung:</strong></strong></h3>
<p><strong> </strong>Eine Rechtschutzversicherung ist nicht unbedingt erforderlich. Allerdings müssen bei einem Rechtstreit mit dem Arbeitgeber, Vermietern oder im Straßenverkehr große Summe aufgewendet werden. Eine Rechtschutzversicherung übernimmt diese Ausgaben, wie Anwalts- oder Gerichtskosten, Ausgaben für Gutachten oder für Zeugen.</p>
<p>Trotzdem sollte sich der Absolvent überlegen, welche Rechtschutzversicherung er wirklich braucht. Je weniger versichert wird, umso billiger ist die Versicherung. Es gibt Privat, Berufs, Verkehrs und Mieter/Vermieter Rechtschutzpolicen.</p>
<p>Ein Verkehrsrechtschutz lohnt sich auf alle Fälle, selbst wenn kein eigenes Fahrzeug besessen wird. Kosten pro Jahr liegen hier bei etwa 60 EUR (Huk 24). Wenn das Auto noch über die Eltern als Zweitwagen abgesichert ist, ist man in den meisten Fällen über die Police der Eltern versichert. Eine Berufsrechtsschutzversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn Entlassungen anstehen. In der derzeitigen Wirtschaftslage kann ein Rechtsschutz ein wertvolles Plus bei Aufhebungsverträgen oder angestrebten Kündigungen geben. Oft wird diese Police zusammen mit dem Privatrechtschutz angeboten und ist bei der WGV für 120 EUR/Jahr zu haben. Mieter und Vermieterrechtschutz ist meist relativ teuer und wird als Zusatzversicherung angeboten. Hier sollte allerdings überlegt werden, ob es tatsächlich nötig ist. Natürlich gibt es auch Rechtschutzversicherungen die alle Bereiche versichern. Die billigste, noch empfehlenswerte Kombi ist von der WGV mit 142 EUR, plus Mieter/Vermieterrechtschutz 37 EUR.</p>
<p>Genaue Testergebnisse und Informationen für die unterschiedlichen Rechtschutzversicherungsbereiche gibt es unter <a href="http://finanzkommune.de/2009/09/rechtsschutzversicherung/">Finanzkommune „Rechtsschutzversicherung&#8221;</a>.</p>
<p><strong><em>Empfehlung Rechtschutzversicherung: +++</em></strong><br />
<a name="privat"></a></p>
<h2><strong>Private Altersvorsorge:</strong></h2>
<blockquote><p><a href="http://www.karriere.de/beruf/die-finanzen-in-den-griff-bekommen-7003/">Karriere.de</a> empfiehlt mindestens 10% seines Nettogehalts in die private Altersvorsorge zu stecken. Zwischen 25 und 30 Jahren solle man spätestens anfangen, in seine Altersvorsorge zu investieren.</p></blockquote>
<p>50 % der Versicherten in einer gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zwischen 20 und 35 Jahren haben Rentenansprüche von weniger als 958 Euro - das entspricht einer Ersatzquote von weniger als 36,1 Prozent (siehe <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640519,00.html">Spiegel</a>). Aus diesem Grund ist die private Altersvorsorge gerade bei Absolventen essentiell.</p>
<p>Ansonsten gehen wertvolle Zinseffekte verloren. Experten von Finanztest gehen davon aus, dass im Alter  80 % des letzten Nettogehalts zur Verfügung stehen sollten (siehe <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Altersvorsorge/1163087/1163087/1164197/">Finanztest</a>). Finanztest hat ebenfalls einen <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/rechner/-Altersversorgung/1587881/1587881/">Renten-Rechner</a> erstellt, mit welcher Summe fürs Alter privat vorgesorgt werden sollte.</p>
<h3>Riester Rente:</h3>
<p style="padding-left: 30px">&#8220;Riestern&#8221; darf      jeder, der Beiträge in die Rentenversicherung zahlt. Wenn 4% des      Vorjahreseinkommens (max. 2.100 EUR) eingezahlt werden, gibt es nochmals      154 EUR vom Staat drauf. Für Kinder, die nach 2008 geboren werden, gibt es      pro Kind nochmals 300 EUR. Der große Vorteil am „Riestern&#8221; ist die      Garantie, dass zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge und      die staatlichen Zulagen voll zur Verfügung stehen. Ausführliche Infos zur Riester-Rente      gibt es in einem weiterführenden <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/">Artikel</a>.</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong><em>Empfehlung Riester-Rente:</em> +++++</strong></p>
<h3>Rürup Rente:</h3>
<p style="padding-left: 30px">Falls die      Riester-Rente aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses nicht möglich ist,      kann man sich eine Rürup Rente überlegen. Hier werden sozialversicherungspflichtig      Beschäftigte (zum Beispiel Selbständige) vom Staat bei der Altersvorsorge      steuerlich begünstigst.</p>
<p style="padding-left: 30px">Bei der Rürup-Rente können Alleinstehende den Höchstbetrag von 20.000 EUR, Ehepaare 40.000 EUR jährlich einzahlen, um die volle Steuererleichterung zu bekommen. Diese Summe wird steuerlich begünstigt, da sie als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer angerechnet werden und so dass zu versteuernde Einkommen mindern. Bis 2025 können die Beiträge nur zu einem bestimmten Prozentsatz von der Steuer abgezogen werden (siehe <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/rurup-rente/">Finanzkommune Rürup-Rente</a>).</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong><em>Empfehlung Rürup-Rente falls Selbständig:</em> +++</strong></p>
<h3>Immobilienkauf:</h3>
<p style="padding-left: 30px">Im Alter      mietfrei zu wohnen, dass ist der hauptsächliche Grund, warum eine      Immobilie gekauft wird. Somit erhöht sich im Alter die Rente, da keine      Miete gezahlt werden muss. Auch ein Verkauf ist in attraktiven      Wohngegenden kein Problem und es ist auch davon auszugehen, dass die      Immobilie nicht an Wert verliert. Vor allem Häuser und Wohnungen im      ländlichen Raum werden weiter an Wert verlieren, dagegen wird es      Wohnungsnot geben und somit auch Preissteigerungen (siehe <a href="http://www.zeit.de/2008/37/F-Deutsche-Immobilien?page=2">Zeit</a>).      Um ein Immobilienkauf finanzieren zu können, lohnt es sich für Absolventen      vielleicht ein <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/bausparen/">Bausparvertrag</a> abzuschließen.</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong><em>Empfehlung Immobilienkauf:</em> +++++</strong></p>
<h3>Betriebliche Rentenversicherung:</h3>
<blockquote>
<p style="padding-left: 30px">Die <a href="http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/geld/altersvorsorge/betriebliche_altersvorsorge.html">Verbraucherzentrale Bremen</a> empfiehlt „Ohne Extraleistungen des Arbeitgebers ist es in der Regel empfehlenswert, zunächst die Fördermöglichkeiten der „Riester&#8221;-Rente auszuschöpfen und erst danach - wenn noch finanzieller Spielraum besteht - die Betriebliche Rentenversicherung zu nutzen&#8221;.</p>
</blockquote>
<p style="padding-left: 30px">Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge werden durch den Arbeitgeber      oder durch die Entgeltumwandlung durch den Arbeitnehmer geleistet (vgl. <a href="http://www.monetos.de/altersvorsorge/betriebliche-altersvorsorge/"> Monetos</a>).      Hierzu muss der Arbeitnehmer einen Gehaltsanteil in die eigene      Altersvorsorge finanzieren, damit es zu einer steuerlichen Förderung kommt.      Dies bedeutet, dass ein Teil des Gehaltes, meist sind dies Sonderzahlungen      wie Weihnachts-, Urlaubsgeld etc., dafür genutzt wird, um für die private      Rente zu sparen. Die Abwicklung erfolgt zwischen Firma und einem      Finanzdienstleistungsunternehmen. Attraktive Arbeitgeber bezuschussen      sogar noch die Altersvorsorge der Mitarbeiter. Auch hier gibt es einen      garantierten Zinssatz von 2,25%.</p>
<p style="padding-left: 30px"><a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Betriebliche-Altersvorsorge/1614906/1614906/1615314/">Finanztest</a> schließt sich der Meinung der Verbrauchezentrale an. Aber die Betriebsrente sei attraktiver als beispielsweise eine private Rentenversicherung.</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong><em>Empfehlung Betriebliche Rentenversicherung:</em> ++++</strong></p>
<h3>Kapitallebensversichrungen:</h3>
<p style="padding-left: 30px">Bei Vertragsabschluss wird festgelegt,  wer im Todesfall von der Versicherung      einmalig eine bestimmte Geldsumme (&#8221;Todesfallleistung&#8221;) erhält. Im      „Erlebensfall&#8221; bekommt der Versicherungsnehmer am Ende der      Vertragslaufzeit von seinem Versicherer eine Geldsumme, die sich aus einem      garantierten und einem variablen Teil zusammensetzt.      Kapital-Lebensversicherungen sind eine sichere Anlage, da meist in      festverzinsliche Wertpapiere investiert wird. Allerdings wird nicht auf      die ganze eingezahlte Summe Ertragszinsen gezahlt. Viel Geld geht für      Provisionen, dem Todesfallschutz und sonstigen Gebühren verloren, und die      Rendite ist daher massig. Allenfalls ist eine Kapitallebensversicherung      eine sinnvolle Anlage, wenn nicht vorzeitig gekündigt wird. Von Verbraucherschützern      und dem „Finanztest&#8221; wird sie nicht empfohlen. Näheres gibt es unter      <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/">Finanzkommune Kapital-Lebensversicherung</a>.</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong><em>Empfehlung Kapital-Lebensversicherung:</em> ++</strong></p>
<p style="padding-left: 30px">
<p><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://finanzkommune.de/2009/08/versicherungsguide-fur-absolventen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Private Haftpflichtversicherung</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/08/private-haftpflichtversicherung/</link>
		<comments>http://finanzkommune.de/2009/08/private-haftpflichtversicherung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 16:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Private Haftpflichtversicherung gehört laut „Finanztest&#8221; zu den vier unbedingt erforderlichen Versicherungen. Eine private Haftpflichtversicherung greift dann, wenn anderen oder dessen Eigentum unabsichtlich Schaden zugefügt wird. Wer in Deutschland einen Schaden verursacht, haftet für dessen Folgen unbegrenzt mit seinem Privatvermögen. Krankenhaus- und Pflegekosten, sowie eventuelles Schmerzensgeld an den Verletzten und lebenslange Renten können auf einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Private Haftpflichtversicherung gehört laut „<a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Versicherungs-Check/1770688/1770688/1775273/1775593/">Finanztest</a>&#8221; zu den vier unbedingt erforderlichen Versicherungen. Eine private Haftpflichtversicherung greift dann, wenn anderen oder dessen Eigentum unabsichtlich Schaden zugefügt wird. Wer in Deutschland einen Schaden verursacht, haftet für dessen Folgen unbegrenzt mit seinem Privatvermögen. Krankenhaus- und Pflegekosten, sowie eventuelles Schmerzensgeld an den Verletzten und lebenslange Renten können auf einen zukommen. Diese Kosten sind aus eigener Hand oft nicht zu zahlen und daher wird eine Private-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Um bei der Auswahl der privaten Haftpflichtversicherung einen roten Faden zu haben, wurde eine Checkliste zusammengestellt, welche sinnvolle Klauseln beinhaltet. Empfehlungen, welche Versicherer einen optimalen Schutz bieten, sind ebenfalls Inhalt des Artikels.</em></p>
<p><em><span id="more-259"></span><br />
</em></p>
<h2>Wer braucht eine Private-Haftpflichtversicherung?</h2>
<p>Die Versicherung springt  nicht bei Verwandten ersten Grades, wie Eltern, Großeltern oder Geschwistern und erwachsenen Kinder ein.</p>
<p>Daher brauchen eine eigene Haftpflichtversicherung diejenigen, (siehe <a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7590959,00.html">ZDF</a>)</p>
<ul type="disc">
<li>die das 27. Lebensjahr      vollendet haben (auch wenn noch im Elternhaus lebend)</li>
<li>die eine eigene Wohnung offiziell      allein bewohnen</li>
<li>die mit ihrem Lebenspartner in      einer eigenen Wohnung leben, wenn keiner von beiden eine      Haftpflichtversicherung besitzt</li>
<li>die den Bundeswehr- bzw.      Zivildienst beendet haben bzw. Berufs- oder Zeitsoldat sind</li>
<li>Auszubildenden und Studenten,      die vorher schon einmal berufstätig waren</li>
<li>Berufstätigen, die nicht mehr      in der Ausbildung sind</li>
</ul>
<p>Ansonsten kann man sich durch die Eltern, Partner mitversichern lassen. Familien, Eheleute und unverheiratete Paare kommen mit einem Vertrag aus, wenn in der gleichen Wohnung gewohnt wird, und der Name des Mitversicherten im Vertrag angegeben ist.</p>
<h2>Charakteristika:</h2>
<blockquote><p>Der Schutz der Privaten Haftpflichtversicherung betrifft nur zivilrechtlichen Folgen, wie den Schadenersatz. Bei strafrechtlichen Folgen, wie zum Beispiel ein Bußgeld, springt diese Versicherung nicht ein (siehe <a href="http://www.monetos.de/versicherung/privathaftpflichtversicherung/haftung/">Monetos</a>).</p></blockquote>
<p>Die Haftpflichtversicherung greift nur wenn Schäden nicht vorsätzlich herbeigeführt werden. Auch bei Schäden an gemieteten, geliehenen und gepachteten Sachen sowie Schäden infolge einer Berufsausübung zahlt die Versicherung meist nicht (<a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7590959,00.html">ZDF</a>). Wenn also ein PC von einem Freund ausgeliehen wird, und Wasser über den PC geschüttet wird, greift die Versicherung nicht. Eine private Haftpflichtversicherung haftet nur im privaten Kontext. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind meist vom Versicherungsschutz ausgenommen, aber mittlerweise springen einige Versicherungen in diesem Fall ein (vgl. <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/haftpflicht/haftpflichtversicherung-welche-gestaltungsmoeglichkeiten-sich-bieten_aid_305208.html">Focus</a>). Falls man Mitglied in einem Verein ist, ist man oft darüber schon abgesichert.</p>
<p>Falls bei der Haftpflichtversicherung andere Personen mitversichert werden (Partner, Familie) sind hier gegenseitige Ansprüche im Normalfall nicht gegeben. Verletzt ein Mann seine Frau, besteht eigentlich Schadensersatz. Da beide den gleichen Vertrag haben, geht hier die Frau leer aus. Dazuhin können Kranken- und Rentenversicherer oder der Arbeitgeber des geschädigten Partners in diesem Fall Regress beim Unfallverursacher nehmen (vgl. <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/haftpflicht/haftpflichtversicherung-wie-sich-familien-versichern-muessen_aid_305210.html">Focus</a>). Daher ist es wichtig im Vertrag solche Regressansprüche mit einzuschließen.</p>
<h2>Checkliste Private Haftpflichtversicherung:</h2>
<h3>Wichtige Klauseln (in Anlehnung an Finanztest 8/2008):</h3>
<ul>
<li>Die <em>Deckungssumme</em> sollte bei 5-10 Mio. EUR liegen. Altverträge gehen oft nur über 3 Mio. EUR. Falls es aber doch zum Unfall kommt, könnten 3 Mio. EUR nicht ausreichen. Für unwesentlich höhere Beiträge, bekommt man jedoch schon eine Deckungssumme von 10. Mio. EUR.</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine <em>Ausfallversicherungsklausel, auch  Forderungsausfalldeckung</em> genannt, hat ebenfalls großen Nutzen. Sie springt dann ein, wenn jemand einen Unfall verursacht, derjenige selbst keine Versicherung hat und auch nicht zahlen kann. In diesem Fall streckt die eigene Versicherung das Geld vor und ersetzt den Schaden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ein Grundschutz für <em>Computervieren</em> sollte enthalten sein. Falls Computervieren unabsichtlich Schaden anrichten, zahlt die Versicherung.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Häusliche Abwässer</em>: Schäden die ein verstopftes Rohr oder sonstige häusliche Abwässer anrichten, sollten auch in der Versicherung enthalten sein.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Lagerung von gewässerschädigenden Substanzen:</em> Eine Versicherungsschutz sollte bestehen, wenn Gewässer oder Grundwasser verschmutzt werden (z. Bsp. durch Streichen der Wohnung).</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Auslandsschutz:</em> Im Ausland sollte der gleiche Schutz wie im Inland gelten, dies mindestens für ein Jahr.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Ferienwohnung im Ausland</em>: Wird im Ausland eine Ferienwohnung gemietet muss der u.A. der Streupflicht nachgekommen werden. Falls dies versäumt wird und jemand stürzt, dann zahlt die Versicherung.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Mietschutz:</em> Hier ist der Versicherte abgesichert, wenn er ein Objekt mietet. Allerdings gilt die Versicherung nicht für Glas oder Heizungsschäden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Grundsätzlich ist der <em>Verlust von Schlüssel</em> nicht abgedeckt. Wohnt man allerdings in einer Mietwohnung, macht es Sinn, den Verlust von Schlüssel mitversichern zu lassen. Oft ist hier ein Selbstbehalt von 150-250 EUR vorgesehen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Allmählichkeitsschäden: </em>Unter Allmählichkeitsschäden versteht man bei der Haftpflichtversicherung die allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen oder Feuchtigkeit sowie Rauch, Ruß, Staub und dergleichen (<a href="http://www.preiswerte-privathaftpflichtversicherung.de/lexikon/allmaehlichkeitsschaeden.htm">www.preiswerte-privathaftpflichtversicherung.de</a>). Zum Beispiel bei Schimmelbildung durch hohe Luftfeuchtigkeit, tritt die Versicherung ein. Der Versicherer zahlt auch dann die Wanderneuerung, wenn der Versicherte aus Versehen eine Wasserleitung anbohrt und mit der Zeit austretendes Wasser einen Schaden verursacht.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Deliktunfähigkeit:</em> Kinder unter 7 Jahre, im Straßen- und Schienenverkehr sogar Kinder unter 10 Jahren, gelten als nicht deliktfähig und müssen im Schadensfall nicht zahlen. Dies gilt allerdings nur, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. In diesem Fall bekommt der Geschädigte kein Geld von der Versicherung. Bei einer Deliktunfähigkeitsklausel verzichtet der Versicherer auf die Prüfung der Aufsichtspflichtverletzung. Jedoch gibt es hier bei den meisten Versicherungen einen Höchstbetrag. Bei Kindern über sechs Jahren werden alle Kosten übernommen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Hüten fremder Hunde und Pferde</em>: Wenn ein fremder Hund oder Pferd gehütet wird und es kommt zu einem Unfall, greift die Versicherung. Diese Klausel muss jedoch extra ausgewählt werden, sonst fließt kein Geld von der Versicherung</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Vorsorgeversicherung:</em> Die bereits bestehende Haftpflichtversicherung dehnt sich automatisch auf Risiken aus, die sich nach Abschluss des Vertrages erweitert haben (Kauf eines Hundes). Von Zeit zu Zeit fragen Versicherungen nach, ob sich was erweitert hat. Dann muss die Ausdehnung der Haftpflicht mitgeteilt werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Regresseinschluss:</em> Verursacht bei zusammenlebenden Paaren, der Partner den Unfall seiner Partnerin (oder andersrum), könnte es zu Regressforderung von Kranken- und Rentenversicherer oder der Arbeitgeber des Geschädigten kommen. Wenn diese Klausel Bestandteil des Vertrags ist, springt die Versicherung bei Regressansprüchen ein.</li>
</ul>
<ul>
<li>Gefälligkeitsschäden: Freiwillige Helfer sind normalerweise nicht mitversichert, wie zum Beispiel Umzugshelfer. Passiert ein Unfall, muss dies aus eigener Hand gezahlt werden. Mittlerweile gibt es aber auch Versicherungen, welche die Klausel miteinschließen und im Bedarfsfall zahlen.</li>
</ul>
<h4><strong>Optional:</strong></h4>
<ul>
<li><em>Tierhaftpflicht:</em> In einer normalen privaten Haftpflichtversicherung werden Schäden erstattet, welche kleine Tiere anrichten (Katze oder Hamster). Bei Hunden, Pferden oder sonstigen wilden Tieren muss eine extra Versicherung abgeschlossen werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Motorboote:</em> Auf diese Klausel sollte geachtet werden, wer ein kleines Motorboot besitzt oder mietet.  Schäden durch ein Surfbrett, sind bei den meisten Versicherungen enthalten.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Gefährliche Sportarten:</em> Die Versicherung gilt meist auch beim Sport wie Inlineskaten und Fahrradfahren. Nicht versichert sind Sportarten wie Sport-, Segel - oder Modellfliegen. Da die Piloten meist einem Verein beigetreten, sind diese darüber versichert. Mannschaftssportler wie Handballer oder Fußballer sind nicht haftbar zu machen.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Heizöltankversicherung:</em> Diese Klausel gilt, wenn der Tank privat genutzt wird und nicht mehr wie 5.000 l. fasst und oberirdisch angebracht ist (Tanks in Kellern gelten als oberirisch). Ansonsten muss eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.</li>
</ul>
<h3>Sonstige Haftpflichtversicherungen:</h3>
<ul>
<li><em>Gewässerschadenhaftpflichtversicherung: </em>Wenn Heizöl ausläuft und Boden und Grundwasser verseucht, übernimmt die Versicherung die Kosten für das Ausbaggern, Abfahren und Entsorgen des verschmutzten Erdreichs als Sondermüll. Eine Versicherungssumme von 3. Mio EUR ist sinnvoll (Finanztest 10/2007). Der Preis der Versicherung hängt von dem Fassungsvolumen des Tanks ab und ob er ober- oder unterirdisch installiert ist. Günstigster Anbieter war Asstel (21,09 EUR), bei einer Versicherungssumme von 3 Mio. EUR und 150 EUR Selbstbeteiligung und einem Tank mit 5000l.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Haus und Grundbesitzer Haftpflichtversicherung:</em> Ein Hausbesitzer muss im Winter regelmäßig streuen oder über eine ausreichende Beleuchtung sorgen. Falls es zum Unfall von Dritten kommt, greift diese Versicherung. Empfohlen wird eine Versicherungssumme von 3 Mio. EUR. Im Finanztest 10/2007 hatten Asstel und Cosmos-Direkt die Nase vorne. Beiträge für ein Einfamilienhaus liegen bei ca. 20-25 EUR (keine Selbstbeteiligung).</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Bauherrenhaftpflicht:</em> Entstehen anderen Personen Schäden durch das Bauvorhaben, kann der Bauherr von diesen in Anspruch genommen werden. Auch wenn für den Bauherr Handwerker und Architekten arbeiten, können diese ihn verklagen, falls es zu einem Schaden kommen sollte. Diese Haftpflichtversicherung sichert gegen solche Ansprüche ab. Hier wird einmal ein Beitrag gezahlt. Eine solche Versicherung kostet zwischen 80-200 EUR, je nachdem wie groß die Bausumme ist.</li>
</ul>
<h2><strong>Testsieger Finanztest:</strong></h2>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Ausgabe 8/2008:</strong></h3>
<p>Finanztest hat in der Ausgabe 8/2008 private Haftpflichtversicherungen untersucht. Um gut und sehr gut abzuschneiden, musste der Basisschutz enthalten sein. Zum Basisschutz zählen: Allmählichkeitsschäden, Computerviren, Häusliche Abwässer, Lagerung von gewässerschädigenden Substanzen, Mieten einer Ferienwohnung im Ausland, Mietsachschäden, Schutz im Ausland und die Vorsorgeversicherung.</p>
<h4><strong>Familien mit Kinder:</strong></h4>
<p>Bei einer Versicherungssumme von 10 Mio. kosteten die Jahresbeiträge zwischen 80-180 EUR.</p>
<p>Alle mit „sehr gut&#8221; bewerteten Versicherungen werden in absteigender Reihenfolge aufgezählt:</p>
<p>Grundeigentümer (Pro Domo Premium), Interrisk (XXL), Haftpflichtkasse Da. (Vario Plus), DBV-Winterthur (Box-Plus Extra), Janitos (Best Selection), Gothaer (Top), Generali (Komfort Plus), Interrisk (XL), VHV (Exklusiv), Bruderhilfe (Classic PH Plus), DBV-Winterthur (Box-Plus Standard), Haftpflichtkasse Da. (Vario Status), Huk24 (Classic PH Plus) @, Huk-Coburg Allg. (Classic PH Plus), Axa (Linie), Bayerischer Vers.verbund (Optimal) und NV (PrivatMaXX 3.0).</p>
<h4><strong>Familien mit Kindern, Öffentlicher Dienst:</strong></h4>
<p>Jahresbeiträge um die 70 EUR.</p>
<p>Mit „Sehr gut&#8221; schlossen ab:</p>
<p>Huk24 (Classic PH Plus) @, Huk-Coburg (Classic PH Plus) ÖD und DBV (Box-Plus Standard) ÖD.</p>
<h4><strong>Seniorentarife: </strong></h4>
<p>Einige Anbieter bieten niedrigere Beiträge für Senioren an. Der Finanztest-Grundschutz muss auch enthalten sein, sowie 10 Mio. EUR Versicherungssumme.</p>
<p>Haftpflichtkasse Da. (Vario Plus) ab 60 und NV (PrivatMaXX 3.0) ab 60.</p>
<h4><strong>Singles:</strong></h4>
<p>Für Singles sind die Beiträge im Normalfall billiger. Allerdings schloss hier kein Anbieter mit „sehr gut&#8221; ab.</p>
<p>Mit „gut&#8221; schlossen in absteigender Reihenfolge ab (Beiträge um 50 EUR):</p>
<p>Haftpflichtkasse Da. (Vario Status), Haftpflichtkasse Da. (Vario Status), Haftpflichtkasse Da. (Vario Status), Grundeigentümer (Pro Domo Komfort), Grundeigentümer (Pro Domo Komfort), WGV Schwäb. Allg. (Komfort) D, Bruderhilfe (Classic), Huk-Coburg Allg. (Classic), Huk24 (Classic) @ und Janitos (Basic).</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Ausgabe 8/2009:</strong></h3>
<p>Die Finanztestausgabe 8/2009 hat Versicherer untersucht, welche besonders guten Schutz im Ausland bieten. Diese Privathaftpflicht-Versicherungen sichern neben den wichtigsten Risiken im Alltag auch die wesentlichen Risiken im Auslandsurlaub ab (zwischen 83-120 EUR Jahreseitrag Familientarif). Zu diesen wesentlichen Risiken gehören:</p>
<ul>
<li>Schäden durch den Gebrauch eines kleinen gemieteten Motorboots,</li>
</ul>
<ul>
<li>Schäden an geliehenen, gemieteten und gepachteten Sachen, etwa an Fahrrädern,</li>
</ul>
<ul>
<li>Schäden an beweglichen Sachen im gemieteten Ferienhaus, etwa am Fernseher,</li>
</ul>
<ul>
<li>Schäden, die deliktunfähige Kinder anrichten - also Kinder unter sieben Jahren,</li>
</ul>
<ul>
<li>Schäden, die von volljährigen ledigen Kindern verursacht werden, die noch bei den Eltern leben.</li>
</ul>
<p>Empfohlen wurden:</p>
<p>Asstel (Komfort, Grundeigentümer (Pro Domo Premium), Haftpflichtkasse Darmstadt (Vario Plus), HanseMerkur (Top), Interrisk (XL), Interrisk (XXL) und VHV (Klassik-Garant mit Baustein Exklusiv)</p>
<h2><strong>Empfehlung des Autors:</strong></h2>
<p>Unter den Basisschutz des Finanztestvergleichs fallen nicht alle oben empfohlenen Klauseln: Nicht unbedingt erforderlich sind beim Finanztest Klauseln für den Regressanspruch, das Hüten fremder Hunde und Pferde, die Ausfallversicherungsklausel/Forderungsausfalldeckung, die Deliktunfähigkeit von Kindern, der Verlust fremder privater und beruflicher Schlüssel sowie Gefälligkeitsschäden.</p>
<blockquote><p>Hervorragender Schutz gibt es beim Versicherer VHV zu einem günstigen Preis.</p></blockquote>
<p>Auf der Suche nach einer Versicherung, welche die ganzen Klauseln beinhaltet, bin ich auf die private Haftpflichtversicherung der VHV gestoßen, welche 2008 schon mit der Note 1,2 von Finanztest ausgezeichnet wurde. Innerhalb eines Jahres wurden die Vertragsbedingungen nochmals verbessert und ein besseres Angebot habe ich sonst bei keiner Versicherung gefunden. Meiner Meinung nach wird der Baustein „Exklusiv&#8221; nicht gebraucht, da der Tarif „Klassik Garant&#8221; bereits super ist.</p>
<p>Bei einer Versicherungssumme von 10 Mio. EUR, keine Selbstbeteiligung, ohne Vorschäden und jährliche Zahlungsweise zahlt ein Single 51,17 EUR im Jahr, der Beitragssatz für eine Familie beläuft sich auf 73,78 EUR.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bausparen</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/08/bausparen/</link>
		<comments>http://finanzkommune.de/2009/08/bausparen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist der Traum der meisten Leute, irgendwann eine Immobilie zu kaufen. Jeder 3. Deutsche hat einen Bausparvertrag. Bausparverträge sind eine konservative Form der Eigenheimfinanzierung und beruhen auf einem Solidaritätsgedanken. Die Bausparkassen werben zur Zeit mit niedrigen Darlehenszinssätzen. Ein Vertrags-Abschluss sollte sorgfältig durchdacht werden und macht in bestimmten Situationen mehr Sinn als in anderen. Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es ist der Traum der meisten Leute, irgendwann eine Immobilie zu kaufen. Jeder 3. Deutsche hat einen Bausparvertrag. Bausparverträge sind eine konservative Form der Eigenheimfinanzierung und beruhen auf einem Solidaritätsgedanken. Die Bausparkassen werben zur Zeit mit niedrigen Darlehenszinssätzen. Ein Vertrags-Abschluss sollte sorgfältig durchdacht werden und macht in bestimmten Situationen mehr Sinn als in anderen. Wie überall, gibt es auch hier erhebliche Qualitätsunterschiede unter den Anbietern und die Testsieger werden genannt. Ebenfalls wird die Funktionsweise von Kombiprodukte konkretisiert und Bausparverträge für Kinder kritisch durchleuchtet.<br />
</em></p>
<p><span id="more-227"></span></p>
<h2><strong>Grundgedanke:</strong></h2>
<p>Den klassischen Bausparvertag gibt es seit dem 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde erkannt, dass das Aufbauen von gemeinschaftlichem Eigenkapital Vorteile bildet. Wenn von 20 Bauwilligen jeder einzeln 20 Jahre lang Geld anlegte, könnten alle erst am Ende dieser Sparphase bauen. Wenn dagegen alle gemeinsam einzahlen, kann der erste bereits nach einem Jahr anfangen. Die durchschnittliche Wartezeit für alle reduziert sich auf 10,5 Jahre (vgl. <a href="http://www.focus.de/immobilien/finanzieren/tid-5379/bausparen_aid_51431.html">Focus</a>). Nur wer einzahlt erhält Anspruch auf ein zinsstabiles Darlehen. Auch die Bausparkassen haben sich weiterentwickelt, nun gibt es interessante <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/bausparen/#kombikredit">Kombi-Produkte</a>. Auch wurde ein neuer Markt <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/bausparen/#kinder">&#8220;Bausparverträge für Kinder&#8221;</a> entdeckt.</p>
<h2><strong>Wann macht Bausparen Sinn?</strong></h2>
<p>Bausparen ist nicht immer sinnvoll. Die Option „bausparen&#8221; sollte dann angedacht werden, wenn viele dieser Fakten auf den jeweiligen Fall zutreffen (vgl. <a href="http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,7099165,00.html">ZDF</a>).</p>
<p>Bausparen macht Sinn, wenn&#8230;</p>
<p>&#8230; in den nächsten 7-10 Jahren eine Immobilie gekauft, gebaut oder renoviert werden soll.</p>
<p>&#8230; das Bauspardarlehen 30 % bei der Gesamtfinanzierung nicht überschreitet.</p>
<p>&#8230; Sicherheit gesucht wird und der niedrige Darlehenszins von heute für die Zukunft festgesetzt werden soll. Vor allem lohnt sich ein Bausparvertrag, wenn mittelfristig steigende Zinsen erwartet werden. Gerade ist das Baugeld so günstig wie selten davor.</p>
<p>&#8230; die Zinsen in acht Jahren für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung wie zurzeit bei 4 bis 4,5 % liegen, ist ein Bankdarlehen günstiger. Sollten die Zinsen zu diesem Zeitpunkt jedoch bei 5 oder 5,5 % pro Jahr liegen, wird die Bausparkasse vorteilhafter sein (siehe <a href="http://www.faz.net/s/RubD0AD9A6D94EE4658B9DDDAEB8EE726B0/Doc~EEC56B20A27F84E27B7EA1453B39B986E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>).</p>
<p>&#8230; im Sparerfreibetrag nur noch für wenige Zinserträge Platz haben (während der Ansparphase gibt es nur geringe Zinsen).</p>
<p>&#8230; gleich zu Vertragsbeginn eine größere Summe eingezahlt wird (dadurch verkürzt sich die Ansparphase und die Zuteilung wird beschleunigt).</p>
<p>&#8230; die Einkommensgrenze für die staatlichen Zulagen wie Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage. Falls dies zutrifft, kommt ein Bausparvertrag selbst als Geldanlage in Frage.</p>
<p>&#8230; ohne Aufschlag der Beleihungswert der Immobilie von 60 bis 80 % im 2. Rang abgedeckt werden kann. Banken finanzieren bevorzugt im 1. Rang, d.h. der Wert wird beliehen, welcher durch eine Zwangsversteigerung auf jeden Fall wieder eingenommen werden könnte. Hingegen bekommt man mit einem Bausparvertrag günstige Konditionen für Kredite im 2. Rang.</p>
<h2>Was muss bedacht werden?</h2>
<p>&#8230; Hohe Abschlusskosten von 1 -2% der Bausparsumme.</p>
<p>&#8230; Hohe Tilgungsraten von mindestens 4-11% pro Darlehen müssen meist innerhalb von 10 Jahren zurückgezahlt werden.</p>
<p>&#8230; Es gibt viele verschiedene Tarife, welche die Transparenz der Angebote beeinflussen.</p>
<p>&#8230; Zu hohe Bausparsummen werden abgeschlossen. Das liegt daran, dass die Provision anhand der vermittelten Summe gezahlt wird. Nicht mehr als 20-30% der Gesamtfinanzierung sollte mit einem Bausparvertrag gestemmt werden (<a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzen-Finanzkrise-Bausparen;art130,2774148">Tagesspiegel</a>).</p>
<p>&#8230; Geringe Zinsen während der Ansparzeit. Hier übersteigt die Inflation die Rendite.</p>
<p>&#8230; Auf das Darlehen muss unter Umständen längere Zeit gewartet werden.</p>
<p>&#8230; Bei Vertragsabschluss ab dem 1. Januar 2009 ist die Zulage an „wohnwirtschaftliche Zwecke&#8221; gebunden. Bausparer müssen in eine Immobilie oder Modernisierung investieren, oder die Prämie muss zurückgezahlt werden. Falls man beim Vertragsabschluss unter 25 Jahre ist, entfällt diese Regelung.</p>
<h2>Charakteristika:</h2>
<p>Es gibt vier verschiedene Phasen, auf welches das Bauspar-System aufgebaut ist.</p>
<h3><strong>Abschlussphase:</strong></h3>
<p>Hier entscheidet der Kunde über welche Summe ein Bausparvertrag abgeschlossen wird, welche monatlichen Raten er zahlen kann, wie hoch die Darlehenszinsen sein sollen und nach wie viel Jahren er das Darlehen in Anspruch nehmen will.</p>
<p>Nicht mehr als 30% der Finanzierung sollte über einen Bausparvertrag gestemmt werden. Dies liegt daran, dass bei Darlehensrückzahlung hohe Tilgungsraten anfallen. Falls die abgeschlossene Summe zu groß wird, kann es sein, dass die Tilgungsraten nicht gezahlt werden können.</p>
<p>Vor Vertragsabschluss gibt es einige Faustregeln, die auf jeden Fall beachtet werden sollen. (vgl. <a href="http://www.focus.de/immobilien/finanzieren/bausparvergleich_aid_51404.html">Focus</a>).</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> Je niedriger der Darlehenszins ist, desto länger muss der Hauskäufer auf das Darlehen warten. Die Zuteilungsphase ist hier länger. In diesem Fall sind die Tilgungsraten auch noch höher und der Bausparer muss das Geld schneller zurückzahlen. Gleichzeitig muss der Bausparer das Geld schneller zurückzahlen.</li>
<li> Ebenfalls wird die Rückzahlungsrate höher, je schneller das Geld gebraucht wird.</li>
</ul>
<h3>Ansparphase:</h3>
<p>In dieser Periode, von vorwiegend 7-10 Jahren, wird das Geld angespart. Der monatliche Regelsparbetrag beträgt zwischen 0,3 bis 1 % des Darlehens. Der Standardtarif liegt bei 0,4 % (siehe <a href="http://www.monetos.de/finanzierung/baufinanzierung/formen/bausparfinanzierung/">Monetos</a>). Je nach Vertrag müssen zwischen 30-50% der Bausparsumme angespart werden, bevor das Darlehen ausgeschüttet wird.</p>
<p>Es ist ferner erlaubt, die Zahlungen auf einige Zeit auszusetzen oder den Beitrag zu erhöhen. Eine Beitragserhöhung hat den Vorteil, dass die Zuteilungsphase sich verkürzt.</p>
<p>Die Zinsen auf das eingezahlte Geld liegen meist zwischen 0.5 und 1.5% Zins (vgl. <a href="http://www.daserste.de/moma/servicebeitrag_dyn~uid,l2v8hnhd851phus8~cm.asp">ARD</a>).  Dies ist eine ziemliche niedrige Rendite, bei einem Banksparplan liegt die Rendite um 2% höher.</p>
<h3>Zuteilungsphase:</h3>
<p>Hier wartet der Bausparer auf sein Geld. Bausparen unterliegt dem Grundsatz, dass nicht mehr Geld ausgezahlt werden darf, wie zur Verfügung steht. Dies kann daher unterschiedlich lange gehen. Hierzu muss der Bausparer jedoch das im Vertrag festgelegt Mindestguthaben erreicht haben. Meistens gibt es auch noch eine Mindestwartezeit, von x-Monaten. Dazuhin hängt die Zuteilung von einer ausreichenden Bewertungszahl ab.</p>
<p><em>Bewertungszahl:</em> Diese Zahl gewichtet die bisher erbrachten Sparleistungen und den Zeitraum, in dem sie erbracht wurden (Zeit x Geld-System) (vgl. <a href="http://www.lbs.de/rlp/service/beratung/faqs/faq-zuteilung">LBS</a>). Je früher angefangen wird zu sparen und je mehr eingezahlt wird, desto höher ist die Bewertungszahl. Die niedrigste ausreichende Bewertungszahl wird Zielbewertungszahl genannt. Wenn diese Zielbewertungszahl überschritten ist, ist der Bausparvertrag zuteilungsreif.</p>
<h3>Darlehensphase:</h3>
<p>Hier wird das Darlehen wieder zurückgezahlt, was ähnlich funktioniert wie bei einem normalen Darlehen von der Bank. Nur ist zu beachten, dass hier die Tilgungsraten mit 7-12% wesentlich höher sind, wie bei einem Hypothekenkredit mit normalerweise 2% Zinsen (vgl. Finanztest Ausgabe 12/2008). Daher sollten nicht mehr wie 30% über einen Bausparplan finanziert werden. Bei zu hohen Tilgungsraten besteht leicht die Gefahr, den normalen Lebensunterhalt nicht mehr bewältigen zu können. Im Unterschied zu einem Bankkredit sind Sondertilgungen jederzeit möglich.</p>
<h2>Staatliche Zulagen:</h2>
<p>Staatliche Zulagen kann es in Form der Wohnungsbauprämie sowie der Arbeiternehmer-Sparzulage geben. Grundlage für die Zulagengewährung ist  das  zu versteuernde Einkommen. Das zu versteuernde Einkommen ist nicht mit dem Bruttoverdienst zu verwechseln. Von dem Bruttoverdienst dürfen noch Werbungskosten und Freibeträge abgezogen werden und das ergibt das zu versteuernde Einkommen.</p>
<p>Zur freien Verfügung steht das Guthaben mit den Prämien  nur, wenn der Vertrag <span style="text-decoration: underline">vor</span> dem 1. Januar 2009 abgeschlossen wurde oder der Bausparer nicht älter als 25 Jahre ist. Ebenfalls muss die Sperrfrist von 7 Jahren verstrichen sein. Die Frist beginnt mit der Unterzeichnung des Vertrags (<a href="http://www.monetos.de/finanzierung/baufinanzierung/formen/bausparfinanzierung/staatliche-zuschuesse/">Monetos</a>). Bei einem Vertragsabschluss <span style="text-decoration: underline">ab</span> dem 1. Januar 2009 muss ansonsten die Prämie zurückgezahlt werden, wenn das Bausparguthaben nicht für eine Immobilie verwendet wird.</p>
<h3>Wohnungsbauprämie:</h3>
<p>Die Wohnungsbauprämie ist nicht von einem Arbeitsvertrag abhängig. Auch alle Nichtberufstätigen, wie Schüler, Studenten, Hausfrauen, Selbstständige, Freiberufler oder Rentner - können die Wohnungsbauprämie erhalten (<a href="http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,7099165,00.html">ZDF</a>). Bei der Wohnungsbauprämie ist zu beachten, dass es die staatliche Zulage nur gibt, wenn weniger wie 25.600 EUR (Ehepaare 51.200 EUR) versteuert werden. Die Prämie liegt im Höchstsatz bei 45 EUR (Ehepaare 90 EUR). Voraussetzung ist, dass jährlich mindestens 512 EUR (Ehepaare 1024 EUR) angespart werden (vgl. <a href="http://www.schwaebisch-hall.de/-snm-2887118899-1250003051-078ad00000-0000000000-1250004032-enm-bsh/content/bausparen/wohnungsbaupraemie/wopW3DnavanchorW261010026.php">Bausparkasse Schwäbisch Hall</a>).</p>
<p>Die Wohnungsbauprämie wird über die Bausparkasse abgewickelt (vgl. <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/special/-Vermoegenswirksame-Leistungen/1385473/1385473/1386492/">Finanztest</a>). Das Finanzamt zahlt die Fördersumme am Ende der siebenjährigen Sperrfrist in den Vertrag ein.</p>
<h3>Arbeitnehmer-Sparzulage:</h3>
<p>Vermögenswirksame Leistungen werden direkt vom Arbeitgeber auf den Bausparvertrag einbezahlt und sind eine Voraussetzung für die Zahlung der staatlichen Arbeitnehmer-Sparzulage (siehe <a href="http://www.lbs.de/bayern/bausparen/vermoegenswirksame-leistungen">LBS</a>). Vermögenswirksame Leistungen sind im Rahmen betrieblicher Vereinbarungen und in Tarifverträgen geregelt und werden zusätzlich zum Gehalt bezahlt. Diese Leistungen von jährlich bis zu 470 EUR werden staatlich gefördert. Voraussetzung für einen Bausparvertrag ist, dass das zu versteuernde Einkommen unter 17.900 EUR (Ehepaare 35.800 EUR) liegt. Die Förderungshöhe beträgt 9 % auf einen maximalen Sparbetrag von 470 € im Jahr. Absolut sind das 42,30 € (Ehepaare 84,60 €) im Jahr. Falls die Förderung nicht komplett vom Arbeitgebers übernommen wird und unter die Grenze von 470 € fällt, kann der Arbeitnehmer die Differenz mit seinem Gehalt ausgleichen.</p>
<p>Die Arbeitnehmersparzulage muss jedes Jahr mit der Steuererklärung beantragt werden. Dazu muss eine Bescheinigung des Geldinstituts der Anlage N in der Steuererklärung hinzufügt werden (vgl. <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/special/-Vermoegenswirksame-Leistungen/1385473/1385473/1386492/">Finanztest</a>).</p>
<p>&#8211;&gt; Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmer-Sparzulage sind zwei unterschiedliche Sparerbeträge. Zu den 512 EUR der Wohnungsbauprämie sollten weitere 470 EUR als vermögenswirksame Leistungen angelegt sein, um beide Förderungen zu bekommen (vgl. <a href="http://www.monetos.de/finanzierung/baufinanzierung/formen/bausparfinanzierung/staatliche-zuschuesse/">Monetos</a>).</p>
<h2>Testsieger:</h2>
<p>Die letzten Testsieger von „Finanztest&#8221; und der <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/wo-sich-bausparen-im-zinstief-lohnt;2444984">„FMH Finanzberatung&#8221; im Auftrag für Handelsblatt.com</a> werden nun aufgezeigt. Im Test sind drei verschiedene Szenarien:</p>
<p>1)      Geld wird sicher für eine Immobilie gebraucht</p>
<p>2)      Es werden 7-10 Jahre auf jeden Fall angespart und danach entscheidet sich, ob eine Immobilie gekauft wird</p>
<p>3)      Alles ist unsicher, Vertrag soll auch kurzfristig gekündigt werden</p>
<h3>Szenario 1: Sichere Häuslebauer</h3>
<p>Für sichere Häuslebauer sind vor allem der spätere Kreditzins und die Abschlussgebühr von Bedeutung. Es sollte auch kein Bausparvertrag mit einer Tilgungsrate von über 10 Promille der Bausparsumme abgeschlossen werden, da die Raten sonst zu hoch ausfallen.</p>
<h4>Finanztest 12/2005:</h4>
<p>Dieser Test ist heute relativ veraltet. Jedoch ist dies der neueste Test, den Finanztest bieten kann.</p>
<p>Für Sparer, die auf jeden Fall ein Eigenheim bauen oder kaufen wollen, sei 2005 der Tarif easy finanz der Alten Leipziger Bausparkasse mit einem Darlehenszins von 3,9% am besten. Hier können Sparer ein Darlehen zwischen von 60 bis 90 % der Bausparsumme wählen .Günstig seien auch Schwäbisch Hall (Fuchs) sowie ab einer Bausparsumme von 50 000 Euro die LBS Bayern (LBS-F6+) und die LBS Hamburg (Classic 99 - Maxi).</p>
<h4>FHM Finanzberatung 08/2009:</h4>
<p>Die FMH Finanzberatung bietet auch einen Bausparvergleich von über 150 Tarifen an. Vom Handelsblatt wurden die besten Tarife über eine Bausparsumme von 100.000 EUR untersucht.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.huk.de/produkte/bausparen/finanzbausp/index.jsp">Huk-Coburg Bauspar</a> (<em>Finanzierungsbausparen) </em>mit nominal 2% Darlehenszinsen, effektiv 2,27%-2,52%</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.lbs.de/west/bausparen/bauspartarife/tarife/normal-tarife?re=3121&amp;uv=12415081048110&amp;roid=11">LBS West</a> (<em>Classic F Maxi)</em> mit nominal<em> </em>2,95% Darlehenszinsen, mit obligatorischer Darlehensversicherung effektiv 3,78%</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.lbs.de/nord/bausparen/bauspartarife/detail-classic-top-finanz">Norddeutsche LBS</a> (<em>Classic Top Finanz)</em> mit nominal 2,95% Darlehenszinsen, effektiv 3,22%</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.si-bausparen.de/Bausparen/Tarifuebersicht/index.php">Signal Iduna</a> (<em>F 50)</em> mit nominal 3% Darlehenszinsen, effektiv 3,27%</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.schwaebisch-hall.de/-snm-2887118899-1251104576-0023400000-0000000000-1251104810-enm-bsh/content/medien/pdf/tariftabelle_fuchs.pdf">BSK Schwäbisch Hall</a> (<em>XL Langzeit)</em> mit nominal 3,25% Darlehenszinsen, effektiv 3.52% ab Zuteilung</li>
</ul>
<p>Die Mindestansparung lag zwischen 40 und 50% und die monatliche Rate lag zwischen 500 und 600 EUR.</p>
<h3>Szenario 2: Unsichere Häuslebauer mit 7 Jahren Ansparzeit</h3>
<p>Als Geldanlage lohnt sich Bausparen nur, wenn tatsächlich mindestens 7 Jahre gespart wird. Falls der Bausparvertrag dann nicht in Anspruch genommen wird, gibt es rückwirkend einen Zinsbonus. Im besten Fall gibt es eine Verzinsung von 4% im Jahr, was mit 0.5-1 Prozentpunkte über den aktuellen Festgeldzinsen und Banksparplänen liegt (siehe <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/wo-sich-bausparen-im-zinstief-lohnt;2444984">Handelsblatt</a>).</p>
<h4><strong>Finanztest 12/2008:</strong></h4>
<blockquote><p>Laut Finanztest lohne sich ein Bausparvertrag als reiner Sparvertrag nur, wenn Anspruch auf Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage besteht und mindestens 7 Jahre gespart werden soll.</p></blockquote>
<p>Die besten Angebote hätten die <a href="https://www.deutsche-bank-bauspar.de/main.jsp">Deutsche Bank Bauspar</a><strong> </strong>und die <a href="http://www.alte-leipziger.de/al_index/al_fin_bausparen/al_fin_bs_easyplus.htm">Alte Leipziger</a>. Mit Prämien und Zulagen komme man auf 5,6% Rendite, mit dieser Rendite könne keine Bank mithalten. Beide stocken ihre Basiszinsen rückwirkend auf 3,5- 4 % auf, wenn der Sparer nach sieben Jahren kein Bauspardarlehen nimmt. Die Deutsche Bank Bauspar legt noch einen Bonus in Höhe von 3,2% des Mindestsparguthabens drauf, jedoch liegt die Abschlussgebühr bei 1,6% und somit 0.6 Prozentpunkte höher als bei der Alten Leipziger.</p>
<h4>FHM Finanzberatung 08/2009:</h4>
<p>Die FHM Finanzberatung empfiehlt in diesem Fall auch die <a href="http://www.alte-leipziger.de/al_index/al_fin_bausparen/al_fin_bs_easyplus.htm">Alte Leipziger</a> mit dem Tarif Easy Plus. Die Abschlussgebühr liege bei einem 1% und der Guthabenzins bei 1.5%. Bei nicht in Anspruchnahme des Darlehens, werde der Zinssatz auf 4% aufgestockt. Auch die <a href="http://www.deutscherring.de/produkte/bausparen/vl_sparen/detail.do">Bausparkasse Deutscher Ring</a> eigne sich. Allerdings liege hier die Abschlussgebühr mit 1,5% höher als bei der Alten Leipziger. Jedoch gebe es auch hier eine Guthabenverzinsung von 4%, falls das Darlehen nicht benötigt wird.</p>
<h3>Szenario 3: Bausparvertrag wird vorzeitig gekündigt</h3>
<p>Im Falle, dass eine hohe Flexibilität benötigt und wird und dass eine vorzeitige Kündigung eintreten könne, sollte man besser Verträge wählen, die auch ohne Boni gute Renditen versprechen.</p>
<h4>FHM Finanzberatung 08/2009:</h4>
<p>Eindeutiger Testsieger ist die <a href="http://www.debeka.de/produkte/bausparen/debeka_bausparvertra/index.html">Debeka Bausparkasse</a>, welche eine Guthabenverzinsung von 3% im Jahr zahlt. Diese Guthabenverzinsung ist im Falle einer vorzeitigen Kündigung auf jeden Fall sicher und man macht sich nicht abhängig von Bonizahlungen die erst mit Ende des 7 Jahres gezahlt werden. Gefolgt wird die Debeka Bausparkasse von der LBS Rheinland-Pfalz (Classic 2006 U) mit einer Guthabenverzinsung von 2%. Bei beiden Fällen liegt die Abschlussgebühr bei 1%.</p>
<h2><strong>Steuer</strong></h2>
<p>Die Abgeltungssteuer gilt ab 2009 für alle Bausparer. Demnach wird jeder Kapitalertrag, der über den neuen Sparerpauschbetrag hinausgeht mit einheitlich 25% besteuert (vgl. <a href="http://www.abgeltungssteuer.net/">www.abgeltungssteuer.net</a>). Innerhalb des Sparerpauschbetrag können Zinsen und Dividenden steuerfrei eingenommen werden (801 EUR pro Person).Die Ausnahmen, die es für Bausparer vor 2009 gab, fallen nun alle weg. Alle Zinserträge, auch bei bereits bestehenden Bausparverträgen, müssen anhand der Abgeltungssteuer versteuert werden. Allerdings kann ein Freistellungsauftrag gestellt werden, falls der Freibetrag von 801 EUR pro Person nicht überschritten wird.</p>
<h2>Übertragung Bausparvertrag:</h2>
<p>Ein Bausparvertrag kann mit allen Rechten und Pflichten auf einen Angehörigen nach § 15 AO übertragen werden. Dazu zählen Ehegatten, Verlobte, Kinder, aber auch Geschwister. Weitere Vorraussetzung für die Übertragung ist der Nachweis einer ausreichenden Bonität (vgl. <a href="http://www.kredit-magazin.com/kredite-news/artikel/bausparvertraege-lassen-sich-an-angehoerige-uebertragen-20090615.htm">www.kredit-magazin.com</a>).</p>
<h2><strong>Geld wird frühzeitig benötigt:</strong></h2>
<p>Nicht immer läuft beim Bausparen alles nach Plan. Wenn Geld frühzeitig benötigt wird, gibt es verschiedene Optionen.</p>
<ul>
<li><strong><em>Zwischenfinanzierung:</em></strong> Wenn alle Mindestbedingungen außer der Zielbewertungszahl erreicht wurden, kommt eine Zwischenfinanzierung in Frage.<strong> </strong>Somit kann die Wartezeit bis zur Zuteilung überbrückt werden. In diesem Fall wird der gesamte Bausparvertrag vorfinanziert. Wenn es zur Zuteilung kommt, wird dieser Zwischenkredit durch die Bausparsumme automatisch abgelöst. Die Zinsen für den Zwischenkredit orientieren sich an den gerade üblichen Zinsen. Es wird empfohlen, eine Zwischenfinanzierung aufzunehmen, wenn mit der Zuteilung in 1-2 Jahren zu rechnen ist (siehe <a href="http://www.monetos.de/finanzierung/baufinanzierung/formen/bausparfinanzierung/zwischenfinanzierung/">Monetos</a>). Ansonsten sollte man sich eine Kündigung überlegen.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong><em>Vorfinanzierung:</em></strong> Falls die Mindestbedingungen noch nicht erfüllt werden und Geld gebraucht wird, kommt eine Vorfinanzierung in Frage. Hier wird noch während der Ansparphase ein Kredit aufgenommen. Im Gegensatz zur Zwischenfinanzierung werden noch Einzahlungen in den Bausparvertrag fällig. Dazuhin müssen noch Zinsen gezahlt werden. Somit ist die Belastung wesentlich höher und diese Kreditart ist auch teurer, da mehr Zinsen gezahlt werden müssen. Dies liegt daran, weil die Mindestbedingungen noch nicht erfüllt sind und die Laufzeit dadurch länger ist. Grundsätzlich macht eine Vorfinanzierung nur Sinn, wenn das Mindestguthaben fast erreicht ist. Andernfalls sollte der Bausparer den Vertrag kündigen (siehe <a href="http://www.monetos.de/finanzierung/baufinanzierung/formen/bausparfinanzierung/vorfinanzierung/">Monetos</a>).</li>
</ul>
<ul>
<li><strong><em>Kündigen:</em></strong> Kündigen kann man in der Regel immer und es besteht meist eine 3-monatige Kündigungsfrist. Jedoch entfällt bei einer Kündigung der spätere Darlehensanspruch. Falls Wohnungsbau oder Arbeitnehmersparzulage erhalten wird, müssen vor Ablauf der 7 jährigen Sperrfirst die staatlichen Prämien zurückgezahlt werden. Ebenfalls werden Abschluss und Kontoführungsgebühren nicht zurückerstattet.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong><em>Reduzierung der Bausparsumme:</em> </strong>Die Bausparsumme kann auch reduziert werden. Damit ist ein Vertrag schneller zuteilungsreif. In vielen Fällen wird die Zielbewertungszahl dann trotzdem nicht erreicht. Nun muss entweder mit der alten Bausparsumme vorfinanziert werden, oder eine Zwischenfinanzierung mit der reduzierten Bausparsumme stattfinden. Wenn die Bausparsumme reduziert wird, fallen neue Abschlusskosten an. Eine Reduzierung der Bausparsumme lohnt sich nur, wenn die Vorfinanzierung teurer käme. Hierzu gibt es folgende Faustregel. Wenn die Zinsen hoch sind, ist eine Vorfinzanzierung eher interessant (vgl. <a href="http://www.monetos.de/finanzierung/baufinanzierung/formen/bausparfinanzierung/senkung-bausparsumme/">Monetos</a>). Die genaue Berechnungsformel, wann sich die Vor bzw. die Zwischenfinanzierung lohnt, wird von ZDF WISO veröffentlicht - „<a href="http://books.google.de/books?id=Hs57CUX2AV8C&amp;pg=PA188&amp;lpg=PA188&amp;dq=bausparsumme+reduzieren&amp;source=bl&amp;ots=jiW8WZ5YPg&amp;sig=yM4UQAKwa4yXHSjwlLDdOhczZB0&amp;hl=de&amp;ei=oouCSuV6jZqeA93ztPAL&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=8#v=onepage&amp;q=&amp;f=false">Immobilienfinanzierung</a>&#8221; von Michael Hölting-. Hiefür fallen jedoch Gebühren an.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong><em>Aufteilung der Bausparsumme:</em> </strong>Hier wird die Bausparsumme in Teilverträge aufgeteilt, die voneinander unabhängig weiterlaufen. Somit kann sich der Bausparer auf eine Teilsumme konzentrieren, um so möglich schnell die Mindestbedingungen zu erreichen. Dies hat zur Folge, dass ein Teil der Bausparsumme früher zuteilungsfähig ist und zur Finanzierung eingesetzt werden kann.</li>
</ul>
<h2><strong>Geld wird nicht benötigt:</strong></h2>
<p>Wenn nach x- Jahren die Bausparsumme zugeteilt werden kann, aber kein Bedarf besteht, gibt es mehrere Optionen:</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> <strong><em>Erhöhung der Bausparsumme: </em></strong>In diesem Fall wird weiter gespart und ein größerer Darlehensanspruch realisiert. Eine Erhöhung der Bausparsumme kommt dem Neuabschluss eines Bausparvertrages bauspar- und steuerrechtlich bzw. prämienrechtlich gleich  (<a href="http://www.aspect-online.de/banken/bausparen/tipps/">www.aspect-online.de</a>). Dadurch, dass die Summer erhöht wird, wird der voraussichtliche Zuteilungstermin nach hinten verschiebt. Oft wird hier eine Gebühr auf den Betrag berechnet, um den die Bausparsumme erhöht wird.</li>
<li> <strong><em>Vertrag ruhen lassen:</em></strong> Hier werden keine Ansparungen mehr vorgenommen. Die Rechte aus der Zuteilung können später noch jederzeit geltend gemacht werden (siehe <a href="http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,5552539,00.html">ZDF</a>).</li>
<li> <strong><em>Geld auszahlen lassen:</em></strong> Für Sparer, die sich das Geld auszahlen lassen, gibt es meist nur eine magere Rendite. Jedoch gibt es hier ein paar Ausnahmen. Falls das Darlehen nicht in Anspruch genommen wird, gibt es Bonuszahlungen. Deutsche Bank Bauspar und die Alte Leipziger stocken ihre Basiszinsen rückwirkend auf 4 Prozent auf, wenn der Sparer nach sieben Jahren kein Bauspardarlehen nimmt (Finanztest 12/2008). Das sind auch die Testsieger. Allerdings müssen die Prämien ab 2009 zurückgezahlt werden, wenn nicht in eine Immobilie investiert wird.</li>
</ul>
<h2><strong>Fazit:</strong></h2>
<p>Nur wenn tatsächlich der Wunsch besteht, in 7-10 Jahren in eine Immobilie anzulegen, macht ein Bausparvertrag Sinn. Im Falle, dass Anspruch auf Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage bestehen, könnte auch ein Sparvertrag überlegt werden, allerdings nur bei Deutsche Bank Bauspar und Alte Leipziger. In den meisten Fällen ist ein Bausparvertrag als reine Geldanlage, aufgrund der niedrigen Zinsen und Abschlussgebühren, nicht zu empfehlen.</p>
<p>Besonders attraktiv wird ein Bausparvertrag dann, wenn steigende Zinsen erwartet werden und man so von der Zinsfestsetzung profitieren will. Dazuhin sollte die Bausparsumme nicht zu hoch festgelegt werden. Der Hauptteil einer Finanzierung sollte auf jeden Fall ein Hypothekenkredit ausmachen, da hier die Tilgung niedriger ist.</p>
<p>Alternativen zum Bausparen sind Banksparpläne oder Kombiprodukte. Beim Bausparen kann die staatliche Förderung der Wohn-Riester Zulage auch genützt werden.<br />
<a name="kombikredit"></a></p>
<h2>Funktionsweise Kombikredit Bausparkasse:</h2>
<p>Grundsätzlich setzt sich der Kombikredit aus einem Bausparvertrag und einem tilgungsfreien Darlehen, oder auch Vorauskredit genannt, zusammen.</p>
<p>Hier schließt der Kreditnehmer eine Bausparsumme über seinen Kreditbedarf ab.</p>
<p>Mit dem tilgungsfreien Darlehen finanziert sich die Bausparkasse vor, bis 40-50% Mindestguthaben erreicht ist. Bis zur Zuteilung zahlt der Kreditnehmer die Zinsen für das tilgungsfreie Darlehen und die Sparraten für den Bausparvertrag. Sobald es zur Zuteilung kommt löst der Kreditnehmer den Vorauskredit mit der Bausparsumme ab. Dadurch, dass bei der Zuteilung des Bausparvertrags das eingezahlte Guthaben sowie das Bauspardarlehen ausgezahlt werden, kann der Vorauskredit getilgt werden. Somit zahlt der Kunde ab der Zuteilungsphase nur noch die Raten, bestehend aus Zins- und Tilgungsleistungen, für das Bauspardarlehen ab.</p>
<p>Die monatliche Belastung ist bei vielen Kombi-Typen so berechnet, dass sie in den meisten Fällen für den Kunden über die ganze Laufzeit gleich hoch bleibt (vgl. <a href="http://www.welt.de/welt_print/article2017430/Kombikredite_der_Bausparkassen_sind_viel_zu_teuer.html">Welt</a>). Sowohl für den Bausparvertrag wie auch für das tilgungsfreie Darlehen werden feste Zinssätze ausgewiesen.</p>
<p>Trotzdem ist hier Vorsicht geboten. Bausparkassen müssen keinen Gesamteffektivzinssatz ausweisen. Oft wird nur der Effektivzinssatz vom Tilgungsfreien Darlehen und vom Bauspardarlehens angegeben. Dass jedoch Abschlussgebühren, Tilgungsraten, Kontoführungsgebühren den Gesamteffektivzinssatz erhöhen, wird teils verschwiegen. Der Vorteil bei den Bausparkassen ist allerdings, dass der beide Verträge, das Voraus und Bauspardarlehen, aus einer Hand kommt. Im Vergleich zu einer normalen Bank, sind Sondertilgungen aber eher selten möglich.</p>
<h3>Test Urteile Finanztest:</h3>
<p>Stiftung Warentest hat in der Ausgabe von Juni 2009 Riester Kredite für die Eigenheimfinanzierung untersucht. Von herkömmlichen Darlehen unterscheiden sie sich nur durch die staatliche Förderung. Wie ein Wohn-Riester funktioniert und welche Voraussetzungen gebraucht werden, um einen Wohn-Riester Vertrag abschließen zu können, sind im Blog <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/">Riester Rente</a> beschrieben.</p>
<p>Die Kombikredite der Bausparkassen Schwäbisch Hall, LBS Baden-Württemberg, LBS Bayern und LBS West waren die Testsieger. Bei einem Kredit von 160.000 EUR und 20 Jahren Laufzeit werden Gesamteffektivzinsen von nur 4,26 bis 4,41 % berechnet. Die monatlichen Belastungen liegen bei rund 900 EUR. Um diese günstigen Konditionen zu er erlangen, brauche man allerdings eine Eigenkapitalquote von mindestens 20%.</p>
<p>Das billigste Riester-Darlehen mit direkter Tilgung und einer vergleichbaren Zinsbindung von 20 Jahren biete die Allianz mit einem Effektivzins von 4,75 %.<br />
<a name="kinder"></a></p>
<h2>Bausparen für Kinder:</h2>
<p>Alle Bausparkassen empfehlen auch schon für Kinder einen Bausparvertrag abzuschließen. Hier zahlen entweder Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel oder andere Personen in einen Vertrag für das Kind ein. Hier wird das Kind als Bezugsberechtigten eingetragen und ihm wird das Bausparkonto bei Volljährigkeit übertragen (vgl. <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/ratgeber/2008/10/21/news-85099382/detail.html">DerWesten</a>).  Die damit verbunden Vorteile seien, dass der Bausparvertrag geteilt, aufgestockt oder ausgesetzt werden kann und somit ein flexibles Instrument sei, um Geld anzulegen (siehe <a href="http://www.faz.net/s/RubD0AD9A6D94EE4658B9DDDAEB8EE726B0/Doc~E9787953092074F73ACCD44E35EB63881~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>). Oft wird auf staatliche Zuschüsse, wie die Wohnungsbauprämie, verwiesen. Verbraucherschützer, unabhängige Finanzberater und Stiftung Warentest sehen Bausparverträge für Kinder allerdings kritisch (siehe <a href="http://www.zeit.de/online/2009/14/bausparen-fuer-kinder?page=3">Zeit</a>). Als gravierender Nachteil ist zu nennen, dass sich der niedrige Zinssatz in der Ansparphase, besonders bei langen Laufzeiten, negativ auf die Eigenkapitalentwicklung auswirkt, besonders im Vergleich zu anderen Sparformen. Auch fallen bei Vertragsabschluss Gebühren an, welche die Rendite nochmals negativ beeinflussen. Des Weiteren besteht die staatliche Förderung erst mit 16 Jahren. Bei einem früheren Abschluss gibt es keine Möglichkeit auf Wohnungsbauprämie. Um diese mit 16 überhaupt zu bekommen, muss der Vertrag bereits auf den Namen des Kindes ausgestellt sein. Experten raten eher ab, den Vertrag von Anfang an auf den Namen des Kindes auszustellen. Sonst habe das Kind auf jeden Fall den Anspruch, egal wie es sich entwickelt <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=3642&amp;key=standard_document_36830486&amp;seite=2">(Hessische Rundfunk)</a>. Eher solle man den Bausparvertrag auf sich laufen lassen, und ihn gegen eine geringe Gebühr irgendwann auf den Namen des Kindes ändern lassen. Dies ist meist mir 16 Jahren der Fall, wenn Wohnungsbauprämie winkt. Jedoch wird Schenkungs- oder Erbschaftssteuer in den wenigsten Fällen abgezogen. Seit 2009 ist der Freibetrag für Kinder bei 400.000 EUR für Enkelkinder liegt er 200.000 EUR. Falls Tanten oder Onkel in den Vertrag einzahlen, liegt der Freibetrag aber nur bei 20.000 EUR (siehe <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_53848/sid_0984D2820E46A781A198017799E8E284/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/E/005__Erbschaftsteuer-Schenkungsteuer.html?__nnn=true?__nnn=true">Bundesministerium der Finanzen</a>).</p>
<h3>Alternativen:</h3>
<p>Anstatt Bausparverträge für seine Kinder abzuschließen sei, laut Zeit, die Stärkung der Pflegevorsorge der Eltern eine sinnvolle Investition. Denn sobald ihr Vermögen aufgebraucht ist, werden die Kinder zur Kasse gebeten. Ebenfalls sollten die Kinder mit einer Berufsunfähigkeits-Versicherung abgesichert werden, falls diese ihre Arbeit nicht mehr ausführen können. Zum Aufbau von liquiden Mitteln seien Mischfonds, aufgrund der hohen Flexibilität und Rendite, zu empfehlen (siehe <a href="http://www.zeit.de/online/2009/14/bausparen-fuer-kinder?page=3">Zeit</a>).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Energie in Bürgerhand: Freiburger Bürgerinitative will sich in Energiekonzern einkaufen</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/08/freiburger-buergerinitative-will-sich-in-energiekonzern-einkaufen/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 08:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Sander</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://finanzkommune.de/?p=221</guid>
		<description><![CDATA[Thüga, derzeit noch eine Tochterfirma von E.on, ist eine Beteiligungsgesellschaft, die an zahlreichen regionalen Energieversorgern beteiligt ist. E.on will Thüga demnächst verkaufen. Die Freiburger Bürgerinitiative Energie in Bürgerhand sieht das als große Chancen: Sie wollen Anteile der Thüga erwerben und somit in der Energiewirtschaft ein echtes Mitspracherecht erlangen.
Die Ziele der Initiative sind umfangreich:

Demokratisierung der  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">Thüga, derzeit noch eine Tochterfirma von E.on, ist eine Beteiligungsgesellschaft, die an zahlreichen regionalen Energieversorgern beteiligt ist. E.on will Thüga demnächst verkaufen. Die Freiburger Bürgerinitiative <a href="http://www.energie-in-buergerhand.de">Energie in Bürgerhand</a> sieht das als große Chancen: Sie wollen Anteile der Thüga erwerben und somit in der Energiewirtschaft ein echtes Mitspracherecht erlangen.</p>
<p><span id="more-221"></span>Die Ziele der Initiative sind umfangreich:</p>
<ul type="disc">
<li>Demokratisierung der      Energiewirtschaft</li>
<li>Dezentralisierung      der Energieerzeugung</li>
<li>Ausstieg aus der      Atomenergie</li>
<li>Förderung klimafreundlicher      Stromerzeugung</li>
<li>Ausbau der erneuerbaren      Energielandschaft</li>
<li>Förderung der      Energieeinsparung und Energieeffizienz</li>
<li>Ehrliche Preise und klare      Strukturen</li>
<li>Bürger vor Ort an      Energiefragen stärker beteiligen</li>
</ul>
<p>Für eine Bürgerinitiative ist das ein stolzes Unterfangen. Thüga hat einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Euro. Die Initiative will bis zum Jahresende 100 Millionen zusammenbekommen, um damit ein paar wenige Prozente des Giganten kaufen zu können.</p>
<blockquote><p>„Wirklich gefährlich ist die Investition freilich nicht. Sollte der Coup gelingen, liegt das Geld in einer ziemlich vielversprechenden Branche. Scheitern die Freiburger, wird alles zurückgezahlt.&#8221; (<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,639165,00.html">Spiegel Online</a>)</p></blockquote>
<p>Bisher scheint der Plan gut anzulaufen. 15 Millionen hat <em>Energie in Bürgerhand</em> laut Spiegel Online bereits zusammen. Stapelweise Post und Faxe gehen täglich ein, viele davon mit Geldzusagen.</p>
<p>Wer mitmachen will kann Genossenschaftsanteile an <em>Energie in Bürgerhand</em> kaufen. Ab 500 Euro ist man dabei. Dadurch unterstützt man nicht nur die Initiative, sondern kann das ganze auch als Geldanlage betrachten. Denn über die Genossenschaft wäre man dann auch an den Gewinnausschüttungen der Thüga beteiligt, oder könnte vom gesteigerten Wert der Genossenschaftsanteile profitieren.</p>
<blockquote><p>„Nun, wenn immer jemand im Internet Geld von einem will, muß man vorsichtig sein. Ich kenne diese Leute nicht, das könnte auch ein Nigeria Scam sein :-)&#8221; (<a href="http://blog.fefe.de/?ts=b488f46b">Fefe</a>)</p></blockquote>
<p>Spiegel Online schätzt das Risiko für Investoren als relativ gering ein, da das Geld in einer vielversprechenden Branche investiert wird. <strong>Wir haben das Angebot jedoch nicht im Detail überprüft</strong>, man sollte sich vorher also wirklich <strong>selbst gut informieren</strong>, bevor man Geld in <em>Energie in Bürgerhand</em> pumpt. Schließlich geht es um nennenswerte Summen und zumindest theoretisch kann auch ein solider Konzern kollabieren - in dem Fall wäre das Geld futsch.</p>
<p>Die Idee ist jedenfalls schön und wir drücken die Daumen, dass das Projekt auch wirklich so cool ist, wie es sich anhört.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,639165,00.html">Stromrebellen planen Coup gegen Konzerne</a> (Spiegel Online)</p>
<p><a href="http://www.badische-zeitung.de/freiburg/genossen-haben-keine-chance-auf-thuega-anteile--17341256.html">Genossen haben keine Chance auf Thüga-Anteile</a> (Badische Zeitung)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://finanzkommune.de/2009/08/freiburger-buergerinitative-will-sich-in-energiekonzern-einkaufen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Berufsunfähigkeits-Versicherung</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/07/berufsunfaehigkeits-versicherung/</link>
		<comments>http://finanzkommune.de/2009/07/berufsunfaehigkeits-versicherung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 17:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Statistisch gesehen trifft eine Berufsunfähigkeit jeden Zweiten. Die staatliche Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit reicht bei weitem nicht aus, um seinen Lebensstandard annähernd zu halten. Daher ist eine Berufsunfähigkeits-Versicherung eine sehr wichtige Versicherung. Wie die Versicherer die Beiträge festlegen und wie sie ihre Kunden auswählen, was unter steuerlichen Gesichtspunkten zu beachten ist, was vertraglich bestimmt sein muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Statistisch gesehen trifft eine Berufsunfähigkeit jeden Zweiten. Die staatliche Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit reicht bei weitem nicht aus, um seinen Lebensstandard annähernd zu halten. Daher ist eine Berufsunfähigkeits-Versicherung eine sehr wichtige Versicherung. Wie die Versicherer die Beiträge festlegen und wie sie ihre Kunden auswählen, was unter steuerlichen Gesichtspunkten zu beachten ist, was vertraglich bestimmt sein muss und welche Kombi-Produkte zu empfehlen sind, wird weiter ausgeführt. Darüber hinaus  gibt&#8217;s hier die Testsieger von Stiftung Warentest.</em></p>
<p><em><span id="more-205"></span><br />
</em></p>
<h2>Notwendigkeit:</h2>
<p>Statistisch gesehen trifft eine Berufsunfähigkeit (BU) bis zum Alter von 65 Jahren 43% der heute 20-jährigen Männern und 38% der 20-jährigen Frauen (vgl. <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/28002/umfrage/wahrscheinlichkeit-der-berufsunfaehigkeit-bis-zur-rente-mit-65/">Statista</a>).  Der Staat hilft jedoch nur sehr begrenzt in der Situation der Berufsunfähigkeit. Von staatlicher Seite wurde die Berufsunfähigkeits-Rente durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Diese gilt für alle Jahrgänge ab 1961. Diese Rente richtet sich nach der verbliebenen Leistungsfähigkeit. Wer weniger als 3 Stunden arbeiten kann, bekommt die volle Rente. Wer mindestens 3, aber weniger wie 6 Stunden arbeiten kann, bekommt die halbe Rente und mehr wie 6 Stunden arbeiten kann, bekommt nichts (vgl. <a href="http://www.bmas.de/coremedia/generator/3624/property=pdf/a261__erwerbsminderungsrente__767.pdf">Bundesministerium für Arbeit und Soziales</a><a href="http://www.bmas.de/coremedia/generator/3624/property=pdf/a261__erwerbsminderungsrente__767.pdf"></a>). Der Rentenanspruch ist jedoch nicht abhängig von der Ausbildung oder dem ausgeübten Beruf. Übertragen heißt dies, dass jeder x-beliebige Job angenommen werden muss. Ein Schreiner, der einen Bandscheibenvorfall hatte und nichts mehr tragen kann, muss einen für ihn völlig fremden Beruf im Büro annehmen. Laut Angaben des Focus liegt der durchschnittliche Höchstsatz der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente bei 750 EUR (vgl. <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/berufsunfaehigkeit/berufsunfaehigkeit_aid_11146.html">Focus</a>). Zum Leben dürfte dieser Betrag kaum reichen und man sollte deshalb nicht auf den Staat setzen. Im Gegensatz zahlt eine private BU bereits dann, wenn der ausgeübte Beruf oder eine vergleichbare Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Ebenfalls nimmt man so wesentliche geringere Beeinträchtigungen auf den Lebensstandard in Kauf.</p>
<h2>Checkliste bei Vertragsabschluss:</h2>
<p>Was sollte in jedem Vertrag stehen, bzw. was sollte in keinem Vertrag stehen? Diese Angaben basieren auf der Checkliste von Stiftung Warentest vom Jahr 2008. Die neuste und  ausführlicherer Form kann für 3 EUR <a href="https://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/infodok/-Berufsunfaehigkeitsversicherung/1132255/1132255/">hier</a> heruntergeladen werden kann.</p>
<ul>
<li><em>Anspruchsrundlage</em>: Wenn man für 6 Monate nur noch 50% arbeiten kann, dann sollte die Versicherung schon einspringen</li>
<li><em>Absicherungsdauer:</em> Am besten sichert man sich bis zum Renteneintritt mit 67 Jahre ab. Einen Vertrag nur bis zum 60. Lebensjahr abzuschließen wird nicht empfohlen, da in diesen 7 Jahren statistisch gesehen die meisten Berufsausfälle zu verzeichnen sind (vgl. <a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7509903,00.html">ZDF</a>).</li>
<li> <em>Nachversicherungsgarantie:</em> Dies beinhaltet, dass die Versicherungen eine Beitragserhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung bewilligen, wenn Ereignisse wie Heirat, Kinder oder Immobilienkauf anstehen.</li>
<li><em>Verzicht auf Abstrakte Verweisung:</em> Eine Abstrakte Verweisung sollte NIE in einem Vertrag stehen. Hier kann der Versicherer den Kunden anweisen, einen Beruf unter seinem Stand anzunehmen.</li>
<li> <em>Auslandsschutz:</em> Die BU-Versicherung sollte auch im Ausland gelten.</li>
<li><em>Rückwirkende Leistung für mindestens drei Jahre:</em> Dies beinhaltet, dass wenn der Versicherungsnehmer seine BU verspätet meldet, die Versicherung auch 3 Jahre lang rückwirkend zahlt.</li>
<li><em>Pflegefall:</em> Der Versicherer sollte üblicherweise ab 3 Punkten die volle Rente zahlen.</li>
<li><em>Beitragsstundung:</em> Dies beinhaltet, dass die Beiträge bei Rentenauszahlung gestundet werden. Stundungszinsen sollten ebenfalls vermieden werden.</li>
<li><em>Rückzahlung von Renten:</em> Wird eine Berufsunfähigkeit zunächst befristet bewilligt und nach dieser Zeit kann wieder gearbeitet werden, sollte der Versicherer sich die Beiträge nicht zurückzahlen lassen.</li>
<li><em>Dynamik:</em> Eine Inflationsangleichung sollte möglich sein.</li>
<li><em>Anzeigepflicht:</em> Ideal wäre, dass Änderungen, die den Beruf oder Hobbies betreffen, nicht mitgeteilt werden müssen.</li>
<li><em>Flexibilität:</em> Der Kunde sollte bei Arbeitslosigkeit oder sonstigen Änderungen den Versicherungsschutz anpassen können.</li>
<li><em>Staffelregelung:</em> Die Staffelregelung besagt, dass die Versicherung bei einer Berufsunfähigkeit von 25%, 30%, 35% nur zum Beispiel 75% der Rente auszahlt. Jedoch sollte dies vermieden werden, da es schwer ist eine so exakte Bestimmung des Berufsunfähigkeitgrades festzusetzen und es oft zu Streit führt. Am besten ist die Pauschalregelung, ab 50% Berufsunfähigkeit die volle Rente zu zahlen.</li>
<li><em>Arztanordnungsklausel:</em> Diese Klausel besagt, dass die Versicherung anordnen kann, welche Behandlungsmethoden der Kunde auf sich nehmen muss. Darunter fällt, welche Medikamente eingenommen werden müssen, oder welche Operation durchgeführt werden müssen. Die Versicherung sollte auf die Klausel verzichten.</li>
<li><em>Beitragsfreistellung:</em> Wenn der Kunde seine Beiträge nicht mehr zahlen kann, sollte die Versicherung den Vertrag beitragsfrei stellen. In diesem Fall erlischt zwar der Schutz. Kann der Kunde die Beiträge wieder zahlen, sollte die Versicherung wieder auf den alten Vertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung zurückgreifen.</li>
<li><em>Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflichten:</em> Wenn die Versicherung herausfindet, dass Angaben unterschlagen wurden, kann es unter Umständen zur Kündigung kommen. Die bisher eingezahlten Beiträge wären weg. Fehlende Angaben können jedoch verjähren. Diese Verjährungsfrist liegt bei den meisten Versicherungen zwischen 3-10 Jahren.</li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<p>Es ist unbedingt erforderlich, dass beim Ausfüllen des Vertrags die Angaben wahrheitsgetreu gemacht werden. Selbst wenn Informationen nicht absichtlich unterschlagen wurden, kann dies dazu führen, dass die Versicherung nicht einspringt. Falsche Angaben „verjähren&#8221;  bei manchen Gesellschaften nach drei Jahren, bei anderen erst nach fünf oder gar zehn Jahren (vgl. <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/berufsunfaehigkeit/gefaehrliche-klauseln_aid_11153.html">Focus</a>). Bei den meisten Versicherungen werden gesundheitliche Probleme der letzen 5 Jahre abgefragt. Ebenfalls werden bei Vertragsunterzeichnung die Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden, was heißt, dass das Versicherungsunternehmen sich beim Arzt über den Gesundheitszustand erkundigen kann. Stiftung Warentest empfiehlt in der Ausgabe vom Juli 2009, die Ärzte darüber in Kenntnis zu setzen und sie zu bitten, die Auskünfte auf die im Antrag gefragten Zeiträume zu begrenzen.</p>
<h3><strong>Informationssystem von Versicherungen:</strong></h3>
<p>Hier werden Daten des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) über Kunden gesammelt, die Aufschluss über die Inanspruchnahme der Versicherung und die Wahrscheinlichkeit von Kosten für die Versicherer geben (<a href="http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7552266,00.html">ZDF</a>). Auf die BU-Versicherung übertragen heißt das: Hat eine Kunde einmal eine negative Einstufung oder gar ein Ablehnung durch eine Versicherung erfahren, wird es schwer, wieder ein gutes Angebot von einer anderen Versicherung zu bekommen (vgl. <a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7509903,00.html">ZDF</a>) Ein Eintrag bleibt 5 Jahre lang bestehen, davon wissen tut  man selber aber nichts.</p>
<p>FAZIT:</p>
<ul>
<li>Um anonym zu bleiben macht es evtl. Sinn auf einen freien Versicherungsmakler zurückzugreifen, der für einen Angebote einholt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Mehrere Angebote sollten gleichzeitig eingeholt werden, da die Versicherer so nicht auf einen Eintrag zurückgreifen können, als wenn man eins nach dem anderen einholt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Bei vorübergehenden Beschwerden kann überlegt werden, ob der Abschluss einer BU-Versicherung verschoben wird. Wenn die Beschwerden 5 Jahre nicht mehr aufgetreten sind, muss man sie bei den meisten Versicherungen nicht mehr angeben.</li>
</ul>
<h2><strong>Beiträge:</strong></h2>
<p>Die Beiträge zur Berufsunfähigkeits-Versicherung sind relativ hoch. Zwischen 50 - 60 % der Versicherten erheben einen Leistungsanspruch, welche die hohen Beiträge rechtfertigen (<a href="http://www.monetos.de/versicherung/berufsunfaehigkeitsversicherung/kostenfaktoren/">Monetos</a>).</p>
<p>Die Beitragshöhe hängt von verschiedenen Faktoren ab.</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> <em>Gesundheit:</em> Zuerst ist die Gesundheit des zu Versicherten interessant. Hat der Anwärter ein Herzleiden oder Bluthochdruck, sind die Chancen für den Versicherer höher, dass dieser berufsunfähig wird. In Folge dessen, wird es schwer sein, überhaupt eine Versicherung zu finden, die einen versichern will. Dazu hin sind hier die Beiträge auch wesentlich höher.</li>
</ul>
<ul class="unIndentedList">
<li> <em>Berufsgruppe:</em> Berufe werden in vier Gruppen je nach Risiko zusammengefasst.</li>
</ul>
<p>Gruppe 1 - geringes Risiko: Akademiker: Ärzte, Architekten, Apotheker, Psychologen, Diplom Kaufleute und Steuerberater</p>
<p>Gruppe 2 - normales Risiko: Bürokaufleute und sonstige kaufmännische Angestellte, Techniker und Verkäufer</p>
<p>Gruppe 3 - erhöhtes Risiko: Kranken- und Altenpfleger, Gastwirte, Kranführer und Kfz-Mechaniker</p>
<p>Gruppe 4 - hohes Risiko: Die meisten Handwerker, aber auch Raucher, Künstler, Krankengymnasten,</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> <em>Alter:</em> Es wird davon ausgegangen, dass in jungen Jahren der Gesundheitszustand besser ist. Daher zahlt man auch weniger ein. Ebenfalls zahlen jüngere Kunden, über einen längeren Zeitraum ein. Daher sind hier die Beiträge niedriger.</li>
<li> <em>Geschlecht:</em> Männer zahlen leicht weniger ein wie Frauen, da sie eine geringere Lebenserwartung wie Frauen haben.</li>
</ul>
<p>Die Beiträge werden oft in Brutto und Nettoversion dargestellt. Hier spielt die Überschussbeteiligung eine Rolle. Als Überschussbeteiligung bezeichnet man eine finanzielle Beteiligung des Kunden an den Kapitalerträgen der Versicherungen. Die Versicherungen legen ihr Geld an Kapitalmärkten an. Daher variiert die Überschussbeteiligung, da die Zinserträge oder Kursgewinne auf den Kapitalmärkten je nach Jahr schwanken. Test empfiehlt im Vertrag unter dem Punkt &#8220;Überschuss&#8221; die „Beitragsverrechnung&#8221; festzulegen, d.h. dass im Nettobeitrag die Überschüsse verrechnet sind (vgl. Test Ausgabe Juli 2009). Der Nettobetrag ist damit meist niedriger als der Bruttovertrag. Falls die Versicherung keine Überschüsse erwirtschaftet, zahlt man im schlechtesten Fall den Bruttobeitrag.</p>
<h3><strong>Höhe der Rente:</strong></h3>
<p>Die ausgezahlte Rente der BU sollte sich in Addition mit anderen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung immer am aktuellen Nettoverdienst orientieren. Nur so kann im Schadensfall der Lebensstandard gehalten werden (<a href="http://infokanal.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,7509903,00.html">ZDF</a>). Es sollte auch bedacht werden, dass mit dieser Rente noch eine private Altersvorsorge gestemmt werden muss. Meist wird eine BU-Rente von 1.500 - 2.000 EUR abgeschlossen.</p>
<h2>Steuerliche Aspekte</h2>
<p><a name="steuer"></a></p>
<h3>Steuerliche Aspekte bei Auszahlung:</h3>
<p>Hier gibt es verschiedene Regelungen, je nachdem ob es eine Private BU-Versicherung ist, eine Koppelung mit der Rürup-Rente oder eine Betriebliche.</p>
<ul class="unIndentedList">
<li> Renten aus privaten Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, auch Leibrenten genannt, werden mit dem Ertragsanteil versteuert (<a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39820/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/E/025__Einkunftsarten.html#doc10162bodyText2">Bundesministerium der Finanzen</a>). Werden Geldbeträge angespart und verzinst, so besteht das Guthaben aus einem Ansparanteil und einem Ertragsanteil, auch Zinsanteil genannt (vgl.<a href="http://www.steuerlexikon-online.de/Ertragsanteil.html">www.steuerlexikon-online.de</a>). Bei Auszahlung einer privaten BU-Rente wird nicht die gesamte Rente versteuert, sondern nur der Ertragsanteil. Je höher das Alter, desto niedriger ist der zu versteuernde Ertragsanteil (Laufzeit 5/10/15/20 Jahre: steuerpflichtige Ertragsanteile 5/12/16/21 Prozent) (Angaben <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Berufsunfaehigkeitsversicherung/1560151/1560151/1560935/">Test</a>). Auch Berufsunfähigkeitsversicherungen mit Koppelung Risikolebensversicherung werden so behandelt.</li>
<li> Für BU-Versicherungen zusammen mit der Rürup/Basisrente gilt diese Regelung nicht. Hier muss die BU-Rente wie die Rürup-Rente versteuert werden. Alle Auszahlungen müssen besteuert werden (genaue Tabelle <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/rürup-rente/#tabelle">Finanzkommune Rürup-Rente</a>). 2009 liegt der Steuersatz bei 58% und steigt bis 2020 um jährlich 2 Prozentpunkte an. Ab 2020 steigt der Steuersatz nur noch um 1 Prozentpunkt an. Ab 2040 müssten alle Auszahlungen der BU-Versicherung mit dem persönlichen Einkommensversteuerungssatz versteuert werden.</li>
<li> Betriebliche Berufsunfähigkeitsrenten aus NICHT steuerlich begünstigten Beiträgen, wie etwa für Direktversicherungen mit pauschal oder normal besteuerten Beiträgen sind wie private Berufsunfähigkeitsrenten zu besteuern (siehe <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Berufsunfaehigkeitsversicherung/1560151/1560151/1560935/">Test</a>). Hier gibt es den Unterschied zu betrieblichen Berufsunfähigkeitsrenten, die steuerlich begünstigt wurden. Diese müssen voll versteuert werden.</li>
</ul>
<h3>Steuerliche Aspekte bei Einzahlung:</h3>
<ul class="unIndentedList">
<li> Private BU-Versicherungen können als „andere Vorsorgeaufwendungen&#8221; geltend gemacht werden. Allerdings liegt der steuerliche Höchstbetrag bei 1.500 EUR für Angestellte. Dieser Betrag wird meist schon ohne die BU-Versicherung ausgeschöpft; Kranken-, Pflege-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen zählen auch als Vorsorgeaufwand. Daher bringt die BU-Versicherung keine steuerlichen Entlastungen. Gleiche Regelung gilt für Berufsunfähigkeitsversicherungen mit Koppelung Risikolebensversicherung.</li>
<li> Bei einer BU-Versicherung in Verbindung mit einer Rürup-Rente können die Gesamtkosten steuerlich geltend gemacht werden (siehe <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/berufsunfähigkeits-versicherung/#mitr">BU-Versicherung in Verbindung mit Rürup</a>).</li>
</ul>
<h2>Kombi-Produkte</h2>
<p><a name="mitr"></a></p>
<h3><strong>BU-Versicherung in Verbindung mit Rürup:</strong></h3>
<p>Die BU-Versicherung gibt es auch als Zusatzprodukt zur Rürup-Rente. Bei Abschluss ist zu beachten, dass nicht mehr wie 49% der Gesamtbeitragshöhe in die Berufsunfähigkeit fließen darf. Mindestens 50% müssen, bei dieser Produktart, in die private Altersvorsorge fließen. Bei diesem Paket können die Gesamtkosten bis zu einem Betrag von 20.000/40.000 EUR steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings kann bis heute nicht der volle Betrag geltend gemacht werden, in 2009 sind es 68%. Pro Jahr wird dies um 2 Prozentpunkte steigen, bis 2025 alle Beiträge geltend gemacht werden können (genaue Tabelle <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/rürup-rente/#tabelle">Finanzkommune Rürup-Rente</a>). Die Beiträge zu einer nicht gekoppelten privaten BU-Versicherung dürfen nur als „Andere Vorsorgeaufwendungen&#8221; steuerlich geltend gemacht werden.</p>
<p>Im Falle, dass der Vertrag beitragsfrei gestellt wird, kann die BU-Zusatzversicherung nicht separat weitergeführt werden und der Versicherungsschutz geht verloren, was ein eindeutiger Nachteil dieses Kombi-Pakets ist.</p>
<p>Die steuerlichen Vorteile aus diesem Kombipaket sind natürlich nicht zu verachten.Trotzdem hat die Frankfurter Allgemeine bei ihrem Testbeispiel berechnet, dass eine private BU-Versicherung günstiger kommt, obwohl man beim Kombipaket jede Menge Steuern sparen kann (<a href="http://www.fazfinance.net/Aktuell/Steuern-und-Recht/Die-Ruerup-Rente-mit-Invaliditaetsschutz-ist-verfuehrerisch-7272.faz">Frankfurter Allgemeine</a>). Dies liegt daran, dass die Leistungen im Auszahlungsfall bei der privaten BU-Versicherung niedriger besteuert werden (siehe Punkt <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/berufsunfähigkeits-versicherung/#steuer">steuerliche Aspekte bei Auszahlung</a>).</p>
<p>Stiftung Warentest rät auch von solchen Kombi-Rürup-Pakten ab. Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit seien zwei verschiedene Versicherungen, die besser getrennt voneinander abgeschlossen werden (<a href="https://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Berufsunfaehigkeitsversicherung/1560151/1560151/1560911/default.ashx">Test</a>).  Nicht jeder gute BU-Versicherer habe auch ein gutes Händchen bei der Kapitalanlage. Auch mindere eine BU-Versicherung die zu erhaltene Rente bei Rentenbeginn erheblich. Ob die steuerlichen Vorteile des Kombipakets bei Einzahlung, die Nachteile bei Auszahlung aufwiegen, sei ferner fraglich.</p>
<h3>BU-Versicherung in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung:</h3>
<p>In diesem Fall ist BU-Versicherung eine Zusatzversicherung zu einer Risikolebensversicherung. Dies ist ein Kombi-Produkt, welches Sinn macht. Viele Versicherungen bieten diesen doppelten Schutz an. Der eingebaute Todesfallschutz ist laut Stiftung Warentest ohne größeren finanziellen  Aufpreis zu haben. Frauen zahlen leicht mehr als bei einer reinen BU-Versicherung. Männer hingegen müssen einen kleinen Aufpreis zahlen, da sie eine geringere Lebenserwartung haben (Finanztest Juli 2009). Bei dem Todesfallschutz ist darauf zu achten, dass er dass 3-5 fache sein Bruttojahresgehalt ausmachen sollte. Bei vielen Komplettpaketen ist der Todesfallschutz niedriger angesetzt und muss noch erhöht werden.</p>
<h2>Beste Versicherer</h2>
<h3><strong>Test-Urteile BU-Zusatzversicherung mit Risikolebensversicherung:</strong></h3>
<p>In der Ausgabe vom Juli 2009 hat Stiftung Warentest 82 Angebote untersucht. Geachtet wurde hierbei, dass die Versicherer faire Fragen stellen und diese auch klar formuliert sind.  Als wichtigster Punkt wurden die Bedingungen angesehen, z. Bsp. dass keine &#8220;abstrakte Verweisung&#8221; vorliegt. Dass die Vertragsbedingungen stimmen,  wird wichtiger angesehen als ein guter Preis. Erst wenn die Vertragsbedingungen erstklassig sind, dürfte auf den Preis geschaut werden.</p>
<p>Als Testbeispiel hat Stiftung Warentest Diplomkaufleute, mit 30 Jahre, genommen.  Vereinbart wurde eine Vertragslaufzeit bis 65 Jahre, 50.000 EUR Todesfallsumme und eine Rente von 2.000 EUR. Der Jahresnettobeitrag für ein „sehr gutes&#8221; Angebot kann für eine Frau 882 EUR (Hannoversche Leben) betragen. Es können aber auch stolze 1.996 EUR (Inter) zusammenkommen. Bei Männern reicht die Preisspanne unter den „sehr gut&#8221; bewerteten Tarifen von 824 EUR (Cosmos) bis 1.720 EUR (Arag).</p>
<p>Das zweite Test-Paar sind Industriemechaniker, mit einer Rente von 1.200 EUR. Hier rangiert bei Frauen die Preisspanne zwischen 696 und 2.084 EUR im Jahr, bei Männern sind es 622 EUR bis 2.021 EUR. Dies liegt daran, dass Industriemechaniker in der 3. Gefahrengruppe eingeordnet sind und somit relativ hohe Beiträge zahlen müssen.</p>
<p>Die besten Angebote für beide Berufsgruppen machten AachenerMünchener, Hannoversche Leben, Generali, Huk Coburg und Huk 24.</p>
<p>Weiterhin mit „sehr gut&#8221; schlossen in abfolgender Reihenfolge ab: Alte Leipziger, DBV-Winterthur, Provinzial Rheinland, SV Sachsen, SV Stuttgart, Allianz, Axa, Cosmos Direkt, VPV, Asstel, Barmenia, Condor, Debeka, Familienvorsorge, Gothaer, HanseMerkur, universa, Volkswohl Bund, Arag, Delta Lloyed, Nürnberger, Öffentl. Oldenburg, Stuttgarter, Bayern Versicherung, BBV, Dialog, Inter, LMV, Neue BBV, Öff. Berlin-Brandenburg, VGH und Württembergische</p>
<h3>Rating Morgen&amp;Morgen:</h3>
<p>Anderes Unternehmen, welche BU-Zusatzversicherungen einschätzt, die die Firma Morgen&amp;Morgen. Die Ratings können unter <a href="http://mm-gmbh.yum.de/analyse/rati_burating_ergebnis.php">Morgen&amp;Morgen</a> eingesehen werden.</p>
<h3>Test  Urteil reine BU-Versicherung:</h3>
<p>In der Ausgabe vom Juni 2008 wurden reine BU-Versicherungen untersucht. Obwohl das Testbeispiel dem von 2009 ähnlich war (2.000 EUR Rente, Renteneintritt 65 Jahre, 30 Jahre Beginn, Diplom-Kaufmann), waren reine BU-Versicherungen teurer als das Kombiprodukt mit Risikolebensversicherung.</p>
<p>Testsieger wurde die Volksfürsorge. Ebenfalls mit „sehr gut&#8221; schnitten ab: VHV, Alter Leipziger, DBV Winterthur, SV Sachen, SV Stuttgart, Volkswohl Bund, Allianz, Aachener Münchener, Delta Lloyed, Dialog, Direkte Leben, Inter, LMV, Stuttgarter und Württembergische.</p>
<p>Für Frauen lag der günstigste Jahresbeitrag bei 989 Euro, der Mann zahlte 916 Euro (Angebot von Alte Leipziger).</p>
<p>&#8211;&gt; Aufgrund von niedrigeren Beitragszahlungen in der Ausgabe Juli 2009, sollte man sich eher an den neuesten Testergebnissen orientieren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rürup-Rente</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/07/rurup-rente/</link>
		<comments>http://finanzkommune.de/2009/07/rurup-rente/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 13:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://finanzkommune.de/?p=182</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Artikel geht darauf ein, für welchen Personenkreis die Rürup-Rente Vorteile bietet. Des Weiteren wird die staatliche Förderung mit ihren Bedingungen näher erläutert, wie auch die steuerlichen Konsequenzen je nach Jahrgang. Test-Urteile von Stiftung Warentest werden ebenfalls aufgezeigt, zusammen mit einer kritischen Betrachtung der Rürup-Rente als Option der privaten Altersvorsorge.
Definition:
Die Rürup Rente, auch oft Basisrente [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Artikel geht darauf ein, für welchen Personenkreis die Rürup-Rente Vorteile bietet. Des Weiteren wird die staatliche Förderung mit ihren Bedingungen näher erläutert, wie auch die steuerlichen Konsequenzen je nach Jahrgang. Test-Urteile von Stiftung Warentest werden ebenfalls aufgezeigt, zusammen mit einer kritischen Betrachtung der Rürup-Rente als Option der privaten Altersvorsorge.</em><span id="more-182"></span></p>
<h2>Definition:</h2>
<p><strong></strong>Die Rürup Rente, auch oft Basisrente genannt, kann Bestandteil der privaten Altersvorsorge sein. Nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigte werden vom Staat bei der Altersvorsorge steuerlich begünstigst.</p>
<h2>Charakteristika:</h2>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong>Personenkreis:</strong></h3>
<blockquote><p>„Rürupen&#8221; darf im Prinzip jeder. Jedoch für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ist die Riester Rente aufgrund staatlicher Zulagen meist die bessere Option für die Altersvorsorge.  Rürup ist speziell für Selbständige gedacht, die nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls Beitragszahler in landwirtschaftlichen Alterskassen oder an berufsständischen Versorgungseinrichtungen (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer, Zahnärzte) dürfen nicht riestern, aber rürupen.</p>
<h3><strong>Förderung und Steuer:</strong></h3>
<p>Bei der Rürup Rente können Alleinstehende den Höchstbetrag von 20.000 EUR, Ehepaare 40.000 EUR jährlich einzahlen, um die volle Steuererleichterung zu bekommen (<a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_53848/sid_1D64027AF07E483165493BFA8DF46F7A/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Alter__und__Vorsorge/Altersvorsorge/006__basis__ruerup__rente.html?__nnn=true">Bundesministerium der Finanzen</a>). Diese Summe wird steuerlich begünstigt, da sie als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer angerechnet werden und so dass zu versteuernde Einkommen mindern.</p>
<p>Bei der Berechnung des Höchstbetrags ist darauf zu achten, dass Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, landwirtschaftlichen Alterskassen oder an berufsständischen Versorgungseinrichtungen, von den 20.000 EUR bzw. 40.000 EUR abgezogen werden.</p>
<p>Beispielsrechnung: Ein Arzt verdient 60.000 EUR im Monat und ist Mitglied in einem Versorgungswerk. In dieses Versorgungswerk zahlt er jährlich 10.500 EUR ein. Somit kann er noch 9.500 EUR in die Rürup Rente einzahlen (Höchstbetrag 20.000 EUR - 10.500 EUR).</p>
<blockquote></blockquote>
<p>Bis 2025 können die Beiträge nur zu einem bestimmten Prozentsatz von der Steuer abgezogen werden. Im Jahr 2009 können 68% der Einzahlung in die Rüruprente steuermindernd geltend gemacht werden. Der maximale steuersenkende Betrag beläuft sich auf 13.600 EUR (Höchstbetrag 20.000 EUR x 68%). In den Folgejahren steigt dieser Betrag jährlich um zwei Prozentpunkte, bis im Jahr 2025 alle Beiträge auch steuerlich absetzbar sind.</p>
<p>Im Gegensatz dazu steigt auch der Steuersatz, mit dem Rente bei Auszahlung besteuert wird. 2005 lag dieser bei 50%, welcher bis 2020 jährlich um 2% wächst. Ab 2020 steigt der Steuersatz nur noch um 1% an. Somit sind bis 2040 alle Auszahlungen voll zu versteuern (vgl. <a href="http://www.arbeitsgemeinschaft-finanzen.de/altersvorsorge/basisrente.php">www.arbeitsgemeinschaft-finanzen.de</a>). Dies führt zu einem Problem für die jüngere Generation. Bei Auszahlungen ab 2040 sind alle Beiträge zu versteuern, aber jedoch durften nicht alle Beiträge steuermindernd geltend gemacht werden. In 2009 waren es nur 68%. Somit zahlt der Empfänger zweimal Steuern.</p>
<blockquote><p>Jahrgänge von 1967 - 1987 fallen bei der Rürup-Rente in eine Doppelbesteuerung.</p></blockquote>
<p>Zum ersten Mal zahlt er Steuer, da bis 2025 nicht 100% der Beiträge abzugsfähig sind. Dann trifft ihn zum zweiten Mal die Besteuerung bei der Auszahlung, wo nun 100% steuerpflichtig sind. Im Ganzen muss der Empfänger zwar weniger versteuern, weil im Alter der Steuersatz niedriger ist. Jedoch schlägt die Doppelbesteuerung erheblich auf die Rendite. Laut Test trifft diese Falle ab dem Jahrgang 1967 in Kraft. Dagegen entgehen die Jahrgänge ab 1987 dieser Doppelbesteuerungsfalle (<a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Ruerup-Rente/1687616/1687616/1688032/">Test</a>).</p>
<p>Beispiel: Jahrgang 1970 zahlt 2009 seine ersten Beiträge ein. Bei einem Renteneintritt mit 67 Jahren, wäre dies das Jahr 2037. Im Jahr 2037 muss er 97% seiner Beiträge versteuern. Jedoch konnte er von 2009-2037 nur im Durchschnitt 90,6% seiner Beitragszahlungen steuerlich geltend machen. Somit hat er einen Verlust von über 6%, die er doppelt besteuert hat.<br />
<a name="tabelle"></a></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-full wp-image-184" src="http://finanzkommune.de/files/2009/07/ruerupp.jpg" alt="ruerupp" width="657" height="705" /></p>
<p><strong>FAZIT: </strong>Somit lohnt sich die Rürup-Rente vor allem für Personen die kurz vor der Rente stehen und einen hohen Einkommensversteuerungssatz haben. Diese Personengruppe muss nur 70-80% bei der Auszahlung versteuern. Da der Steuersatz als Rentner niedriger ist, wie zu Erwerbszeiten, lohnt sich hier ein Vertragsabschluss doppelt.</p>
<h3><strong>Voraussetzungen:</strong></h3>
<p>Die eingezahlten Beiträge dürfen frühestens mit dem 60. Lebensjahr ausgezahlt werden. Des Weiteren gibt es keine Einmal-Auszahlungssumme, sondern die Rente wird lebenslang monatlich gezahlt. In der Grundform ist die Rürup-Rente nicht vererbbar und darf auch nicht beliehen, übertragen oder veräußert werden (<a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_53848/sid_1D64027AF07E483165493BFA8DF46F7A/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Alter__und__Vorsorge/Altersvorsorge/006__basis__ruerup__rente.html?__nnn=true">Bundesministerium der Finanzen</a>).<em> </em>Im Krisenfalle zu kündigen, die Einzahlungen entnehmen und die Förderungen zurückzahlen ist nicht möglich <em>(</em>vgl. <a href="http://www.swr.de/swr1/rp/tipps/geld/-/id=446850/nid=446850/did=1022174/mpdid=3890544/1tnsal1/">SWR1</a>)</p>
<p>Der Vertrag kann jedoch so gestaltet werden, dass es eine Hinterbliebenenrente während der Ansparzeit gibt und/oder während der Rentenzeit. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Verknüpfung zu Rürup ist denkbar. Jedoch muss man sich im Klaren sein, dass diese Versicherungen die monatlich ausgezahlte Summe bei Rentenbeginn erheblich verringern.</p>
<p>Bei finanziellen Engpässen kann der Vertrag auch beitragsfrei gestellt werden. Das heißt, alle bereits eingezahlten Beiträge bleiben erhalten und der Vertrag an sich auch. Diesen Fall sollte man sich vor Vertragsabschluss von der Versicherung durchrechnen lassen. Es gibt Versicherungen bei denen viele Jahre ein Mindestbetrag eingezahlt werden muss, bevor eine Mindestrente garantiert wird. Stellt man vor diesem Zeitpunkt seinen Vertrag auf „beitragsfrei&#8221;, kann es sein, dass alle bereits eingezahlten Beiträge eingezogen werden, aber es keine Mindestrente gibt.</p>
<h3><strong>Formen der Rürup-Rente:</strong></h3>
<p>Die Rürup-Rente kann als <strong>klassische Rentenversicherung</strong> oder auch als <strong>Fondsvariante</strong> abgeschlossen werden. Bei der klassischen Rentenversicherung gibt es normalerweise einen garantierten Zinssatz von 2,25% pro Jahr. Hier wird oft in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Bei der Fondsgebundenen Variante gibt es mehr Risiko aber auch Chancen auf höhere Rendite. Unter Umständen könnte es sein, dass bei Renteneintritt weniger Vermögen vorhanden ist, als eingezahlt wurde.</p>
<p>Bei beiden Varianten gibt es von den Versicherern meist eine Überschussbeteiligung. Als Überschussbeteiligung bezeichnet man eine finanzielle Beteiligung des Kunden an den Kapitalerträgen der Versicherungen. Die Versicherungen legen ihr Geld an Kapitalmärkten an. Daher variiert die Überschussbeteiligung, da die Zinserträge oder Kursgewinne auf den Kapitalmärkten je nach Jahr schwanken. Im Finanztest 5/2008 empfiehlt Stiftung Warentest die Bonusrente in der Ansparphase und die volldynamische Variante in der Auszahlungsphase. Bei der klassischen Rentenversicherung errechnet sich die später zu erhaltene Rente aus der Garantierente und der Überschussbeteiligung. Abschluss und Verwaltungskosten mindern die Gesamtrente jedoch auch nochmal.</p>
<p>Im Gegensatz zur Riester-Rente gibt es unterschiedlich hohe Auszahlungen im Rentenalter für Mann und Frau. Da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben, ist die monatliche Rentenauszahlung niedriger.</p>
<p>Im Falle einer Pleite der Versicherung sind die Ansprüche der Rürup-Kunden durch Protektor, die Auffanggesellschaft der Lebensversicherer, geschützt (vgl. <a href="http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2009/0316/01_altersvorsorge.jsp.">WDR</a>).</p>
<h2><strong>Test-Urteile:</strong></h2>
<p>Im Finanztest 5/2008 hat Stiftung Warentest die Rürup-Rente unter die Lupe genommen. Bei diesem Test stand die klassische Versicherung im Focus.</p>
<blockquote><p>Die Verbraucherschutzzentrale in Hamburg empfiehlt Rürup-Rentenversicherungsverträge bis auf wenige Ausnahmen nicht weiter. Diese werden als undurchsichtig eingestuft und können nicht vererbt oder gekündigt werden. Die Rendite sei mäßig, die Kosten für den Abschluss und die Verwaltung seien hoch (vgl. <a href="http://www.sueddeutsche.de/v5o389/2969034/Wenn-die-Ampel-rot-zeigt.html">Süddeutsche</a>).</p></blockquote>
<p>Bei der Auswahl des Versicherers soll auf die garantierte Mindestrente, sowie auf die Überschussbeteiligung und auf die Abschlusskosten geachtet werden. Die Beiträge sollen jährlich gezahlt werden, da sonst der Versicherer monatliche Zuschläge erhebt. Ebenfalls solle man auf eine dynamische Beitragserhöhung verzichten, da dies die Transparenz verschlechtere.</p>
<p>Bei dem Test wurden die Kriterien Rentenzusagen (45%), Flexibilität (10%), Transparenz (10%) und Anlageerfolg (35%) bewertet.</p>
<p>Mit „sehr gut&#8221; wurden die Versicherer CosmosDirekt (1,3), Europa (1,4) und Debeka (1,5) bewertet. Ein „gut&#8221; erreichten in absteigender Reihenfolge WGV, Hanse Merkur, Fortis, Hannoversche Leben, Volkswohl Bund, Delta Lloyed, Huk Coburg, SDK, Allianz, Alte Leipziger, DEVK und Zürich Deutscher Herold.</p>
<p>Nur bei der Cosmos Direkt könne ein Anbieterwechsel vorgenommen werden, falls man mit dem Service nicht zufrieden sei.</p>
<h2><strong>Vorteile Rürup-Rente:</strong></h2>
<p>-       Steuerliche Vorteile vor allem bei Besserverdienern</p>
<p>-       Rürup-Rente bleibt erhalten bei Hartz 4, bei Verpflichtungen für Unterhaltszahlungen für Kinder und Eltern, bei Insolvenz</p>
<h2><strong>Nachteile Rürup-Rente:</strong></h2>
<p>-       Vertrag darf nicht gekündigt werden</p>
<p>-       Zwischen Jahrgang 1960-1987 Doppelbesteuerung</p>
<p>-       Darf in Grundform nicht vererbt werden</p>
<p>-       Unflexibel, da keine Kapitalauszahlung möglich ist</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Riester Rente</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 16:48:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Riester-Rente ist ein sehr beliebtes Instrument der privaten Altersvorsorge. Mit diesem Blog werden die Eigenheiten der vier verschiedenen Riester Arten (Riester-Versicherung, Riester-Fonds-Sparplan, Riester-Banksparplan und Wohn-Riester) aufgezeigt. Welcher Personenkreis staatlich gefördert wird und an welche Voraussetzungen dies gebunden ist. Dazuhin werden die Optionen mit Vor und Nachteilen aufgezeigt und Empfehlungen abgegeben,  welche Produkte am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Riester-Rente ist ein sehr beliebtes Instrument der privaten Altersvorsorge. Mit diesem Blog werden die Eigenheiten der vier verschiedenen Riester Arten (Riester-Versicherung, Riester-Fonds-Sparplan, Riester-Banksparplan und Wohn-Riester) aufgezeigt. Welcher Personenkreis staatlich gefördert wird und an welche Voraussetzungen dies gebunden ist. Dazuhin werden die Optionen mit Vor und Nachteilen aufgezeigt und Empfehlungen abgegeben,  welche Produkte am meisten Sinn machen. Gestützt sind diese Angaben u. A. auf Testurteile von Stiftung Warentest.</em><span id="more-92"></span></p>
<h2>Definition:</h2>
<p>Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine private Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird.<br />
<a name="1"></a></p>
<h2>Übersicht über die die Riester Rente:</h2>
<p>Die Angebote „Riester&#8221; lassen sich in vier Grundtypen einteilen:</p>
<ul class="unIndentedList">
<li><a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#riester-versicherung">Riester-Versicherung</a></li>
<li><a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#riester-fonds-sparplan">Riester-Fonds-Sparplan</a></li>
<li><a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#riester-banksparplan">Riester-Bank-Sparplan</a></li>
<li><a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#wohn-riester">Riester Wohneigentum</a></li>
</ul>
<p>Mehr als 12 Millionen Deutsche haben seit 2002 eine Riester Rente abgeschlossen. Eindeutig am beliebtesten mit über 75% ist hierbei die klassische und fondsgebundene Versicherung, gefolgt von dem Riester-Fonds-Sparplan und dem Riester-Bank-Sparplan (vgl. <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/markt/archiv/geld_vorsorge_versicherungen/riesterrente102.html">NDR</a>).</p>
<h2>Charakteristika der Riester-Rente:</h2>
<blockquote><p>Bei der Riester-Rente wird garantiert, dass zum Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen voll zur Verfügung stehen. Dazuhin ist die Anlage pfändungsgeschützt und wird im Falle von Hartz IV nicht angerechnet (vgl. <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__97.html">Bundesministerium der Justiz</a>).</p></blockquote>
<p>Alle vier Riester-Produkte,  werden im Falle einer Pleite des Versicherers durch die Auffanggesellschaft „Protektor&#8221; aufgefangen (vgl. <a href="http://www.daserste.de/moma/servicebeitrag_dyn~uid,sccnkbw0nrlx8i7v~cm.asp">ARD</a>).</p>
<p>Die Auszahlungen beginnen frühestens mit Vollendung des 60. und spätestens mit Vollendung des 67. Lebensjahres. Wenn für die gesetzliche Rente das Eintrittsalter steigt, dann wirkt sich das auch auf die Riester Rente aus. Bei Renteneintritt bekommt man seine Rente normalerweise monatlich, aber bis zu 30% des Kapitals kann als einmalige Sonderzahlung ausgezahlt werden.</p>
<p>Der Beitrag beläuft sich auf 4% des Vorjahreseinkommens (max. 2.100 EUR= abzüglich der staatlichen Zulagen (siehe <a href="http://www.riesteronline.de/riesterrente/faq.cfm">www.riesteronline.de</a>).</p>
<p>Es ist auch möglich weniger als die 4% einzuzahlen, allerdings verringert sich dann auch die staatliche Förderung. Genau so ist es möglich, die Beiträge für einige Zeit auszusetzen, allerdings gibt es in diesem Fall keine staatliche Förderung. Der Sockelbetrag, also der Mindestbeitrag, um staatliche Zuschüsse erhalten zu können, liegt bei 60 Euro im Jahr (siehe <a href="http://www.riesterrente-online.info/info/riester-rente_sockelbeitrag.shtml">www.riesterrente-online.info</a>).</p>
<h3>Voraussetzungen:</h3>
<p>&#8220;Riestern&#8221; darf jeder, der Beiträge in die Rentenversicherung zahlt. Dazu zählen neben herkömmlichen Arbeitnehmern auch Zivildienstleistende, pflichtversicherte Selbständige und Arbeitslose, die Arbeitslosengeld oder Hartz IV bekommen. Auch Eltern, die ihre Kinder zu Hause erziehen, werden die ersten vier Jahre vom Staat gefördert (vgl. <a href="http://www.br-online.de/bayern2/verbraucher/finanzen-vorsorge-DID1204639008634/riester-rente-riester-rente-ID1224513695247.xml">Bayerischer Rundfunk</a>). Dieser Personenkreis wird als <em>unmittelbar förderungsberechtigt</em> bezeichnet. Dazu hin gibt es noch den <em>mittelbar</em> <em>förderungsberechtigten</em> Personenkreis. Mittelbar ist derjenige, der die oben genannten Anforderungen nicht erfüllt, aber mit einer unmittelbar geförderten Person verheiratet ist. Mittelbar förderungsberechtige Personen erhalten ebenfalls Zulagen vom Staat.</p>
<h3>Staatliche Zulagen für alle Riester Variationen:</h3>
<ul type="disc">
<li>Grundzulage Erwachsener 154 Euro pro Jahr.</li>
<li>Zulage Kind: 185 Euro zusätzlich.</li>
<li>Für Kinder, die ab 2008 geboren werden, erhöht sich der Betrag sogar auf 300 Euro.</li>
<li>Wer noch keine 25 Jahre alt ist und „riestert&#8221;, bekommt einmalig 200 Euro vom Staat.</li>
</ul>
<p>Der jährliche Zuschuss muss beantragt werden. Sie können auch rückwirkend für zwei Jahre beantragt werden. Die beste Lösung ist hier einen „Dauerzulageantrag&#8221; für den Riestervertrag zu stellen, der dann ein Leben lang gilt.</p>
<h4>Rechenbeispiel:</h4>
<p>Bei einem Bruttojahresverdienst von 35.000 EUR müssen 4%, also 1.400 EUR als Beitrag abgeführt werden, um die maximale Förderung in Anspruch zu nehmen. Ein Erwachsener erhält 154 EUR Zulage, bei zwei Kindern bekäme er weitere 370 EUR Zulage. Ein Erwachsener mit zwei Kindern bekäme demnach insgesamt 524 EUR vom Staat, 876 EUR müsste er selbst aufbringen.</p>
<h3>Auflösung Riester:</h3>
<p>Bei der Riester Versicherung oder bei der fondsgebundenen Versicherung sind die Verträge oft sehr teuer. „Die Kosten fressen die Förderung auf&#8221; (<a href="http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=33608&amp;key=standard_document_36451030">Hessischer Rundfunk</a>). Anderer Fall für eine Kündigung wäre Arbeitslosigkeit, die Beiträge können nicht mehr bezahlt werden. Bei beiden Fällen stellt sich die Frage nach der Auflösung des Vertrags.</p>
<p>Anders als Lebensversicherungen darf die Riester nicht abgetreten oder beliehen werden (vgl. <a href="http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2003/0311/010_rente.jsp">WDR</a>). Welche Möglichkeiten bleiben noch?</p>
<ul type="disc">
<li><span style="text-decoration: underline">Kündigung:</span> Bei Kündigung des Vertrages vor Rentenantritt muss die volle Förderungen (Zulagen und Steuervorteil) ab Beginn zurückgezahlt werden. Bisher steuerfreie Erträge müssen nachversteuert werden. Bei einer Kündigung in den ersten Jahren fallen Gebühren bis zu 50% an (vgl. <a href="http://www.br-online.de/mittagsmagazin/0409riester.shtml">Bayerischer Rundfunk</a>). Von dem her eher nicht zu empfehlen.</li>
</ul>
<ul type="disc">
<li><span style="text-decoration: underline">Vertrag ruhen lassen</span>: Bei einer finanziellen Engpasssituation ist es besser den Vertrag ruhen zu lassen. Es wird nichts eingezahlt und es gibt keinen Zuschuss. Aber es muss nichts versteuert oder zurückgezahlt werden.</li>
</ul>
<ul type="disc">
<li><span style="text-decoration: underline">Vertrag wechseln</span>: Falls ein Wechsel in Frage kommt, sollte man sich bewusst sein, dass hier Gebühren anfallen. Insbesondere wenn die Gesellschaft gewechselt wird, sind diese Gebühren zwischen 50-100 EUR nicht zu verachten (vgl. <a href="http://boerse.ard.de/content.jsp?go=meldung&amp;key=dokument_218478">Boerse ARD</a>). Weder die bis dahin in Rechnung gestellten Abschluss- und Vertriebsgebühren noch etwaige <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#ausgabeaufschlag"><em>Ausgabeaufschläge</em></a> (bei Fondsprodukten) werden aber erstattet. Jedoch können hier die staatlichen Zuschüsse mitgenommen werden. Teilweise ist es besser den Vertrag zu kündigen und zu einem billigeren Vertrag zu wechseln. So können die Wechselgebühren in den darauffolgenden Jahren, aufgrund von niedrigeren Verwaltungsgebühren, wieder wett gemacht werden.</li>
</ul>
<p>Bei der Riester Versicherung ist der Wechsel besonders teuer. Die Versicherer müssen laut Gesetz die Abschlusskosten für die gesamte Laufzeit auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilen. Dies bedeutet, dass eine Kündigung mit Wechsel des Anbieters möglichst in den ersten Jahren erfolgen sollte und nicht später, wenn bereits die vollen Abschlusskosten verrechnet wurden (vgl. <a href="http://www.finanztip.de/recht/versicherungen/riester-13.htm">www.finanztip.de</a>).</p>
<h2>Steueraspekte:</h2>
<p>In der Ansparphase unterliegen Beiträge, Zulagen und Zinsen bei allen Riester Variationen keiner Besteuerung (siehe <a href="www.steuerlexikon-online.de/RiesterRente_Besteuerung.html">www.steuerlexikon-online.de</a>). Die Beiträge für die Riester-Rente werden nachträglich von der Steuer befreit. Die Sparer bekommen ihr Geld über die Steuererklärung zurück, schließlich bezahlen sie die Beiträge zunächst von ihrem Nettolohn.</p>
<blockquote><p>Bis zu einer Höhe von 2.100 Euro sind Beiträge steuerlich als Sonderausgabe absetzbar (vgl. <a href="http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,7124408,00.html">ZDF</a>).</p></blockquote>
<p>Hier ist zu beachten, dass Ehepaare, die unmittelbar gefördert werden somit 4.200 EUR absetzen können. Pro Person bleibt der Höchstbetrag aber trotzdem bei 2.100, d.h. eine Übertragung eines nicht voll ausgeschöpften Sonderausgabenabzugs kann nicht vorgenommen werden. Mittelbar Förderungsberechtigte können überhaupt keine Sonderausgaben ansetzen.</p>
<p>Wenn im Ruhestand die Beträge ausgezahlt werden, unterliegen diese der Versteuerung als „sonstige Einkünfte&#8221; (vgl. <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__22.html">Bundesministerium der Justiz</a>). Bei der Auszahlung greift die Abgeltungssteuer von 25% nicht (vgl. <a href="http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,7487398,00.html">ZDF</a>).  Von Vorteil ist, dass im Rentenalter der persönliche Steuersatz niedriger ist wie zu Erwerbszeiten und daher fährt man immer besser wie mit der Abgeltungssteuer.</p>
<p><span style="text-decoration: underline">FAZIT Steuern</span>: Auf alle Fälle bleibt zu sagen, dass dies die jetzigen Steuergesetze sind. Wie die Steuerlage in der Zukunft aussieht, kann nicht vorausgesehen werden.</p>
<h3>Übersparung:</h3>
<p>Um weitere Steuervorteile auszunützen, kann der Vertrag mit egal bei welcher Riester Variante „überspart&#8221; werden. Dies heißt, dass mehr Beiträge wie die 4% vom Bruttoeinkommen eingezahlt werden. Diese Beiträge werden vom Anbieter angelegt und dieser garantiert auch, dass die Beiträge bei Rentenbeginn zur Verfügung stehen. Da der dazu gezahlte Beitrag keine steuerlichen Zuschüsse mit sich bringt, werden diese jedoch bei der Auszahlungsphase steuerlich begünstigt. Die Erträge aus Übersparung sind zur Hälfte mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Diese Steuer-Ersparnis erfolgt nur, wenn die Auszahlung ab einem Alter von 60 Jahren und nach mindestens 12 Jahren Vertragslaufzeit erfolgt. Sind die Voraussetzungen „12 Jahre Vertragslaufzeit&#8221; und „Mindestalter 60 Jahre&#8221; bei Auszahlung nicht erfüllt, muss der komplette Ertrag mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden (siehe <a href="http://www.riesterrente-info.de/riesterrente-informationen/">www.riesterrente-info.de</a>). Die aus der Überzahlung resultierende Rente kann als Einmalauszahlung bei Rentenbeginn vollständig entnommen werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Ausnahme Riester Fondssparplan</span><em>:</em> Ein Riester Fondssparplan kann zur Altersvorsorge auch ohne Förderung bespart werden. Nicht gefördert sparen darf uneingeschränkt jeder. Für ungeförderte Riester Fondssparpläne gibt es sogar noch einen weiteren Steuervorteil, wenn der  ungeförderte Riester Fondssparplan mindestens 12 Jahre bestehen bleibt und die bezugsberechtigte Person bei der Auszahlung mindestens 60 Jahre alt ist. Dann brauchen die Gewinne aus einem (ungeförderten) Riester Fondssparplan nur zur Hälfte mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden (<a href="http://www.2009-abgeltungssteuer.de/fondspolice-riester-fondssparplan.html">www.2009-abgeltungssteuer.de</a> ). Dies gilt jedoch nur für die Gewinne, Beiträge sind steuerfrei zu vereinnahmen (<a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/289/441030/text/">Sueddeutsche</a>).<br />
<a name="riester-versicherung"></a></p>
<h2>Riester Versicherung:</h2>
<h3>Klassische Riester Versicherung:</h3>
<p>Als klassische Riester Versicherung wird bezeichnet, wenn vom Versicherungsnehmer jahrelang Beiträge eingezahlt werden. Diese Beträge werden mindestens mit der Garantieverzinsung von zurzeit 2,25% verzinst. Diese Summe kann durch Überschussbeteiligungen der Versicherer sogar noch höher sein. Frühestens ab dem 60. Lebensjahr wird lebenslang eine monatliche Rate ausgezahlt wird oder es wird ein Teil als „einmal Auszahlungssumme&#8221; gezahlt. Welche Option auch immer muss in einem Vertrag festgehalten werden.<br />
In der klassischen Rente dürfen laut Versicherungsgesetz nur 35% in Aktien angelegt werden, um so das Risiko einzudämmen (vgl. <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/vag/__54.html">Bundesministerium der Justiz</a>).</p>
<h3>Fondsgebundene Riester Versicherung:</h3>
<p>Es gibt auch noch die Form der fondsgebundenen Riester Versicherung. Diese ähnelt der klassischen Riester Versicherung, nur dass die Beiträge in Investmentfonds angelegt werden. Es wird damit geworben, dass diese Form mehr Rendite abwirft, wie die klassische Variante. Allerdings kann es auch sein, dass die Fonds fallen. Dann erhält der Sparer nur seine eingezahlten Beiträge zurück, evtl. ohne Verzinsung. Bei dieser Variante gibt es also keine Garantieverzinsung.</p>
<h3>Kosten:</h3>
<p>Sowohl bei der klassischen Riester Versicherung wie auch bei der fondsgebundenen Versicherung fallen erhebliche Kosten an.  Noch teurer als die klassische Versicherung sei in der Regel die fondsgebundene Riester Versicherung.</p>
<blockquote><p>Die Riester Versicherung ist von allen 4 Riester-Varianten die teuerste Option, wird aber erstaunlicherweise am Meisten abgeschlossen.Von den Zinserträgen werden die Kosten für Provisionen und Verwaltung abgezogen. Laut Angaben des <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/markt/archiv/geld_vorsorge_versicherungen/riesterrente102.html">NDR</a> gehen 10-15% der Beiträge als Kosten weg.</p></blockquote>
<p>Dies liege nach NDR Informationen daran, dass die Banken und Versicherungen mit dieser Form am meisten Geld machen können.<br />
Stiftung Warentest empfiehlt in der Ausgabe vom finanztest 10/2008 die Beiträge möglichst jährlich im Voraus zu zahlen, da so keine Ratenzuschläge anfallen.</p>
<h3>Für wen sind Riester Versicherungen empfohlen?</h3>
<p>Für 40-50 Jährige ist die Riester Versicherung empfohlen, da in dieser Altersgruppe das Risiko mit der klassischen Riester-Rente im Vergleich zum Riester Fonds Sparplan (nicht zu verwechseln mit fondsgebundenen Riester Versicherung) erheblich eingeschränkt wird. Ebenfalls wird es bei sehr risikoscheuen Menschen empfohlen, da es eine Auszahlungsgarantie der eingezahlten Beiträge gibt, sowie eine Zinsgarantie bei der klassischen Variante. Trotzdem steht eine Riesterversicherung in direkter Konkurrenz mit einem <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#riester-banksparplan1">Riester Banksparplan</a>. Dort ist die Rendite besser, da kaum Kosten anfallen (siehe Punkt Banksparplan)<br />
Bei jüngeren Personen wird angenommen, dass diese die Kursschwankungen an den Kapitalmärkten besser ausgleichen können und daher eine wesentlich höhere Rendite erhalten. Daher sollte diese Personengruppe mit einem Fonds-Sparplan Riestern.</p>
<h3>Rendite bei Rentenversicherung und Lebensversicherung:</h3>
<p>Bei klassischen Rentenversicherungen ist die Rendite meist höher wie bei Lebensversicherungen. Dies liegt daran, dass die Riester-Rente staatliche gefördert wird. Dazuhin wird bei Lebensversicherungen noch der Todesfall abgesichert, der wiederum die Rendite mindert, weil Zinserträge nur auf den Sparanteil gerechnet werden.<br />
<strong>JEDOCH:</strong> Hinter der Riester Renten/Versicherung verbergen sich stolze Beitragskosten für Provision und Verwaltung. Die Riester Versicherung ist von allen vier Riester-Varianten die teuerste Option.</p>
<h3>Tests Anbietervergleich:</h3>
<p>Im Finanztest Riester-Rentenversicherung Vorsorgen mit Ausdauer finanztest 10/2008 wurden die Riester-Rentenversicherungen anhand der Rentenzusage/Kosten (50%), des Anlageerfolgs (40%) und Transparenz (10%) bewertet. Die Rentenzusagen beinhaltet die Rente ohne Überschüsse. Die Kosten der Versicherer wurden berücksichtigt, sowie der Anteil von Eigenbeiträgen und den Zulagen an der Gesamtrente. Der Faktor Anlageerfolg beinhaltet die Erträge auf das Guthaben vom Kunden. Hier wurden die letzen 3 Jahre betrachtet. Unter dem Faktor Transparenz Test die Informationen die der Versicherer vor Vertragsabschluss dem Kunden bereitstellt. Hierzu wurden 18 Kriterien untersucht.</p>
<p>ComosDirekt (1,3 sehr gut) und Hanse Merkur (1,5 sehr gut) schnitten mit „sehr gut&#8221; ab. Die Debeka (1,6 gut) hat diese Auszeichnung knapp verpasst. Mit „gut&#8221; schlossen in folgender Reihenfolge ab: Asstel, PBV, Hannoversche Leben, Alte Leipziger, Huk-Coburg, Allianz und Bayern-Vers. <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#1"><em>nach oben</em></a><br />
<a name="riester-fonds-sparplan"></a></p>
<h2>Riester Fonds-Sparplan:</h2>
<blockquote><p>Bei dieser Variante werden die Beiträge in Aktien, Renten oder Immobilienfonds angelegt. Aktien können sehr hohe Rendite bieten. Um aber von fallenden Kursen nicht zu sehr betroffen zu sein, muss die Anlagestrategie über Jahrzehnte ausgelegt werden, um sie so besser aussitzen zu können. Diese Anlageform ist vor allem bis zum Alter von 45 Jahren sehr interessant.</p></blockquote>
<p>Bei regelmäßigen Investitionen in Aktien und Rentenfonds durch die monatlichen gleichbleibenden Beiträge wird theoretisch immer zum richtigen Zeitpunkt gekauft, da bei niedrigen Kursen viele Anteile und bei hohen Kursen nur wenige erworben werden (vgl. <a href="http://www.monetos.de/altersvorsorge/riester-rente/anlageformen/fondssparplaene/">Monetos</a>). Dies führt zu einer attraktiven Rendite.</p>
<p>Es gibt drei Arten von Fonds in die investiert werden:</p>
<p><strong>• </strong><span style="text-decoration: underline">Aktienfonds:</span> Hier wird das Geld in Aktien angelegt. Aktien haben die höchsten Renditechance, sind aber auch mehr anfällig für Verluste.</p>
<p><strong>• </strong><span style="text-decoration: underline">Rentenfonds:</span> In diesem Fall werden die Beiträge in verzinslichen Wertpapieren angelegt. Das Risiko ist niedriger, aber auch der Gewinn.</p>
<p><strong>• </strong><span style="text-decoration: underline">Immobilienfonds: </span>Hier werden die Beiträge in Immobilien angelegt. Allerdings seit der Immobilienkrise 2007 in den USA ist sie nicht mehr gleichermaßen zu empfehlen wie davor.</p>
<p>In jungen Jahren wird von der Fondsgesellschaft mehr in risikoreiche Aktienfonds investiert wird. 3-5 Jahre vor dem Ende wird dies in sichere Produkte, wie Rentenfonds oder Immobilienfonds, angelegt. (vgl. <a href="http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/test/-Riester-Fondssparplaene/1734547/1734547/1742414/">Test</a>).</p>
<p>Ab 50 Jahren sollten Sparer nicht mehr in einen Riester-Fondssparplan einsteigen. Eventuelle Aktiencrashs können zu mangelnden Erträgen führen. Anders Problem ist, dass die Fondsgesellschaften gleich nach Vertragsbeginn zur Sicherung übergehen und in Zinspapiere Inverstieren, die aber wenig Rendite bringen. Hier macht ein Riester Banksparplan am meisten Sinn.</p>
<h3>Kosten:</h3>
<p>Im Gegensatz zu einer Riesterversicherung sind beim Riester Fondssparen lediglich Depotführungsgebühren und <em>Ausgabeaufschläge</em> zu entrichten, aber keine Verwaltungsgebühren (vgl. <a href="http://www.fondssparen-ratgeber.de/riester-fondssparen.html">www.fondssparen-ratgeber.de</a>). Daher ist das Angebot auf dem Markt eher mager, da es für die Banken weniger lukrativ ist.</p>
<h4>Ausgabeaufschlag (Agio):</h4>
<p>„Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. [...] Er dient unter anderem der Deckung der Vertriebskosten und variiert erfahrungsgemäß zwischen null und sieben Prozent&#8221; (<a href="http://boersenlexikon.faz.net/agabeauf.htm">FAZ</a>).</p>
<p>Der Ausgabeaufschlag wird normalerweise auf die monatliche Rate gerechnet und fällt einmalig an (<a href="http://boerse.ard.de/content_rb.jsp?key=dokument_349566&amp;go=analyse&amp;date=30.04.2009">Börse ARD</a>).</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Beispiel:</span></p>
<p>Bei einer 35-jährigen Laufzeit und jährlich 420 EUR Einzahlung kommt man am Ende - bei einer durchschnittlichen Rendite von 6% - auf 138.068 EUR. Wird ein Ausgabeaufschlag von 5% abgezogen, hat der Sparer am Ende lediglich 131.494 EUR zusammen - ein Unterschied von rund 6.500 EUR (vgl. <a href="http://altersvorsorge-rente.t-online.de/c/17/31/17/44/17311744.html">altersvorsorge-rente.t-online.de</a>). Dieser Ausgabeaufschlag kann umgangen werden, wenn der Fonds-Sparplan bei einem <em>freien Fondsvermittler</em> gekauft werden. Mit dem gesparten Geld werden mehr Fondsanteile gekauft, was die zukünftige Rente erhöht (vgl. finanztest 12/2008). Zugleich führe der Riester-Kunde, der den Vertrag über einen freien Vermittler abschließt, das Depot bei der Fondsgesellschaft, der sie auch die Sparbeiträge überweisen. An den Vermittler bezahle der Riester-Sparer nichts.<br />
Die freien Fondsvermittel mit einer relativen breiten Vermittlung sind (siehe Riester-Fondssparpläne Vorsorge mit Rettungsring finanztest 12/2008)</p>
<p>• <a href="http://www.avl-investmentfonds.de">www.avl-investmentfonds.de</a><br />
• <a href="http://www.fonds4you.de">www.fonds4you.de</a><br />
• <a href="http://www.fonds-im-netz.de">www.fonds-im-netz.de</a><br />
• <a href="http://www.fondsrabatt-mainz.de">www.fondsrabatt-mainz.de</a><br />
• <a href="http://www.invextra.de">www.invextra.de</a></p>
<p>Alle Fondsvermittler werben mit einem Rabatt von bis zu 100%. Alle fünf wurden von mir angeschrieben, auf welche Summe sich der Rabatt beläuft. Postwendende Antwort kam von „Fondsrabatt Mainz&#8221;, die auf Riester Produkte einen Rabatt von 90% Ausgabeaufschlag gewähren.</p>
<h3>Test Anbietervergleich:</h3>
<p>Finanztest „Riester-Fondssparpläne Vorsorge mit Rettungsring&#8221; Ausgabe 12/2008 hat die Riester Fondsparangebote auf dem Markt untersucht. Dafür gab es zwei verschiedene Analysen. Eine fokussiert auf Angebote mit einem Einstiegsalter von 30 Jahren, bei der anderen ist die Zielgruppe 45 Jahre.</p>
<h4>Ergebnisse Einstiegsalter 30 Jahren:</h4>
<p>Laut dem Testurteil sind mit 30 Jahren die DWS Toprente Dynamik und die UniProfirente von Union Investment die besten Angebote auf dem Markt. Bei beiden Produkten werden bis zu 100 Prozent der Einzahlungen in Aktienfonds</p>
<p>Investiert, was hohe Renditen verspricht. Falls ein derart hoher Aktienanteil zu unsicher wirkt, käme auch die DWS Top - Rente Balance oder das cominvest Förderdepot infrage. Bei cominvest sei allerdings darauf zu achten, dass die Fälligkeit der Laufzeitfonds, die bei cominvest als Sicherung dienen, in etwa mit dem Rentenbeginn zusammenpasst.</p>
<h4>Ergebnisse Einstiegsalter 45 Jahren:</h4>
<p>Über 40 bleibe risikofreudigen Riester Sparern nur noch die UniProfirente für ein reines Aktieninvestment. Das beste Angebot mit weniger Risiko sei die DWS Toprente Balance. <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#1"><em>nach oben</em></a><br />
<a name="riester-banksparplan1"></a><br />
<a name="riester-banksparplan"></a></p>
<h2>Riester Banksparplan:</h2>
<p>Wie bei den anderen Riester-Varianten sind auch beim Banksparplan die Beiträge und die staatlichen Zulagen garantiert. Für einen Riester-Banksparplan gilt dieselbe Sicherung wie für Tagesgeld und Sparbücher (vgl. <a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/extra/fragen_zur_finanzmarktkrise.php5">WDR</a>). Dies liegt daran, dass es in der EU Einlagensicherheiten vorgeschrieben werden. Oft sichern sich die Banken auch gegenseitig ab, dies ist vor allem bei Sparkassen, Volks und Genossenschaftsbanken der Fall. Falls alle Stricke reißen, setzt sich die Bundesregierung selbst für die Absicherung ein.</p>
<blockquote><p>Die Verzinsung bei Banksparplänen ist allerdings meist nicht garantiert, sondern orientiert sich an der allgemeinen Zinsentwicklung.</p></blockquote>
<p>Es gibt eine Sonderform, wo sich der Zinssatz an der <em>Umlaufrendite</em> bemisst. Die Umlaufrendite wird von der Bundesbank täglich veröffentlicht und beinhaltet die durchschnittliche Verzinsung öffentlicher Anleihen je nach Laufzeit. Stiftung Warentest geht davon aus, dass in diesem Fall die Zinsen vierteljährlich überprüft werden (vgl. Test: Riester-Banksparpläne - Eine faire Altersvorsorge Ausgabe 11/2008). Daher eignet sich ein Banksparplan mit der Bemessungsgrundlage Umlaufrendite vor allem für die älteren Personen, die Zinssteigerungen erwarten. Die meisten Banksparpläne errechnen die Zinssätze nicht anhand der Umlaufrendite. Hier können 1-2 Jahre vergehen, bis die Zinsen angepasst werden. Allerdings kommt hier der Kunde in den Genuss von steigenden Zinsen mit den Jahren und zusätzliche Bonuszahlungen sind auch möglich. Allerdings habt das jede Bank anders, was die Transparenz erschwert.</p>
<p>Die Abschlusskosten bei einem Banksparplan sind gering, es fallen keine Verwaltungskosten an (<a href="http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,7124408,00.html">ZDF</a>). Dies ist ein deutlicher Vorteil zu allen anderen Riesterprodukten, ganz besonders zur Riester Versicherung. Im Gegenzug lässt sich für die Bank nicht viel Geld damit machen. Daher sind die meisten Anbieter Sparkassen oder Volksbanken. Die großen Banken wie die Deutsche Bank, Commerzbank oder Dresdner ist der Banksparplan nicht lukrativ genug und daher nicht im Angebot.</p>
<h3>Wechsel:</h3>
<p>Ein Riester Banksparplan ist auch ein sehr flexibel einsetzbares Sparmodul. Diejenigen die mit dem Vertrag unzufrieden sind, können einfach den Anbieter wechseln und die Kosten belaufen sich auf 50 EUR- 100 EUR. Verluste wie beim Riestervertrag, aufgrund von hohen Provisionen, gibt es bei dieser Vertragsart nicht.</p>
<h3>Für wen geeignet?</h3>
<p>Stiftung Warentest geht bei den Spitzenreitern mit einer Rendite von 4,5% pro Jahr aus, bei einer Laufzeit von 25 Jahren (vgl. Test: Riester-Banksparpläne Eine faire Altersvorsorge Ausgabe 11/2008). Die Kosten sind hier schon mit eingerechnet. Die Steuervorteile und Zulagen vom Staat sind hier noch nicht dabei, was die Rendite zusätzlich steigert. Stiftung Warentest empfiehlt ein Banksparplan ab über 40 Jahre, bei Personen die große Flexibilität brauchen, oder bei risikoscheuen Anlegern. Unter 40 Jahre wird ein Riester Fondssparplan empfohlen, da hier die Renditeerwartungen von 8-10% jährlich deutlich über dem Banksparplan liegen.</p>
<h3>Test Ergebnisse:</h3>
<p>Unter dem Artikel „Riester-Banksparpläne - Eine faire Altersvorsorge&#8221; Ausgabe 11/2008 hat Stiftung Warentest 65 Sparpläne untersucht. Für die Beurteilung der Banken ist entscheidend, mit welchen Abschlagen oder Kosten die Bank den Zins an den Kunden weitergibt. Dazu hin wurde das Zins und Boni System untersucht.<br />
Für <strong>ältere Sparer</strong> seien Volksbank Gronau-Ahaus, die Deutsche Skatbank, Mainzer Volksbank, Landsparkasse Schenefeld zu empfehlen. Diese Banken bieten einen Sparplan mit Bindung an die Umlaufrendite.</p>
<p>Bei <strong>jüngeren Sparern</strong> seien die Sparkassen, Schwerte, Pfullendorf-Meßkirch und Höxter interessant, da hier auf Bonuszahlungen und Zinstreppen gesetzt wird.<br />
Unter den bundesweiten Anbietern habe die Sparkasse Günzburg-Krumbach für alle Laufzeiten die besten Renditeaussichten. Der zurzeit etwas magere Basiszins von 2,95 Prozent werde mittelfristig mit ziemlicher Sicherheit steigen und durch fest vereinbarte Bonuszinsen zusätzlich aufgepeppt. <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#1"><em>nach oben</em></a><br />
<a name="wohn-riester"></a></p>
<h2>Wohn-Riester:</h2>
<p>Riester-Darlehen sind ganz normale Immobilienkredite, für die Kreditnehmer Raten aus Zins und Tilgung zahlen.</p>
<blockquote><p>Kein anderer Riestervertrag eine höherer garantierte Rendite wie der Wohn-Riester (siehe <a href="http://www.daserste.de/moma/servicebeitrag_dyn~uid,l2v8hnhd851phus8~cm.asp">ARD</a>). Anders zu einem normalen Darlehen ist, dass der Kreditnehmer Zulagen für die Tilgung und Steuervorteile vom Staat erhält. Mit jedem Euro der zur Schuldentilgung eingesetzt wird, werden Zinsen gespart.</p></blockquote>
<p>Finanztest empfiehlt den Wohn-Riester bei der Eigenheimfinanzierung als erste Wahl, da hohe staatlichen Förderungen möglich sind (Ausgabe Juni 2009).</p>
<h3>Voraussetzung:</h3>
<p>Seit 1. Januar 2008 kann auch für Wohneigentum staatliche Forderung erhalten werden. Voraussetzung ist, dass selbst in der Wohnung gewohnt wird und dass das Wohneigentum seit 1. Januar 2008 gekauft wurde. Auch für selbstgenutzte Genossenschaftswohnungen - oder Anteile - und für den Erwerb von Dauerwohnrechten, etwa in einem Seniorenheim gibt es die staatliche Zulage (vgl. <a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/geld-und-leben/geld-und-leben-wirtschaftsmagazin-markt-wohnriester-ID1213002011844.xml">Bayerischer Rundfunk</a>).</p>
<h3>Vorgehensweise:</h3>
<p>Bei Ehepaaren werden hierzu zwei verschiedene Darlehensverträge aufgenommen, da beide Anspruch auf die Förderung haben. Die volle Förderung gibt es nur mit diesen beiden Darlehensverträgen. Das gilt auch dann, wenn ein Partner kein eigenes Einkommen hat und nur „mittelbar&#8221; zulagenberechtigt ist (vgl. Test: Riester Kredite an der Spitze, Ausgabe Febr./2009).</p>
<h3>Steuer:</h3>
<p>Bei Riesterprodukten sind in der Ansparphase die staatlichen Zulagen und auch das, was man selbst einzahlt, von Steuer befreit. Jedoch müssen bei Rentenantritt die Auszahlungen versteuert werden. Da es beim Wohn-Riester keine Auszahlungen im Rentenalter gibt (da Wohneigentum), wird ein fiktives Konto angelegt, ein sogenanntes „<em>Wohnförderkonto</em>&#8220;. Auf dieses Konto werden die staatliche Förderung und die Tilgungsraten fürs Haus plus 2 % Zinsen pro Jahr registriert. Das gilt auch für Beträge, die aus Geld-Riester-Verträgen entnommen wurden und in die Eigenheim-Finanzierung gesteckt worden sind. Von diesem Konto wird bei Renteneintritt die Steuer nach dem persönlichen Steuersatz berechnet (<a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_55118/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Alter__und__Vorsorge/Altersvorsorge/113__Wohnriester__FAQ.html#1.">Bundesministerium der Finanzen</a>). Bemessungsgrundlage für die Besteuerung bleibt das Wohnförderkonto, selbst wenn die Immobilie mit den Jahren an Wert gewonnen hat. Bei Renteneintritt können alle Steuern auf einmal bezahlt werden und man bekommt dadurch einen Rabatt von 30 % gewährt. Oder man zahlt die Steuern über 17-23 Jahre hinweg ab und bekommt keinen Rabatt (<a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_55118/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Alter__und__Vorsorge/Altersvorsorge/113__Wohnriester__FAQ.html#1.">Bundesministerium der Finanzen</a>).</p>
<h3>Bestehender Riestervertrag:</h3>
<p>Aus bestehenden Riesterverträgen, die vor 2008 abgeschlossen wurden, darf bis Ende 2009 erst dann Geld entnommen werden, wenn 10.000 Euro angespart worden sind. Falls dies der Fall ist, darf das Geld für den Immobilienerwerb entnommen werden oder für die Tilgung eines Darlehens benützt werden (<a href="http://www.swr.de/landesschau-rp/ratgeber/-/id=233210/nid=233210/did=4346676/keekxu/">SWR</a>). Bei Neuverträgen ab 2008 können 100% sofort entnommen werden. Ab 2010 fällt die 10.000 EUR Regelung weg und die Entnahme-Situation verbessert sich. Diese Entnahme macht Sinn, da somit weniger Kredit aufgenommen werden muss und so auch weniger Zinsen gezahlt werden.</p>
<h3>Umzug, Verkauf, Scheidung, Todesfall:</h3>
<p><span style="text-decoration: underline">Todesfall:</span> Bei einem Todesfall kann das Eigenheim weiter bewohnt werden, aber die die Witwe oder der Witwer muss das das Wohn-Förderkonto weiterführen, also die Steuern zahlen.<br />
<span style="text-decoration: underline">Scheidung:</span> „Muss nach einer Scheidung ein Riester-Sparer ausziehen, weil der Ex-Partner die Wohnung oder das Haus zugewiesen bekommt, liegt keine schädliche Verwendung vor, so dass Zulagen und Steuererstattungen nicht zurückgezahlt werden müssen&#8221; (<a href="http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,7526395,00.html">Wiso</a>).</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Verkauf:</span> Das Eigenheim kann auch verkauft werden, allerdings muss innerhalb von 4 Jahren ein neues Objekt erstanden werden, um die Zulagen und Steuerersparnisse vom Staat nicht zurückzahlen zu müssen. Ausnahme: Wenn man das Geld in eine anderen Riester-Vertrag steckt, also in eine Rentenversicherung, einen Fonds oder Banksparplan, dann darf man das bereits bezahlte Fördergeld behalten (siehe <a href="http://www.swr.de/swr1/rp/tipps/geld/-/id=446850/nid=446850/did=4154238/7xjxwe/">SWR</a>).</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Umzug:</span> Falls aus beruflichen Gründen ein Umzug ansteht, kann das Gebäude auch vermietet werden. Allerdings muss dieses Eigenheim im Alter als Hauptsitz genützt werden. In diesem Fall bleibt die Förderung erhalten.</p>
<h3>Beispielsrechnung Stiftung Warentest:</h3>
<p>Stiftung Warentest, Ausgabe vom Febr./2009 „Riester Kredite an der Spitze Ausgabe&#8221;, nimmt für die Berechnung ein fiktives Paar, beide 35 Jahre und 1 Kind. Ehemann verdient 50.000 EUR im Jahr und die Frau auf Teilzeitbasis 25.000. Für den Hauskauf benötigt das Ehepaar 200.000 Euro Kredit.</p>
<p>Normales Darlehen:<br />
Bei einem Zinssatz von 5 %, 1,4 Prozent Tilgung und einer Monatsrate von 1.074 EUR wäre ein normales Darlehen zum<br />
Rentenbeginn in 30 Jahren getilgt.</p>
<p>2 Riester Darlehen:<br />
Es werden 2 Riester Darlehen mit 100.000 EUR aufgenommen. Dann bekommen sie für die Tilgung insgesamt 13.700 EUR Zulagen. Zusätzlich sparen sie 18.692 EUR Steuern. Nutzen sie Zulagen und Steuerersparnis für Sondertilgungen, sind sie nach 24 Jahren und 8 Monaten schuldenfrei - mehr als fünf Jahre früher als beim Darlehen ohne Riester mit dessen Restschulden von 60.000 EUR.</p>
<p>Durch die schnellere Tilgung spart das Ehepaar bis zum Rentenbeginn jeden Monat 1.074 EUR an Kreditraten. Legt es das Geld zu einem Zinssatz von 3 % nach Steuern an, hat es pünktlich zur Rente neben dem Haus ein Vermögen von knapp 76.000 EUR.</p>
<p>Nach Rentenbeginn muss das Ehepaar Steuern auf das Wohnförderkonto zahlen - jährlich gut 1.600 EUR bis zum 85. Lebensjahr. Dafür zwackt es 24.359 Euro vom Vermögen ab und legt es in einen Bankauszahlplan an. Die Summe reicht bei einem Zinssatz von 3% (nach Steuern) genau aus, um die Steuern zu begleichen.</p>
<p>→ Das Ehepaar hat zu Rentenbeginn netto 51.497 EUR mehr in der Tasche als bei einer Finanzierung ohne Riester.</p>
<h3>Test Ergebnisse:</h3>
<p>Stiftung Warentest hat in der Ausgabe von Juni 2009 Riester Kredite für die Eigenheimfinanzierung untersucht. Infrage kommen Kredite mit direkter Tilgung und Kombikredite der Bausparkassen. Von herkömmlichen Darlehen unterscheiden sie sich nur durch die staatliche Förderung.</p>
<p>Die Kombikredite der Bausparkassen <strong>Schwäbisch Hall (Fuchs Wohnbaurente), LBS Baden-Württemberg, LBS Bayern und LBS West </strong>waren die Testsieger. Bei einer EK-quote von 20%,einem Kredit von 160.000 EUR und 20 Jahren Laufzeit werden Gesamteffektivzinsen von nur 4,26 bis 4,41 % berechnet. Die monatlichen Belastungen liegen bei rund 900 EUR. Um diese günstigen Konditionen zu er erlangen, brauche man allerdings eine Eigenkapitalquote von mindestens 20%. Wie die Kombikredite funktionieren wird im Artikel <a href="http://finanzkommune.de/2009/08/bausparen/#kombikredit">Bausparen</a> näher erläutert.</p>
<p>Das billigste Riester-Darlehen mit direkter Tilgung und einer vergleichbaren Zinsbindung von 20 Jahren biete die Allianz mit einem Effektivzins von 4,75 %.</p>
<p>&#8211;&gt;Ist das Riester-Darlehen nicht mehr als ein Viertelprozentpunkt teurer als ein herkömmliches Hypothekendarlehen, lohne es sich auf jeden Fall (Finanztest Febr./2009).</p>
<p><span style="text-decoration: underline"> </span><a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/#1"><em>nach oben</em></a></p>
<h2>Zusammenfassung:</h2>
<p style="text-align: left"><img class="aligncenter size-full wp-image-156" src="http://finanzkommune.de/files/2009/07/zusammenfassung1.jpg" alt="zusammenfassung1" width="784" height="263" /></p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">Riesterprodukte wurden von der Verbraucherschutzzentrale Hamburg mit positiv bewertet, obwohl sie meist relativ starr sind. Der Konkurrent die Kapitallebensversicherungen wurde aufgrund der Anlagedauer und niedriger Rendite nicht empfohlen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Abschließend würde ich sagen, ein Riester Fondssparplan, Riester Banksparplan und ein Wohn-Riester durchaus Sinn machen können. Allerdings würde ich die Hände von einem Riester Versicherung lassen, da hier die Abschlusskosten hoch sind und kaum Rendite winkt.</p>
<p style="text-align: left">Die Verbraucherschutzzentrale Hamburg hat im Juni 2009 eine Broschüre mit dem Titel &#8220;Ampelcheck Geldanlage&#8221; herausgegeben, welche Geldanlage für Kunden nach den Farben grün, gelb und rot bewertet. Grün ist wie beim Ampelsystem die beste Option und wurde  für Riester-Produkte vergeben.</p>
<p style="text-align: left">Andere positive Optionen zur Altersvorsorge seien Anlagen in Gold, Briefmarken oder Kunstgegenschätze. Bundeswertpapiere werden auch als unbedenklich eingestuft (vgl. <a href="http://www.sueddeutsche.de/v5o389/2969034/Wenn-die-Ampel-rot-zeigt.html">Süddeutsche</a>).</p>
<p style="text-align: left"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE X-NONE X-NONE              MicrosoftInternetExplorer4              &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--></p>
<p><span style="text-decoration: underline"><br />
</span></p>
<h2>Fachvokabular:</h2>
<p><strong>Unmittelbar förderungsberechtigt:</strong> Unmittelbar förderungsberechtigt für Zulagen vom Staat bei Riester Produkten ist derjenige, der Beiträge in die Rentenversicherung zahlt. Dazu zählen neben herkömmlichen Arbeitnehmern auch Zivildienstleistende, pflichtversicherte Selbständige und Arbeitslose, die Arbeitslosengeld oder Hartz IV bekommen. Auch Eltern, die ihre Kinder zu Hause erziehen, werden die ersten vier Jahre vom Staat gefördert.</p>
<p><strong>mittelbar förderungsberechtigt:</strong> mittelbar förderungsberechtigt für Zulagen vom Staat bei Riester Produkten ist derjenige, der die unmittelbar förderungsberechtigten Anforderung nicht erfüllt, aber mit einer unmittelbar geförderten Person verheiratet ist. Mittelbar förderungsberechtige Personen erhalten ebenfalls Zulagen vom Staat.</p>
<p><strong>Übersparung:</strong> Um Steuervorteile auszunützen, kann der Vertrag mit egal bei welcher Riester Variante „überspart&#8221; werden. Dies heißt, dass mehr Beiträge wie die 4% vom Bruttoeinkommen eingezahlt werden. Diese Beiträge werden vom Anbieter angelegt und dieser garantiert auch, dass die Beiträge bei Rentenbeginn zur Verfügung stehen. Da der dazu gezahlte Beitrag keine steuerlichen Zuschüsse mit sich bringt, werden diese jedoch bei der Auszahlungsphase steuerlich begünstigt. Die Erträge aus Übersparung sind zur Hälfte mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Diese Steuer-Ersparnis erfolgt nur, wenn die Auszahlung ab einem Alter von 60 Jahren und nach mindestens 12 Jahren Vertragslaufzeit erfolgt. Sind die Voraussetzungen „12 Jahre Vertragslaufzeit&#8221; und „Mindestalter 60 Jahre&#8221; bei Auszahlung nicht erfüllt, muss der komplette Ertrag mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Die aus der Überzahlung resultierende Rente kann als Einmalauszahlung bei Rentenbeginn vollständig entnommen werden.</p>
<p><strong>Sparanteil:</strong> Die Gesamtverzinsung bei Lebensversicherer bezieht sich nicht auf das gesamte eingezahlte Kapital, sondern nur auf den Sparanteil, der ca. 70% der eingezahlten Beiträge ausmacht. Der Sparbetrag ist niedriger, da hier Verwaltungskosten und die Kosten für den Todesfallschutz schon abgezogen wurden.<a name="ausgabeaufschlag"></a><br />
<strong>Ausgabeaufschlag:</strong> Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. Er dient unter anderem der Deckung der Vertriebskosten und variiert zwischen 0 und 7%.<br />
freien Fondsvermittler: Bei einem freien Fondsvermittler kann der Ausgabeaufschlag um bis zu 100% rabattiert werden. Der Riester-Kunde führt, der den Vertrag über einen freien Vermittler abschließt, das Depot bei der Fondsgesellschaft, der sie auch die Sparbeiträge überweisen. An den Vermittler bezahlt der Riester-Sparer nichts.</p>
<p><strong>Umlaufrendite:</strong> Die Umlaufrendite wird von der Bundesbank täglich veröffentlicht und beinhaltet die durchschnittliche Verzinsung öffentlicher Anleihen je nach Laufzeit.</p>
<p><strong>Wohnförderkonto:</strong> Dies ist ein fiktives Konto im Zusammenhang mit dem Wohn-Riester. Auf dieses Konto werden die staatliche Förderung und die Tilgungsraten fürs Haus plus 2 % Zinsen pro Jahr registriert. Das gilt auch für Beträge, die aus Geld-Riester-Verträgen entnommen wurden und in die Eigenheim-Finanzierung gesteckt worden sind. Von diesem Konto wird bei Renteneintritt die Steuer nach dem persönlichen Steuersatz berechnet.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Risiko-Lebensversicherung - Charakteristika und kritische Betrachtung</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/07/risikolebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 11:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://professor-geld.de/?p=78</guid>
		<description><![CDATA[Eine Risiko-Lebensversicherung soll den Todesfall absichern. Mit einer niedrigen Beitragszahlung erhalten Hinterbliebene Geld, welches über das Gröbste hinweghelfen soll.
Bei wem ist eine Risiko-Lebensversicherung nützlich? Wie hoch soll die Versicherungssumme sein? Was muss bei einer Auszahlung versteuert werden bzw. wie können Steuern gespart werden? Welches sind die Versicherer mit den besten Leistungen?
Mit diesen Fragen setzt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Risiko-Lebensversicherung soll den Todesfall absichern. Mit einer niedrigen Beitragszahlung erhalten Hinterbliebene Geld, welches über das Gröbste hinweghelfen soll.</em></p>
<p><em>Bei wem ist eine Risiko-Lebensversicherung nützlich? Wie hoch soll die Versicherungssumme sein? Was muss bei einer Auszahlung versteuert werden bzw. wie können Steuern gespart werden? Welches sind die Versicherer mit den besten Leistungen?</em></p>
<p><em>Mit diesen Fragen setzt sich dieser Blog auseinander.</em></p>
<p><span id="more-78"></span></p>
<h2>Definition:</h2>
<p>Hier handelt es sich nicht um eine Geldanlage, sondern die Versicherung bezahlt nur im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme aus.</p>
<h2>Wer braucht eine Risiko-Lebensversicherung?</h2>
<blockquote><p>Eine Risiko-Lebensversicherung wird vor allem bei Familien, oder bei Personen die später Familie haben wollen, empfohlen.</p></blockquote>
<p>Vor allem macht es dann Sinn, wenn ein Haus abzuzahlen ist, oder kleine Kinder da sind, denen die Berufsausbildung gesichert werden soll. Unter der Annahme, dass ein Haus gekauft wurde und darauf noch Schulden liegen, kann die Risiko-Lebensversicherung im Todesfall dazu verwendet werden, die Schulden zu begleichen und einer möglichen Pfändung entgegenzutreten.</p>
<h2>Charakteristika:</h2>
<p>Laut Informationen des <a href="http://www.br-online.de/bayern3/ratgeber-und-geld/versicherungs-special-DID1217406118421/versicherung-risiko-lebensversicherung-ID1219152409263.xml">Bayerischen Rundfunks</a> berechnet sich der Beitrag aus der gewünschten Versicherungssumme, Laufzeit, Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Ein 30-Jähriger könne schon für 15 Euro Monatsbeitrag einen Vertrag mit 30 Jahren Laufzeit und 150.000 EUR Versicherungssumme erhalten.</p>
<p>Es wird empfohlen, die Versicherungssumme auf das 4-5 fache des Jahresgehalts festzulegen (vgl. <a href="http://books.google.de/books?id=F0LzBGIEMAgC&amp;pg=PA181&amp;lpg=PA181&amp;dq=zdf+risikolebensversicherung&amp;source=bl&amp;ots=V5E9nzdBGe&amp;sig=PDnkMjPK_Ml7EVyqrsOwjxFCUto&amp;hl=de&amp;ei=j6ZVSs7XH6aCnQPgvNndCQ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=6">Oliver Heuchert in Campus</a>).</p>
<p>Desweiteren kann die Laufzeit der Versicherung beendet werden, wenn Rentenansprüche greifen, oder die Kinder alt genug sind selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen.</p>
<p>Bei Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung mit weniger als 35 Jahren wird empfohlen, dass ein Vertrag mit Nachsicherungsgarantie aufgenommen wird.  So kann später die Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden, beispielsweise nach der Heirat, wenn Kinder geboren werden, bei Einkommenserhöhungen oder wenn ein Hauskredit abgesichert werden soll (vgl. <a href="http://www.zeit.de/online/2009/13/finanztest-risikolebensversicherung">Zeit</a>).</p>
<p>Oft wird von den Risiko-Lebensversicherern der Brutto und der Nettobetrag angegeben. Gezahlt wird der Nettobetrag, aber der kann variieren. Dies liegt daran, dass der Versicherungsnehmer an den Überschüssen des Versicherungsunternehmens beteiligt wird (vgl. <a href="http://www.n-tv.de/ratgeber/versichernvorsorgen/n-tv-Test-mit-den-besten-Policen-article255618.html">N-TV</a>).</p>
<h2>Arten der Risiko-Lebensversicherung:</h2>
<p>Neben der klassischen Risiko-Lebensversicherung, gibt es noch die verbundene Risiko-Lebensversicherung sowie die fallende Risiko-Lebensversicherung.</p>
<p><strong>Klassische Risiko-Lebensversicherung:</strong> die Todesfallabsicherung bleibt während der gesamten Laufzeit konstant.</p>
<p><strong>Verbundene Risiko-Lebensversicherung:</strong> zwei oder mehrere Personen werden in einer Police versichert. Der Beitrag ist dadurch günstiger 5 bis 10 % günstiger als bei zwei separaten Policen (vgl. <a href="http://www.capital.de/finanzen/vorsorge/100007018.html">Capital</a>).  Sie ist besonders für Ehepaare von Vorteil.</p>
<p><strong>Linear fallende Risiko-Lebensversicherung:</strong> hier wird ein fallender Todesschutz vereinbart. Dies ist besonders für Darlehensnehmer interessant, da mit zunehmender Tilgung eine Absicherung immer weniger notwendig wird. In diesem Fall sinken die Beiträge, aber auch der Todesfallschutz.</p>
<h3>Steueraspekte:</h3>
<p>Die Beiträge für die Risiko-Lebensversicherung können laut § 10 EStG bei der Einkommensteuererklärung als Vorsorgeaufwendung abgesetzt werden, und mindern so den Betrag des zu versteuernden Einkommens (vgl. <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10.html">Bundesministerium der Justiz</a>).</p>
<blockquote><p>Für Ehepartner ist die Versicherungssumme seit 2009 bis 500.000 EUR steuerfrei und für Kinder bis zu einer Summe von 400.000 EUR (vgl. <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Steuern/Veroeffentlichungen__zu__Steuerarten/Erbschaft__Schenkungssteuerrecht/081__Erbschaftsteuer.html">Bundesministerium der Finanzen</a>).</p></blockquote>
<p>Bei darüber liegenden Beträgen ist die Hälfte steuerpflichtig und es greift die Erbschaftssteuer, die je nach Betrag und Steuerklasse zwischen 7%-30% liegt (vgl. <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Steuern/Veroeffentlichungen__zu__Steuerarten/Erbschaft__Schenkungssteuerrecht/081__Erbschaftsteuer.html">Bundesministerium der Finanzen</a>). Bei nicht verheirateten Paaren liegt dieser Freibetrag bei gerade mal 20.000 EUR.</p>
<p>Bei unverheirateten Paaren oder für weiter entfernte Verwandtschaftsbeziehungen kann aufgrund des niedrigen Freibetrags die Erbschaftssteuer umgangen werden, indem der Vertrag „Über Kreuz&#8221; abgeschlossen. Beispiel: Ein Mann  will, im Falle von seinen Tod, seine Lebenspartnerin absichern. Hier wird die Risiko-Lebensversicherung auf den Namen der Frau ausgestellt. Die Frau schließt die Versicherung ab, überweist den Beitrag und bekommt beim Tod ihres Partners auch die Versicherungssumme. Durch diese Vertragskonstellation lässt sich die Erbschaftssteuer umgehen (vgl. <a href="http://www.versicherung-online24.com/versicherungsblog/2007/10/05/risikolebensversicherung/">www.versicherung-online24.com</a>).</p>
<h2>Testergebnisse:</h2>
<p><strong><em>Stiftung Warentest</em></strong> hat im März 2009 die günstigsten Risiko-Lebensversicherungen für 35-Jährige mit 30 Jahren Laufzeit veröffentlich (vgl. <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Risikolebensversicherung/1762429/1762429/1764356/1764355/">Stiftung Warentest</a>).</p>
<p>Die Versicherungssumme beträgt 150.000 EUR. Die Tabelle zeigt die acht günstigsten Angebote für Frauen und Männer, ob Raucher oder Nicht-Raucher. Die Tarife für jüngere Personen seien noch günstiger. Die besten Angebote stehen jeweils an erster Stelle. Allerdings ist nicht bei allen 8 Versicherungen jeweils eine Nachversicherungsgarantie enthalten.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-307 aligncenter" src="http://finanzkommune.de/files/2009/07/rl2.jpg" alt="rl2" width="425" height="362" /></p>
<p style="text-align: center">Quelle: <a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Risikolebensversicherung/1762429/1762429/1764356/1764355/">(Stiftung Warentest</a>)</p>
<p>Das Nachrichtenmagazin <strong><em>Focus</em></strong> empfiehlt in der Ausgabe vom 6. Juli 2009 die Versicherer Asstel, Deutsche Lebensversicherungs-AG, Europa, Hannoversche Leben, Karstadt Quelle Versicherungen, WGV. Diese Versicherer seien gut &amp; günstig.</p>
<h2>Vorteile der Risiko-Lebensversicherung:</h2>
<ul>
<li>Relative niedrige Beiträge</li>
</ul>
<ul>
<li>Hoher Versicherungsschutz</li>
</ul>
<ul>
<li>Teils Voraussetzung für Darlehensnehmer</li>
</ul>
<h2>Nachteil der Risiko-Lebensversicherung:</h2>
<ul>
<li>Im Erlebensfall wird kein Geld ausgezahlt</li>
</ul>
<ul>
<li>Keine private Altersvorsorge</li>
</ul>
<h2>Wichtiges Fachvokabular Risiko-Lebensversicherung</h2>
<p><strong>Überschussbeteiligung:</strong> Damit wird der Kunde an den Kapitalerträgen der Versicherungen beteiligt. Die Versicherungen legen ihr Geld an Kapitalmärkten an. Daher variiert die Überschussbeteiligung, da die Zinserträge auf den Kapitalmärkten je nach Jahr schwanken.</p>
<p><strong>Nachsicherungsgarantie:</strong> Bei Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung mit weniger als 35 Jahren wird empfohlen, dass ein Vertrag mit Nachsicherungsgarantie aufgenommen wird.  So kann später die Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden, beispielsweise nach der Heirat, wenn Kinder geboren werden, bei Einkommenserhöhungen oder wenn ein Hauskredit abgesichert werden soll</p>
<p><strong>Brutto und Nettobetrag: </strong>Gezahlt wird vom Versicherungsnehmer der Nettobetrag, aber der kann variieren. Dies liegt daran, dass der Versicherungsnehmer an den Überschüssen des Versicherungsunternehmens beteiligt wird.</p>
<p><strong>Erbschaftssteuer:</strong> Seit 2009 ist die Auszahlung der Risiko-Lebensversicherung für Eheleute bis 500.000 EUR steuerfrei, für Kinder bis zu einer Summe von 400.000 EUR, bei unverheirateten Paaren beläuft sich der Freibetrag auf 20.000 EUR. Bei darüber liegenden Beträgen ist die Hälfte steuerpflichtig und es greift die Erbschaftssteuer, die je nach Betrag und Steuerklasse meist zwischen 7%-30% liegt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kapital-Lebensversicherung - Charakteristika und kritische Betrachtung</title>
		<link>http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/</link>
		<comments>http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 09:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Constanze Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Kapital-Lebensversicherung kann Bestandteil der privaten Altersvorsorge ein. Hierzu wird erläutert, wie sich die Rendite in einer Kapital-Lebensversicherung zusammensetzt. Steuerliche Aspekte spielen auch eine wichtige Rolle. Ebenfalls gibt es Antworten auf die Frage, „Was tun? Ich kann meine Beiträge nicht mehr einzahlen“. In diesem Fall gibt es mehrere Optionen wie zum Beispiel Beleihung, Stundung oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Kapital-Lebensversicherung kann Bestandteil der privaten Altersvorsorge ein. Hierzu wird erläutert, wie sich die Rendite in einer Kapital-Lebensversicherung zusammensetzt. Steuerliche Aspekte spielen auch eine wichtige Rolle. Ebenfalls gibt es Antworten auf die Frage, „Was tun? Ich kann meine Beiträge nicht mehr einzahlen“. In diesem Fall gibt es mehrere Optionen wie zum Beispiel Beleihung, Stundung oder Freistellung. Abschließend werden die Vor und Nachteile dieser Versicherung aufgezeigt und ein potentieller Vertragsabschluss kritisch bewertet.</em></p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<h2>Inhaltsverzeichnis:</h2>
<p>1) <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/#lebensversicherung">Funktionsweise Lebensversicherung mit Focus auf Kapital-Lebensversicherungen</a></p>
<p>2) <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/#aufloesung">Auflösung von Kapital-Lebensversicherungen mit steuerlichen Aspekten</a></p>
<p>3) <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/#vorteile">Vor und Nachteile Kapital-Lebensversicherung</a></p>
<p>4) <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/kapitallebensversicherung-charakteristika-und-kritische-betrachtung/#test">Anbieter Vergleich &#8220;Beste Versicherer&#8221;</a></p>
<p><a name="lebensversicherung"></a></p>
<h2>Lebensversicherung</h2>
<h3>Definition:</h3>
<p>„Lebensversicherungen können für den Eigenbedarf oder zugunsten anderer Personen abgeschlossen werden. Dabei geht es darum, bei Eintreten des Versicherungsfalls einen möglichen oder konkret erwarteten Geldbedarf zu decken. [...] Zu unterscheiden sind zwei Arten des Eintretens des Versicherungsfalls: Todesfall (der Versicherungsfall tritt durch den Tod der versicherten Person ein) und Erlebensfall (der Versicherungsfall tritt durch das Erreichen eines vorab festgelegten Zeitpunktes ein)&#8221; (<a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/wirtschaftslexikon/lebensversicherung;2185813">Handelsblatt</a>).</p>
<p>Auf dem Markt gibt es zwei Arten der Lebensversicherung: Die Kapital-Lebensversicherung und die Risiko-Lebensversicherung.</p>
<h2>Kapital-Lebensversicherung:</h2>
<h3>Definition:</h3>
<p>Eine Kapital-Lebensversicherung ist ein möglicher Baustein der privaten Altersvorsorge und ein Schutz der Hinterbliebenen im Todesfall.</p>
<h3>Charakteristika:</h3>
<p>Bei Vertragsabschluss wird festgelegt, wie viel Jahre der Vertrag laufen soll und wer im Todesfall von der Versicherung einmalig eine bestimmte Geldsumme (&#8221;Todesfallleistung&#8221;) erhält. Im „Erlebensfall&#8221; bekommt der Versicherungsnehmer am Ende der Vertragslaufzeit von seinem Versicherer eine Geldsumme, die sich aus einem garantierten und einem variablen Teil zusammensetzt (vgl. <a href="http://www.br-online.de/bayern3/ratgeber-und-geld/lebensversicherung-altersvorsorge-versicherung-ID1228906744538.xml">Bayerischer Rundfunk</a>):</p>
<p><em><strong>Garantierte Auszahlung: </strong></em>Sie errechnet sich aus der Summe aller gezahlten Beiträge abzüglich der Kosten für Verwaltung und Provisionen.</p>
<p><em><strong>Variabler Auszahlungsteil: </strong></em>Im Falle, dass die Kapital-Lebensversicherung erlebt wird, ist die Auzahlungssumme mit von der Überschussbeteiligung abhängig. Als Überschussbeteiligung bezeichnet man eine finanzielle Beteiligung des Kunden an den Kapitalerträgen der Versicherungen. Die Versicherungen legen ihr Geld an Kapitalmärkten an. Daher variiert die Überschussbeteiligung, da die Zinserträge oder Kursgewinne auf den Kapitalmärkten je nach Jahr schwanken. Dazu hin muss man sich darauf verlassen, dass die Versicherungen die Versicherungsbeiträge bestmöglich anlegen. Laut dem Verein der Deutschen Versicherungswirtschaft wurden 2007 knapp 26 % in Aktien und Fondsanteilen angelegt und der weitaus größte Anteil mit fast 60% machten festverzinsliche Wertpapiere aus (vgl. <a href="https://secure.gdv.de/gdv-veroeffentlichungen/upload_img/71_dwl.pdf">Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft</a>). Der deutsche Gesetzgeber hat zudem Vorsichtsmaßnahmen erlassen, die zum Schutz der Kunden dienen soll und im Falle einer Pleite zum Zuge kommen. 2004 wurde die Errichtung eines Sicherungsfonds für Lebensversicherer durch den Gesetzgeber angeordnet (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/vag/BJNR001390901.html">Bundesministerium der Justiz</a>). „Hierfür ist die Protektor Lebensversicherungs-AG vom Bundesministerium der Finanzen [...] mit den Aufgaben und Befugnissen des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer betraut worden&#8221; (<a href="http://www.protektor-ag.de/sicherungsfonds/23.aspx">Protektor</a>). „Das Versicherungsaufsichtsgesetz regelt zudem auch in welchem Maße in Produkte mit hohem Risiko investiert werden darf&#8221; (<a href="http://blickpunkt.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7381884,00.html">ZDF</a><a href="http://blickpunkt.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7381884,00.html">). </a>Dies gilt nach ZDF Informationen nur für deutsche Versicherer, Deutsche Niederlassungen internationaler Unternehmen sind nicht zu den gesetzlichen Sicherungsmaßnahmen verpflichtet.</p>
<p>Seit Januar 2008 müssen die Lebensversicherer ihre Kunden an stillen Reserven beteiligen. Diese zählen ebenfalls zum variablen Teil einer Lebensversicherung. Stille Reserven entstehen unter anderem, wenn eine Wertsteigerung eines Gutes vorliegt. Typisches Beispiel ist hier ein Grundstück, das vor 20 Jahren gekauft wurde. Wenn diese heute verkauft wird, hat das Grundstück meist an Wert gewonnen. Dieser Gewinn müssen die Lebensversicherer an ihre Kunden weiterleiten. Jedoch wird laut SWR-Berichten von diesen Gewinnen kaum was an den Kunden weitergegeben, da es an Transparenz mangelt (vgl. <a href="http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,zbn37g7ybb6ie28o~cm.asp">SWR</a>). Wie viel dem Kunden ausbezahlt wird, hängt vom Versicherungspartner, von der Laufzeit und von den jährlichen Raten ab. Jedoch gibt es hierfür kein Gesetz, welches dies einheitlich regelt. Daher wird es für den Kunden schwer, mehr Geld einzuklagen.</p>
<p>Die Beiträge für die Lebensversicherung sind u.a. abhängig von der abgeschlossenen Versicherungssumme, der Vertragslaufzeit, dem Eintrittsalter und Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers, dem Geschlecht und den Hobbys. Diese Angaben sollten auf jeden Fall wahrheitsgetreu beantwortet werden, denn sonst kann es zum Verlust des Versicherungsschutz kommen.</p>
<p>Üblicherweise ist in die Kapital-Lebensversicherung die jährlich gleiche Rate einzuzahlen. Es kann jedoch auch eine dynamische Beitragsanpassung vereinbart werden. Diese beinhaltet, dass die jährliche Inflation mit eingerechnet wird und so die Beiträge um ca. 3% steigen.</p>
<h3>Kapitalentwicklung:</h3>
<p>Die Lebensversicherer werben mit einer Gesamtverzinsung von 4% bis 5%. Jedoch ist die Gesamtverzinsung nicht mit der Rendite zu verwechseln. Die Gesamtverzinsung bezieht sich nicht auf das gesamte eingezahlte Kapital, sondern nur auf den Sparanteil, der ca. 70% der eingezahlten Beiträge ausmacht. Der Sparbetrag ist niedriger, da hier Verwaltungskosten und die Kosten für den Todesfallschutz schon abgezogen wurden. Gesetzlich garantiert sind 2,25% auf den Sparanteil. Somit ist der effektive Zins sogar noch um etwa ein Drittel niedriger, da Zinsen nur auf den Sparanteil gerechnet werden.<br />
<a name="aufloesung"></a></p>
<h2>Auflösung von Kapital-Lebensversicherungen:</h2>
<p>Wenn der Kunde seine Kapital-Lebensversicherung nicht weiterführen will, hat er verschiedene Möglichkeiten: Kündigung, Verkauf, Beleihung, Beitragsstundung, Beitragsfreistellung oder die Reduzierung der Versicherungssumme. Steuerliche Aspekte sind unter dem Punkt Steuern näher aufgeführt.</p>
<h3>Kündigung von Kapital-Lebensversicherungen:</h3>
<p>Jede zweite Lebensversicherung wird in Deutschland vorzeitig gekündigt.</p>
<p>Hierzu gibt es drei verschiedene gesetzliche Regelungen, je nachdem wann die Lebensversicherung abgeschlossen wurde. Bei Kündigung (vor Ablauf von 12 Jahren bei Altverträgen, bzw. vor erreichen des 60. Lebensjahres bei Neuverträgen) ist der gesamte Gewinn mit 25% Abgeltungssteuer zu versteuern (siehe Punkt Steuern).</p>
<h4>Abschluss vor Mai 2001:</h4>
<p>Der Rückkaufswert, auch mit Abzug der Verwaltungs, Provision und Stornokosten, muss mindestens die Hälfte aller eingezahlten Beiträge ausmachen. Sollte man seinen Rückkauf bereits vor Mai 2001 getätigt haben und mit 0 Euro daraus hervorgegangen sein, müssen Nachzahlungen von Seiten der Versicherung mit mindestens der Hälfte der eingezahlten Beiträge geleistet werden (vgl. <a href="http://www.lebensversicherung-rueckkaufswert.de/">Lebensversicherungsrückaufswert</a>).</p>
<h4>Abschluss zwischen Mai 2001 und Januar 2008:</h4>
<p>Im Falle eines Abschluss der Lebensversicherung zwischen Main 2001 und Januar 2008 gibt es noch keine eindeutige Rechtsprechung. Hier müssen die Kunden noch auf eine Rechtssprechung warten(vgl. <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/991926/">Deutschland Radio</a>).</p>
<h4>Abschluss nach 2008:</h4>
<p>Mit dem ab 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Versicherungsvertragsgesetz (VVG) wird nun auch noch die Zahlung der Abschlusskosten auf 5 Jahre verteilt (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/vag/BJNR001390901.html">Bundesministerium der Justiz</a>). Dies sorgt für wesentlich höhere Rückzahlungen, wenn der Vertrag bereits nach dem ersten oder zweiten Jahr aufgelöst wird (vgl. <a href="http://www.lebensversicherung-rueckkaufswert.de/">Lebensversicherungsrückaufswert</a>).</p>
<h3>Verkauf von Lebensversicherungen auf dem Kapitalmarkt:</h3>
<p>Eine Alternative zur Kündigung einer kapitalbildenden Lebensversicherung ist der Verkauf der Police an ein Ankaufunternehmen. Das Ankaufunternehmen zahlt mehr Geld als die Versicherer, weil sie den Vertrag weiterführenund am Ende die Gewinne erhalten. Die Ankaufunternehmen machten bis zur Finanzkrise 2007 ein gutes Geschäft. Doch seit der Finanzkrise, haben auch die Policen-Aufkäufer einen schweres Leben. Gemäß dem SWR haben nur Versicherungskunden eine Chance, die einen Vertrag bei einer großen, renommierten Gesellschaft aufweisen können, einer Police im Wert von mindestens 10.000,- Euro und höchstens drei bis vier Jahren Restlaufzeit. Aber selbst dann zahlen die Aufkäufer den Kunden heute deutlich weniger. Gerade einmal 3% bis 4% mehr als der Rückkaufswert der Versicherung sind möglich(vgl. <a href="http://www.swr.de/marktcheck/finanzen/-/id=2249106/nid=2249106/did=3942258/1q0q2za/index.html">SWR</a>).</p>
<p>Weiterer Vorteil ist, dass bei Verkauf der Police das Versicherungsverhältnis vom Investor fortgesetzt wird. Somit bleibt die Todesfallabsicherung dem Verkäufer oft erhalten.</p>
<p>Die bekanntesten Ankaufunternehmen sind Cash.life, Agis, CFI Fairplay, Life finance oder Policen Direkt.</p>
<p>Der Verkauf einer Lebensversicherung löst seit 2009 Abgeltungssteuer aus (siehe Punkt Steuern).</p>
<p>Verkaufen sollte man eine Lebensversicherung allerdings nur, wenn keine der folgenden Alternativen eine Lösung bietet:</p>
<h3>Beitragsfreistellung:</h3>
<p>Der Kunde muss zeitweise oder für immer keine Beiträge mehr zahlen. Der Versicherungsvertrag und Schutz bleibt bestehen, obwohl die Auszahlungssumme sich durch die gekürzten Beiträge verringert. Wird diese Beitragszahlung innerhalb von sechs Monaten wieder aufgenommen, erfolgt eine Widerinkraftsetzung des Vertrages ohne nochmalige Gesundheitsprüfung (vgl. <a href="http://www.ruerup-riester-rente.net/lexikon/beitragsfreistellung_versicherung.html">ruerup-riester-rente.net</a>). Ebenfalls verzinst sich das eingesetzte Kapital weiterhin. Außerdem ist die Beitragsfreistellung, genau wie der Verkauf der Police, nur bei einem bereits relativ hohen angesparten Betrag und auch nur im letzten Drittel der Vertragslaufzeit möglich (vgl. <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/markt/archiv/geld_vorsorge_versicherungen/markt564.html">NDR Fernsehen</a><a href="http://www3.ndr.de/sendungen/markt/archiv/geld_vorsorge_versicherungen/markt564.html">).</a></p>
<h3>Beitragsstundung:</h3>
<p>Mit einer Beitragsstundung können die Beitragszahlungen für einige Monate aufgeschoben werden. Hat sich die finanzielle Lage wieder gebessert, kann der Betroffene die Beiträge dann nachzahlen oder er kann eine Laufzeitverlängerung beantragen. Allerdings muss die volle Leistung später erbracht werden. Somit bleibt die Auszahlungssumme die gleiche.</p>
<p>Weitere Möglichkeiten wären die Versicherungssumme zu reduzieren, die Dynamik auszusetzen oder die Kündigung von Zusatzleistungen wie Berufsunfähigkeit oder Unfallzusatzversicherungen.</p>
<h3>Rechenbeispiel Stiftung Warentest:</h3>
<p>Weitersparen, stilllegen, kündigen oder verkaufen&#8230;.<br />
Die folgende Übersicht zeigt die Erlöse und Renditen aller Varianten am Beispiel einer Kapital-Lebensversicherung bereitgestellt von Stiftung Warentest in 2006 (<a href="http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/-Kapital-Lebensversicherung/1345744/1345744/1355225/1350193/">Stiftung Warentest</a>):</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-60 aligncenter" src="http://professor-geld.de/files/2009/07/test1.jpg" alt="test1" width="729" height="448" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-61" src="http://professor-geld.de/files/2009/07/test2.jpg" alt="test2" width="989" height="114" /></p>
<p>Quelle: Stiftung Warentest</p>
<h3>Beleihung der Lebensversicherung</h3>
<p>Die Alternative für alle, die nur kurzfristig Geld brauchen, könnte eine sogenannte Beleihung der Lebensversicherung sein. Denn im Vergleich zu sonstigen Krediten sind die Zinsen bei den sogenannten Policendarlehen deutlich günstiger, da das angesparte Guthaben in der Lebensversicherung als Sicherheit dient. Im Falle, dass das Darlehen nicht zurückbezahlt werden kann, greift der Versicherer auf die Lebensversicherung zurück. Ebenfalls bleibt der Versicherungsschutz meist bestehen. Das Policendarlehen sollte auf einmal ausgezahlt werden, und nicht über Raten erhalten werden. Der Versicherer kann auswählen, ob er das Darlehen in regelmäßigen Raten abstottern will, oder ob er es einmalig zurückzahlen will. Bei der Einmal-Summe wird dies mit der am Ende ausbezahlten Versicherungssumme verrechnet. Zweitmarktanbieter verlangen Mindestwerte des Rückkaufswert von 5.000 bis 10.000 EUR, Versicherer reichen oft auch kleinere Darlehen aus (siehe <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/wie-man-die-versicherung-anzapft;2452406;3">Handelsblatt</a>).</p>
<h4>Anbieter:</h4>
<p>Das Handelsblatt hat zusammen mit der FMH-Finanzberatung für Policendarlehen Tarifkonditionen zusammengestellt. Auf dem Markt gibt es Versicherer und Zweitmarktanbieter. Bei den Versicherern zeichnen sich die Debeka (5,06%) und Huk24 (5,58%) durch niedrige Effektivzinsen aus. Policen Direkt und Lifebond bieten Policendarlehen schon zu einem effektiven Zinssatz ab 4,49% an. Die genaue Aufschlüsselung und weitere Anbieter können dem <a href="http://script.vhb.de/tabellen/html/policenDarlehen-090903.php?nr=2&amp;sort=1&amp;show=all&amp;site=1&amp;PHPSESSID=05b4e5a5109a2a44cef5683a53e81e34">Handelsblatt</a> entnommen werden.</p>
<h3><strong>FAZIT Aufl</strong>ösung Kapital-Lebensversicherung<strong>:</strong></h3>
<p>Gerade heute, wo der Verkauf von Versicherungspolicen aufgrund der wirtschaftlichen Situation kaum mehr Geld einbringt und bei der Kündigung auch mit gravierenden Einbußen zu rechnen ist, scheint eine Vertragsweiterführung mit Beitragsstundung, Beitragsfreistellung oder Beleihung am meisten Sinn zu machen. Somit hat man Zeit auf bessere Zeiten zu warten und dann die Police zu besseren Konditionen zu verkaufen oder die Beiträge nach zuzahlen.</p>
<h3>Steueraspekte:</h3>
<p>Seit 2009 gilt bei Verkauf und Kündigung von Lebensversicherungen die Abgeltungssteuer. Demnach wird ab 2009 jeder Kapitalertrag, der über den neuen Sparerpauschpetrag hinausgeht mit einheitlich 25% besteuert (vgl. <a href="http://www.abgeltungssteuer.net/">www.abgeltungssteuer.net</a>). Innerhalb des Sparerpauschbetrag können Zinsen und Dividenden steuerfrei eingenommen werden (801 EUR pro Person). Während der Ansparphase bei Lebensversicherungen muss diese Steuer nicht gezahlt werden.</p>
<h4>Kapital-Lebensversicherungen vor 1. Januar 2005</h4>
<p>Verträge die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind im vollem Umfang steuerfrei. Zudem sind die Beiträge als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung absetzbar. Dieses gilt allerdings nur, wenn die Vertragslaufzeit mindestens 12 Jahre beträgt, mindestens fünf Beiträge gezahlt wurden und ein Todesfallschutz von 60% vereinbart ist (vgl. <a href="http://www.altersvorsorge-heute-sichern.de/kapitallebensversicherung.html">www.altersvorsorge-heute-sichern.de</a>).</p>
<p>Neu seit Abgeltungssteuer 2009: Werden diese Bedingungen jedoch nicht erfüllt, oder kündigt oder verkauft der Versicherungsnehmer seinen Vertrag vor Ablauf der 12 Jahre, so ist der gesamte Gewinn mit 25% Abgeltungssteuer zu entrichten. Bisher galt der persönliche Steuersatz von max. 42% (<a href="http://www.abgeltungssteuer2009.net/Abgeltungssteuer-Lebensversicherung-Abgeltungssteuer-Fondsgebundene-Lebensversicherung.lebensversicherung-abgeltungsste.0.html">www.abgeltungssteuer2009.net</a>).</p>
<h4>Kapital-Lebensversicherungen nach 1. Januar 2005</h4>
<p>Für Verträge nach 2005 sind keine Vorsorgeaufwendungen mehr absetzbar und der Ertragsanteil (Auszahlungsbetrag minus eingezahlte Beiträge) ist jetzt zur Hälfte zu versteuern. Dieses gilt wiederum auch nur dann, wenn der Vertrag 12 Jahre oder länger läuft und die Auszahlung nicht vor dem 60. Lebensjahr vorgenommen wird. Ist eine der beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, ist der Ertrag voll steuerpflichtig (vgl. <a href="http://www.altersvorsorge-heute-sichern.de/kapitallebensversicherung.html">www.altersvorsorge-heute-sichern.de</a>).</p>
<p>Dadurch dass die Kapital-Lebensversicherung nur mit dem halben Steuersatz zu versteuern ist, sind sie immer noch steuerlich begünstigt, wenngleich auch weniger als zuvor.</p>
<h5>Rechenbeispiel:</h5>
<p>Beispiel: Wer mit 60 Jahren aus einer Lebensversicherung 100.000 EUR erhält und über die Jahre 45.000,00 Euro Beiträge eingezahlt hat, muss den Ertragsanteil von 55.000 EUR zu 50% versteuern. Also sind 27.500 EUR zu versteuern (55.000 EUR * 50%). Nun ist der persönliche Steuersatz wichtig. Wenn der persönliche Steuersatz bei 40% liegt, ergäbe das Steuern von 11.000 EUR (27.500 EUR * 40%).</p>
<p>Neu seit Abgeltungssteuer 2009: Werden diese oben genannten Bedingungen nicht erfüllt, oder kündigt oder verkauft der Versicherungsnehmer seinen Vertrag vor dem erreichen seines 60. Lebensjahres, so ist der gesamte Gewinn mit 25% Abgeltungssteuer zu versteuern. Bisher galt der persönlichen Steuersatz von max. 42% (vgl.&lt;!&#8211;[if gte mso 9]&gt; Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 &lt;![endif]&#8211;&gt;&lt;!&#8211;[if gte mso 9]&gt; &lt;![endif]&#8211;&gt;<a href="http://www.abgeltungssteuer2009.net/Abgeltungssteuer-Lebensversicherung-Abgeltungssteuer-Fondsgebundene-Lebensversicherung.lebensversicherung-abgeltungsste.0.html"> www.abgeltungssteuer2009.net</a>).<br />
<a name="vorteile"></a></p>
<h2>Vorteile von Kapital-Lebensversicherungen:</h2>
<ul type="disc">
<li>Die Kapital-Lebensversicherung besteht auch aus einer Risiko-Lebensversicherung. Das bedeutet, ein im Versicherungsvertrag genannter Begünstigter erhält im Todesfall des Versicherten eine festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt. Dieser Vorteil hat allerdings zu einem hohen Preis → Summe für Vermögensaufbau sinkt damit (siehe Punkt Kapitalentwicklung)</li>
<li>Garantierte Verzinsung von 2,25% auf den Sparanteil</li>
<li>sichere Anlage aufgrund gesetzlicher Vorgaben (siehe Punkt Charakteristika)</li>
<li>Steuerliche Vorteile (siehe Punkt Steuern)</li>
<li>Können als Sicherheit für einen Kredit dienen</li>
</ul>
<h2>Nachteile von Kapital-Lebensversicherungen:</h2>
<ul type="disc">
<li>Nur als langfristige Anlage geeignet: eine vorzeitige Verfügung ist möglich, allerdings nur mit erheblichen Einbußen</li>
<li>nur ca. 70% der Beitragssumme wird für den Vermögensaufbau genutzt, der Rest wird zur Deckung des Risikoschutzes und der Kosten verwendet.</li>
<li>Unterdurchschnittliche Rendite in wirtschaftlich schweren Zeiten, kaum Inflationsausgleich</li>
<li>bei Kündigung oder Verkauf oft gewaltige Einbußen der schon bereits eingezahlten Versicherungsbeiträge</li>
<li>Vertrag wird über Jahrzehnte festgelegt. Wenig Flexibilität um seine Vorsorgeart zu ändern</li>
</ul>
<p><a name="test"></a></p>
<h2>Anbieter - Test:</h2>
<h3>Ergebnisse Map-Report:</h3>
<p>Beim neusten Map Report von 2009 wurde die Lebensversicherer anhand von drei Kriterien bewertet:</p>
<ul class="unIndentedList">
<li>der Bilanz der Unternehmen, (Gewichtung 43/100)</li>
<li>dem Service, mit besonderem Augenmerk auf die Stornoquote (Gewichtung 24/100)</li>
<li>der Rendite, welche Altverträge erwirtschaftet haben (Gewichtung 33/100)</li>
</ul>
<p>Höchstpunktzahl ist 100</p>
<p>Am besten schnitten Debeka (84 Punkte), Asstel (80 Punkte), DEVK (79 Punkte), Europa (78 Punkte), Huk-Coburg (78 Punkte), Cosmos (76 Punkte), R+V (75 Punkte) und die Allianz (74 Punkte) ab.</p>
<p>Teilsieger wurden bei der Bilanz Asstel, beim Service die DEVK Allgemeine, die höchste Nettorendite  erzielte Fortis Deutschland, die geringsten Verwaltungskosten hatte mit der Europa eine Direktversicherung, die geringste Stornoquote kann die Hannoversche verbuchen (siehe <a href="http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EB418F16F860A4DEA919057AD96C25D8E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>).</p>
<p>Das Abendblatt hat folgenden Test des „Map report&#8221; veröffentlicht (vgl. <a href="http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article168321/Kapitallebensversicherung-Ablaufleistung-im-10-Jahres-Vergleich.html">Abendblatt</a>)</p>
<p>(1) Eingezahlt wurden von einem 30 Jahren alten Angestellten 1.200 EUR jährlich.</p>
<p>(2) Betrag, der bei Ablauf der Versicherung tatsächlich ausgezahlt wurde.</p>
<p>Die Rangfolge richtet sich nach der Ablaufleistung 2009. k. A. keine Angaben</p>
<p><img class="size-full wp-image-62 aligncenter" src="http://professor-geld.de/files/2009/07/map1.jpg" alt="map1" width="317" height="552" /></p>
<p>Wie sehr sich die unterschiedliche Anlagestrategie der Assekuranzen niederschlägt, zeigen auch die Map-Ergebnisse. So bietet die Debeka für einen 30-Jahres-Vertrag eine Ablaufleistung von 112.617 Euro. Die Allianz dagegen liegt auf Rang 18 und zahlt am Ende der Laufzeit 89.972 Euro. Die Hamburg-Mannheimer bietet 85.264 und liegt auf Platz 29 (vgl. <a href="http://www.welt.de/welt_print/article3445896/Lebensversicherungen-sind-Gewinner-und-Verlierer-zugleich.html">Welt</a>). Mit zu den Schlusslichtern zählt Condor, die gerade einmal 85.867 Euro auszahlt.</p>
<h3>Ergebnisse Assekurata:</h3>
<p>Eine weitere Einschätzung der Lebensversicherer hat Assekurata vorgenommen (<a href="http://www.assekurata.de/content.php?baseID=109">Assekurata</a>). Assekurata ist die erste deutsche Ratingagentur, die sich auf die Qualitätsbeurteilung von Versicherungsunternehmen aus Kundensicht spezialisiert hat.</p>
<p>Sicherheit, Erfolg, Gewinnbeteiligung/Performance, Kundenorientierung und Wachstum/Attraktivität im Markt sind die Faktoren für das Rating. Nachstehende Tabelle zeigt die Einschätzung von Assekurata.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-63" src="http://professor-geld.de/files/2009/07/assekurata1.jpg" alt="assekurata1" width="584" height="576" /> Quelle: <a href="http://www.assekurata.de/content.php?baseID=109">Assekurata</a></p>
<h3>Deutsches Finanz Service Institut:</h3>
<p>Bei diesem Institut werden die Lebensversicherer mit dem sogenannten Stresstest anhand ihrer finanziellen Stärke eingeschätzt. Der Schwerpunkt liegt auf dem finanziellen Ausfallrisiko. Wenn eine Firma mehr wie 100 Punkte erreicht, kann davon ausgegangen werden, dass diese in einem schwierigen Marktumfeld trotzdem noch die Verpflichtungen gegenüber des Versicherten erbringen kann. Die genauen Ergebnisse können unter <a href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicherung/lebensversicherung-kritischer-blick_aid_389777.html">Focus Money</a> eingesehen werden.</p>
<h3>Andere Optionen zur Kapital-Lebensversicherung:</h3>
<p>Die Verbraucherschutzzentrale Hamburg hat im Juni 2009 eine Broschüre mit dem Titel &#8220;Ampelcheck Geldanlage&#8221; herausgegeben, welche Geldanlage für Kunden nach den Farben grün, gelb und rot bewertet. Grün ist wie beim Ampelsystem die beste Option. Für Kapital-Lebensversicherungen vergab die Verbraucherschutzzentrale ein rot. Wie oben schon bemängelt, sei die Anlagedauer zu lang und die Rendite zu niedrig.</p>
<p>Anstatt einer Kapital-Lebensversicherung sollte man sicher andere Optionen überlegen. Im Gegensatz dazu kamen <a href="http://finanzkommune.de/2009/07/riester-rente/">Riesterprodukte</a> eindeutig besser weg. Ebenfalls als positiv sahen die Verbraucherschütze Anlagen in Gold, Briefmarken oder Kunstgegenschätze. Bundeswertpapiere werden auch als unbedenklich eingestuft (vgl. <a href="http://www.sueddeutsche.de/v5o389/2969034/Wenn-die-Ampel-rot-zeigt.html">Süddeutsche</a>).</p>
<h3>Wichtiges Fachvokabular Lebensversicherung:</h3>
<p><strong>Rückkaufswert:</strong> Ist der Wert einer Versicherung der man erhält, wenn der Vertrag vom Versicherungsnehmer gekündigt wird.</p>
<p><strong>Versicherungspolice:</strong> Ist die Urkunde über einen Versicherungsvertrag, in der alle Versicherungsleistungen zusammengestellt sind.</p>
<p><strong>Stille Reserven:</strong> Diese entstehen unter anderem, wenn eine Wertsteigerung eines Gutes vorliegt. Typisches Beispiel ist ein Grundstück, welches vor 20 Jahren gekauft wurde. Wenn dieses heute verkauft wird, hat es meist an Wert gewonnen.</p>
<p><strong>Überschussbeteiligung:</strong> Damit wird der Kunde an den Kapitalerträgen der Versicherungen beteiligt. Die Versicherungen legen ihr Geld an Kapitalmärkten an. Daher variiert die Überschussbeteiligung, da die Zinserträge auf den Kapitalmärkten je nach Jahr schwanken.</p>
<p><strong>Dynamische Beitragsanpassung:</strong> Dieser beinhaltet, dass die jährliche Inflation mit eingerechnet wird und so die Beiträge leicht steigen.</p>
<p><strong>Policen-Aufkäufer:</strong> Ist ein Unternehmen, welches Lebensversicherungen von Privatkunden abkauft. Das bestehende Versicherungsverhältnis wird vom Investor fortgesetzt.</p>
<p><strong>Abgeltungssteuer:</strong> Seit 2009 gilt bei Verkauf und Kündigung von Lebensversicherungen die Abgeltungssteuer. Jeder Kapitalertrag, der über den neuen Sparerpauschbetrag hinausgeht, wird mit einheitlich mit 25% besteuert. Innerhalb des Sparerpauschbetrags können Zinsen und Dividenden steuerfrei eingenommen werden (801 EUR pro Person und Jahr).</p>
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